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Business Intelligence-Anbieter Actuate nennt folgenschwere Zahlenpatzer Kleine Rechenfehler mit ungeahnter Auswirkung

| Redakteur: Florian Karlstetter

Selbst kleine Rechenfehler können große Konsequenzen nach sich ziehen, das zeigt eine Zusammenstellung der sechs schwerwiegendsten Zahlenpatzer, die BI-Anbieter Actuate zusammengetragen hat. Dabei sind derlei Fehler vermeidbar, vorausgesetzt man ist mit dem fachgerechten Umgang eines Business Intelligence-Systems vertraut.

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Zahlenpatzer sind nicht nur peinlich, sondern können auch enorme Kosten verursachen.
Zahlenpatzer sind nicht nur peinlich, sondern können auch enorme Kosten verursachen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei der Fülle an Berichten, die Manager täglich vorgelegt bekommen, bleiben einzelne kleine Rechenfehler schnell unbemerkt – oftmals mit schwerwiegenden Folgen. So kann ein kleiner Fehler in der Kalkulation einen ganzen Rattenschwanz an Konsequenzen nach sich ziehen. Actuate nennt sechs folgenschwere Zahlenpatzer, die durch unsachgemäßen Umgang mit einem BI-System oder durch mangelnde Sorgfalt eines Mitarbeiters entstanden sind.

Ein häufiger Grund für Zahlenpatzer: Wenn eine Business Intelligence Lösung nicht die eigenen Anforderungen erfüllt, erstellen Mitarbeiter oft eigene Spreadsheets, ohne dabei gesetzte Unternehmensstandards einzuhalten. Als Folge fehlt die Datenkonsistenz: Daten verteilen sich auf eine Unmenge an Spreadsheets – und Rechenfehler bleiben unbemerkt.

Die schwerwiegendsten Zahlenpatzer der letzten Jahre, zusammengestellt von Actuate:

1. Rechenfehler der GEZ: Adam Ries erhält Zahlungsbescheid

Ein Rechenfehler der GEZ soll laut Medienberichten dazu geführt haben, dass Adam Ries auch noch 450 Jahre nach seinem Tod eine Zahlungsaufforderung erhalten hat. Demnach ist dem Adam-Ries-Museum in Annaberg-Buchholz ein Bescheid der GEZ eingegangen, wonach der Meister der Zahlen- und Rechenkünste die Rundfunk- und Fernsehgebühren errichten solle. Auch nach Richtigstellung seitens des Museums folgten Mahnungen – er wurde zudem aufgefordert, die Rundfunk-Teilnehmernummer bekannt zu geben. Ob es sich hier nicht vielleicht um einen Rechenfehler seitens der GEZ gehandelt hat?

Quelle: www.bildungsfonds.de

2. Falsch gerechnet: Nun doch EM-Gold für Deutschland

Bei einer Pferdesport-EM in Prag bekam das deutsche Team aufgrund eines Rechenfehlers anstelle der Goldmedaille den Silberpokal. Schuld sind laut Osnabrücker Zeitung 0,10 Fehlerpunkte, die dem britischen Team zum Sieg verholfen haben. Durch eine nachträgliche Ergebniskorrektur wurde ein Fehler bei der Berechnung festgestellt, wodurch Deutschland einen Platz nach oben rutschte. Durch dieselbe Punkteanzahl sowie durch ein gleiches Geländeergebnis teilen sich nun Deutschland und England den Sieg.

Quelle: Pferdplus

3. Zu lange Haftstrafe durch Rechenfehler

Sieben Monate zu lang saß ein inhaftierter Jugendlicher in Heidenheim hinter Gittern. Laut Medienberichterstattung wurde bei dem wegen schweren Raubs zu einer dreieinhalb Jahren Gesamtfreiheitsstrafe verurteilten Mann die Zeit nicht angerechnet, die der dreifach Verurteilte bereits ausgesetzt hatte. Aufgrund dieses Rechenfehlers kommen auf den schuldigen Rechtspfleger ein Disziplinarverfahren sowie eine Geldbuße zu. Der nun wieder in Freiheit lebende Jugendliche erhält eine Haftentschädigung von 25 Euro pro ungültigen Gefängnistag.

Quelle: Heidenheimer Zeitung

weiter mit: Milliardenkredit durch Rechenfehler bei Ökoenergie

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