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Oracle und The Document Foundation wollen weiter an Open-Source-Suite(n) arbeiten Lippenbekenntnisse nach kommerziellem Ende von OpenOffice.org

Redakteur: M.A. Dirk Srocke

Oracle stoppt die kommerzielle Version des Büropakets OpenOffice.org (OOo). Künftig soll die Software als Community-basiertes Open-Source-Projekt weiterbestehen. Offen ist, ob das eine Vereinigung mit LibreOffice bedeutet. Entwickler von The Document Foundation sehen sich bereits als legitime Verwalter des OOo-Codes, laden aber zur Kooperation ein.

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Ob OpenOffice.org mit LibreOffice zusammenwächst ist unklar.
Ob OpenOffice.org mit LibreOffice zusammenwächst ist unklar.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einer knappen Mitteilung hat Oracle das Ende der kostenpflichtigen Version von OpenOffice.org besiegelt. Die mit Sun Microsystems übernommene Software soll künftig ausschließlich als Open-Source-Projekt fortbestehen.

Was das konkret bedeutet, bleibt indessen unklar. Theoretisch vorstellbar wäre eine Annäherung an die im Vojahr initiierte The Document Foundation (TDF). Unter deren Dach hatten sich enttäuschte Programmierer zusammengeschlossen, um unabhängig von Oracle den Fork LibreOffice zu entwickeln.

Oracle selbst äußert sich dazu bestenfalls vage. So heißt es von Edward Screven, Chief Corporate Architect bei Oracle, dass man unverzüglich damit beginnen werde, mit der Community am weiteren Erfolg von OpenOffice.org zu arbeiten. An die LibreOffice-Macher hat sich Oracle dabei anscheinend noch nicht gewendet. Gegenüber CloudComputing-Insider sagt TDF-Sprecher Florian Effenberger noch am Dienstagmittag, dass man lediglich die Inhalte der Oracle-Pressemeldung kenne.

The Document Foundation hat sich derweil mit mehreren Blog-Kommentaren positioniert. So verdeutlichte Charles-H. Schulz im Namen des Steering Committee am Montag, dass man sich bereits als legitimer Verwalter des OOo-Codes fühle und LibreOffice wie geplant weiterentwickeln werde.

Etwas versöhnlicher klingt das Ganze in einem gestern nachgelegten Artikel des TDF Membership Committee. Der von Sophie Gautier, Fridrich Strba, André Schnabel und Cor Nouws unterzeichnete Text lädt alle Entwickler zur Kooperation ein.

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