Microsoft Windows Azure hilft Helfern bei besserer Vernetzung Lebensrettung in der Cloud

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Gerade bei großen Katastrophen, wie beispielsweise die Massenpanik während der Love Parade 2010 in Duisburg, ist die störungsfreie Kommunikation zwischen den Helfern das Nonplusultra, um möglichst viele Leben zu retten. Eine neue Lösung könnte hier der offene und interoperable Ansatz des Cloud Computing sein, damit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste ihre bestehenden IT-Systeme besser vernetzen und im Ernstfall flexibler einsetzen können.

Firmen zum Thema

Feuerwehr, Polizei und Ambulanz können ihre bestehenden IT-Systeme durch Offenheit und Interoperabilität in der Cloud besser vernetzen, kosteneffizienter nutzen und im Ernstfall flexibler einsetzen. (© Thaut Images - Fotolia.com)
Feuerwehr, Polizei und Ambulanz können ihre bestehenden IT-Systeme durch Offenheit und Interoperabilität in der Cloud besser vernetzen, kosteneffizienter nutzen und im Ernstfall flexibler einsetzen. (© Thaut Images - Fotolia.com)

Im Rahmen des Forschungsprojekts SPIDER erprobt das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) den Einsatz von Windows Azure für die bessere Vernetzung der Helfer. SPIDER – der Projektname steht für Security System for Public Institutions in Disastrous Emergency Scenarios – wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ gefördert (Einzelheiten siehe Kasten). Das 11-köpfige Konsortium wird vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) geleitet.

Die Aufarbeitung verschiedener Katastrophen, wie beispielsweise die der Love Parade, hat an den Tag gebracht, dass besonders die technischen Fragen nachhaltig zu klären sind. Das gemeinsame Forschungsprojekt will zeigen, wie Cloud Computing die Zusammenarbeit von Rettungskräften, Personensuchdiensten und Polizei optimieren kann.

Bildergalerie

Dabei wird die etablierte Anwendung GSL.net, die bei der Bewältigung größerer Schadenslagen eingesetzt wird, in der Microsoft-Cloud Azure betrieben. Die Forschungsversion lässt die heterogenen IT-Systeme aller Projektpartner mit diesem Programm arbeiten.

Die im SPIDER-Projekt entwickelte Protection and Rescue Markup Language (PRML) fungiert als Schnittstelle zwischen GSL.net und der Windows-Azure-Instanz. So können Informations- und Datenströme der Helfer parallel und in Echtzeit koordiniert und bewältigt werden. Die Microsoft-Plattform integriert somit nahtlos die Open-Source-basierten Systeme mit denen anderer Anbieter.

(ID:32321010)