Google veröffentlicht Jahresrückblick 2023 Krieg, KI und Promis bewegen die Menschen

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Jeden Tag geben Menschen Millionen von Suchanfragen bei Google ein, auch in Deutschland. In einer Jahresstatistik erfasst der Konzern, welche Themen jenseits von Standardfragen wie nach dem aktuellen Wetter besonders viel User interessiert hat.

Die Jahresstatistik der Google-Suchen ist ein Spiegel wichtiger Ereignisse in Deutschland und des Weltgeschehens.(Bild:  Pixel-Shot - stock.adobe.com)
Die Jahresstatistik der Google-Suchen ist ein Spiegel wichtiger Ereignisse in Deutschland und des Weltgeschehens.
(Bild: Pixel-Shot - stock.adobe.com)

Besonders viele Nutzerinnen und Nutzer der Suchmaschine Google haben zuletzt zum Gaza-Krieg Informationen gesucht. Das geht aus der Jahresstatistik des Internet-Riesen 2023 hervor, die am Montag in Berlin veröffentlicht wurde. Das Thema steht an der Spitze der Schlagzeilen, führt aber auch mit der Suche „Was ist der Gazastreifen?“ die Rubrik der „Was-Fragen“ an.

Die Jahresstatistik von Google umfasst nicht die Themen, die am meisten gesucht wurden. Hier liegen seit Jahren Anfragen nach dem aktuellen Wetter oder Webseiten wie Amazon, Facebook oder Youtube ganz vorne. Der Jahresrückblick weist die Suchbegriffe aus, die in einem bestimmten Zeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den höchsten prozentualen Anstieg im Suchinteresse verzeichnet haben.

Im vergangenen Jahr dominierte der Ukraine-Konflikt noch fast alle Rubriken der Google-Jahrescharts für Deutschland. In diesem Jahr landen nur noch wenige Einzelthemen wie die Söldner-Truppe Wagner und ihr Anführer Jewgeni Prigoschin auf hinteren Plätzen in den Charts. Der Privatjet des russischen Söldnerführers war im August zwei Monate nach dessen Meuterei gegen die Moskauer Führung nordwestlich von Moskau abgestürzt.

Im Bereich Promis googelten viele Menschen nach Till Lindemann, Frontsänger der Band Rammstein. Er stand in den vergangenen Monaten im Zentrum von Vorwürfen, die er zurückgewiesen hatte. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte im August ihre Ermittlungen gegen den Rockstar eingestellt. Auf Platz zwei der Leute-Charts landete Dschungelkönigin Djamila Rowe, die in diesem Jahr die 16. Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ gewann. Die Reality-Show „Promi Big Brother“ katapultierte Iris Klein auf Platz drei, gefolgt von Schlagersänger Jürgen Drews sowie Moderatorin und Podcasterin Amira Pocher.

Die zweitpopulärste „Was-Frage“ zeigt, wie intensiv die Google-Suche beim Fernsehen genutzt wird. Am 27. Februar wollte RTL-Moderator Günther Jauch in seiner Quiz-Show „Wer wird Millionär?“ bei der 32.000-Euro-Frage wissen: „Was ist ein Zentenar?“ Seine Wettkandidatin hatte ihren Telefonjoker schon zuvor eingesetzt und durfte natürlich auch nicht googeln. So musste sie passen und ging mit nur 16.000 Euro nach Hause. Ein „Zentenar“ ist übrigens ein Hundertjähriger.

Google ermittelt die Trends des Jahres durch die Auswertung von Milliarden Suchanfragen, die Nutzer im Laufe des Jahres getätigt haben. Alle veröffentlichten Listen sind „trending searches“, also die am stärksten aufsteigenden Suchbegriffe des Jahres. Dies sind Begriffe, bei denen die betreffenden Suchanfragen 2023 für eine anhaltende Phase einen besonders starken Anstieg im Suchinteresse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet haben. Diese aufsteigenden Begriffe werden dann nach dem Suchinteresse in der jeweiligen Phase absteigend sortiert.

Bei der Jahresstatistik 2023 hat Google erstmals zwei Themenrubriken ausgewiesen, nämlich „Künstliche Intelligenz (KI)“ und „Klima“. Beim Klimaschutz interessierten sich die Nutzerinnen und Nutzer vor allem dafür, was sie persönlich gegen den Klimawandel unternehmen können. In der KI-Rubrik stand die Frage nach dem Text-Roboter ChatGPT im Mittelpunkt des Interesses, gefolgt von den allgemeineren Fragen „Was ist KI?“ und „Was kann KI?“.

In der Rubrik „Abschied“ rührte die Anwenderinnen und Anwender von Google vor allem der Tod der US-amerikanischen Rock-Sängerin Tina Turner, die in Deutschland und in ihrer Wahlheimat Schweiz besonders treue Fans hatte. Beim „Friends“-Star Matthew Perry dürften die ungeklärten Umstände seines Todes das Interesse angefacht haben. Perry war im Oktober im Alter von 54 Jahren tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles aufgefunden worden. Die verstorbene legendäre Ski-Rennläuferin und Olympia-Siegerin Rosi Mittermaier wurde ebenfalls häufig gesucht – wie das deutsche Model Tatjana Patitz.

(ID:49836543)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung