Wohin geht die Reise bei der Software-Lizenzierung?

Lizenzmodelle für Cloud Computing

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Lizenzmanagement in Zeiten der Cloud: Die verschiedenen Lizenzmodelle auf dem Püfstand.
Lizenzmanagement in Zeiten der Cloud: Die verschiedenen Lizenzmodelle auf dem Püfstand. (© freshidea - Fotolia.com)

Mit gehosteten Anwendungen und Services nehmen Cloudanbieter ihren Kunden zahlreiche Aufgaben ab. Das Lizenzmanagement zählt allerdings nicht dazu. Denn auch wenn Anwendungen lediglich gemietet werden, muss der Kunde weiterhin kaufmännisch abwägen, ob und in welchem Umfang Dienste überhaupt benötigt werden.

Neben der Welt einer Software-as-a-Service existieren außerdem noch Private Clouds, die Administratoren vor besondere lizenzrechtliche Herausforderungen stellen – insbesondere dann, wenn Installationen auf virtuellen Maschinen migriert oder Server gewartet werden sollen. Statt einer nachlassenden Nachfrage erkennen Lösungsanbieter für das Lizenzmanagement daher bereits einen weiteren Schub für ihr Geschäft.

Auch klassische, lokal installierte Anwendungen werden die Anwender noch eine ganze Weile begleiten und dementsprechend auch weiterhin in Unternehmen als technisches Asset verwaltet. Dennoch: Die nutzungsorientierten Abrechnungsmodelle der Cloud gewinnen an Einfluss. Schon jetzt ersetzen einige Softwareanbieter den herkömmlichen Kauf durch Abonnements, flexible Prepaid-Lösungen oder Software Assurances. Im Idealfall gewinnen Anwender und Hersteller dabei gleichermaßen.

Das Lizenzmodell der Cloud

Immer öfter heißt es mieten statt kaufen, denn mit der Cloud haben sich auch flexible Lizenzmodelle etabliert. Statt Nutzungsrechte für Software einmalig und für unbegrenzte Zeit zu erwerben, können Anwender heute Dienste für eine beschränkte Nutzungsdauer buchen und im Idealfall auch wieder flexibel kündigen. Naheliegend ist dieses Modell insbesondere für Software-as-a-Service (SaaS) oder Public Clouds – also Programme oder Infrastrukturen, die auf entfernter Hardware in den Rechenzentren kommerzieller Anbieter betrieben werden. Mittlerweile werden entsprechende Abrechnungsformen aber auch für klassische Software oder sogar Hardware angeboten.

In Partnerschaft mit Telekommunikationsdienstleistern offeriert beispielsweise Hewlett-Packard Router und Switches über ein sogenanntes „HP FlexNetwork Utility Advantage Program“. Die Netzwerkgeräte stehen dabei immer noch beim Kunden, gehören ihm aber nicht. Stattdessen können Unternehmensanwender Ethernet-Ports für einen monatlichen Obolus buchen – die Anfangsinvestitionen beschränken sich auf Einrichtungs- und Migrationsgebühren.

Softwarehersteller Adobe drängt derweil Anwender regelrecht in die Creative Cloud (CC). Zu dieser gehören nicht nur ein Speicherdienst, sondern ganz klassische Desktop-Anwendungen wie Photoshop oder InDesign. Die Programme mit dem Zusatz CC sollen künftig nur noch für regelmäßig zahlende Nutzer weiterentwickelt werden, laufen aber ganz klassisch auf lokalen Rechnern. Zum Angebot gehört eine Art Software Assurance, das heißt: Kunden können jederzeit die aktuellsten Softwareversionen benutzen. Kritiker bemängeln, dass CC-Versionen insbesondere für Update-faule Kunden teurer sind und nach Ende des Abos nicht weiter genutzt werden dürfen.

Ergänzendes zum Thema
 
eBook zum Thema "Lizenzmanagement in Zeiten der Cloud"

Agorum Software ist weniger rigoros, bietet das eigene Dokumentenmanagementsystem (DMS) aber wahlweise auch zur Miete an. Mit der fertig installierten und eingerichteten Mietlösung reagiere man auf den Kundenwunsch nach einem „Rund-um-Sorglos-Paket“. Konservative Nutzer können aber auch weiterhin zu klassischen Lizenzen greifen.

Im eBook "Lizenzmanagement in Zeiten der Cloud" (siehe Kasten) erfahren Sie, von welchem Modell Sie am meisten profitieren und wie Sie die Lizenzen in ihrem Unternehmen rechtlich, technisch und wirtschaftlich am besten verwalten.

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