„Der Markt für spezialisierte Business-Intelligence-Standard-Software-Anbieter in Deutschland“ Lünendonk-Erhebung prognostiziert Wachstum auf BI-Markt

Redakteur: M.A. Dirk Srocke

Deutsche Anbieter von Business Intelligence wollen ihre Umsätze in den kommenden Jahren um jeweils über 20 Prozent steigern, so das Ergebnis einer aktuellen Lünendonk-Marktstichprobe. Wachstumstreiber seien neue Anforderungen an das Management-Reporting sowie die Anbindung externer Datenquellen – wie E-Mail oder Social Media – in Analysesysteme.

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Social Media treibt das BI-Wachstum laut Lünendonk an.
Social Media treibt das BI-Wachstum laut Lünendonk an.
( Archiv: Vogel Business Media )

Business Intelligence ist ein Wachstumsmarkt, so zumindest das jetzt veröffentlichte Ergebnis der Lünendonk-Marktstichprobe 2011 „Der Markt für spezialisierte Business-Intelligence-Standard-Software-Anbieter in Deutschland“. Untersucht haben die Analysten allerdings ausschließlich BI-Anbieter, die mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes mit BI-Angeboten erwirtschaften und mit Hauptsitz oder Tochterunternehmen in Deutschland vertreten sind. Die Branchengrößen IBM, Microsoft oder SAP hat Lünendonk also nicht berücksichtigt.

Die 29 untersuchten Anbieter haben im Vorjahr einen Gesamtumsatz von knapp 360 Millionen Euro generiert und wollen diesen stetig steigern. Bis 2016 sollen die Umsätze um durchschnittlich 21,5 Prozent pro Jahr zulegen – nach einem Wachstum von 9,3 Prozent im Jahr 2010 eine optimistische Prognose.

Kunden wollen die BI-Anbieter künftig vor allen mit Lösungen für Datenkonsolidierung, Datenintegration und Verbesserung der Datenqualität gewinnen. Als Herausforderung gilt laut Lünendonk das Finden einer klaren BI-Strategie für das Datenmanagement immer größerer Informationsmengen. Hierzu tragen nicht nur gesetzliche Vorgaben oder Anforderungen der Führungsebene bei. Zusätzlich müssten zunehmend externe Datenquellen analysiert werden, darunter Beiträge in Internetforen, E-Mails, Online-Artikel oder Social-Media-Inhalte. Studienautor und Consultant Mario Zillmann begründet: „Damit versprechen sich die Unternehmen, Marktchancen und -risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig planen zu können, um daraus Wettbewerbsvorteile zu generieren“.

Neben neuen Themenfeldern wollen die untersuchten BI-Anbieter aber auch Absatzfelder im Ausland erschließen. Mit 31,8 Prozent sei der Export zwar 2010 stark gewachsen, bewegt sich aber noch immer auf einem vergleichsweise niedrigem Umsatzniveau von 22,1 Millionen Euro.

Die Erhebung wurde zwischen April und Mai 2011 durchgeführt. Partner der kostenlos verfügbaren Marktstichprobe „Der Markt für spezialisierte Business-Intelligence-Standard-Software-Anbieter in Deutschland“ sind SAS, Cubeware, IDL und Tonbeller.

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