Der Umstieg auf das neue Apple-Betriebssystem sollte nicht leichtfertig forciert werden

Mac OS X Lion, der vielleicht Letzte seiner Art

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Rosetta kommt ins Software-Museum

Anwender mit Mac OS X 10.5 (Leopard) müssen ihren Rechner zuerst auf Mac OS X 10.6 (Snow Leopard) updaten, erst danach ist der Aufstieg auf Lion möglich. Wer Mac OS X 10.6 bereits besitzt, sollte es kostenlos auf die 10.6.8 aktualisieren, da diese letzte Version des Snow Leopard bereits serienmäßig über einen Zugriff auf den Mac App Store besitzt, der für den Downloas unerlässlich ist.

Dieser Zwischenschritt allein wäre ja noch zu verkraften, dumm gelaufen, heißt es aber für einige andere: Mac OS X-Programme mit reinem PowerPC-Code eignen sich nicht mehr für Lion.

Der Grund: Ältere Macs mit Intel-Prozessor besaßen noch den Code-Übersetzer Rosetta, mit dem auch PowerPC-Software lief. In Mac OS X Lion ist Rosetta jedoch nicht mehr vorhanden.

Für die Anwendungsprogrammen aus den großen Software-Schmieden braucht man sich wohl keine Sorgen machen, da sie mit Sicherheit schnell die Lion-Versionen ihrer Programme nachlegen werden.

Betroffen sind eher Nischen-Programme oder betriebseigene Applikationen und Datenbanken sowie Wissens- und Lern-Software, deren Inhalte nicht ständig aktualisiert werden müssen. Schulen und Unternehmen sollten daher den Umstieg auf Lion erst später vornehmen, sobald sie absolut sicher sind, dass die ältere Software auch wirklich läuft.

PowerPC-Programme identifizieren

Die PowerPC-Programme erkennt man im Apfel-Menü „Über diesen Mac“ und „Weitere Informationen“ über die Software. In der Programmliste lassen sich die PowerPC-, Universal- und Intel-Programme ausweisen.

Wer noch ein wichtiges PowerPC-Programm besitzt, sollte mit der Umstellung auf Lion warten, bis eine zu Lion kompatible Version erhältlich ist, andernfalls müsste die Software zusammen mit Mac OS X 10.6 ausgemustert werden.

Auch manche Universal- oder Intel-Software für den Macintosh könnte Schwierigkeiten auf dem Mac OS X Lion machen. Der Grund: Lion verhält sich zu neueren Programmen mit Universal- oder Intel-Code nicht so verträglich wie die älteren Mac OS-Versionen.

Also aufgepasst. Die Systemvoraussetzungen neuer Anwendungs-Programme sollten ausdrücklich auf die Kompatibilität mit Mac OS X Lion hinweisen. Setzt ein Programm nur Mac OS X 10.5 oder höher voraus, muss es zu Lion nicht unbedingt kompatibel sein, sondern lediglich zu Mac OS X 10.6.

Kurz: Wer bei einem wichtigen Programm nicht sicher ist, ob es auch mit Lion arbeitet, sollte so lange bei einer älteren Version von Mac OS X bleiben, bis das Programm auch ganz sicher unter Lion läuft.

weiter mit:RAID-Support schwächelt

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