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Freeware ist erste Wahl für Software- und App-Anwender Jeder Zweite gibt keinen Cent für PC-Software aus

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Nur durchschnittlich 38 Euro im Jahr geben die Bundesbürger für Software aus. Wenn möglich, verwendet jeder zweite deutsche PC- und Notebook-Nutzer kostenlose Programme für Spiele, Virenbekämpfung oder Büroanwendungen. Wenigstens zahlt fast jeder Vierte für mobile Applikationen.

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Warum für etwas zahlen, was es auch umsonst gibt? Die Gratis-Mentalität ist unter Software- und App-Nutzern noch weit verbreitet.
Warum für etwas zahlen, was es auch umsonst gibt? Die Gratis-Mentalität ist unter Software- und App-Nutzern noch weit verbreitet.
(Bild: Goss Vitalij, Fotolia)

Die repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom macht deutlich: Die Kostenlos-Mentalität bei Software ist noch immer weit verbreitet. Nur rund 34 Millionen Deutsche ab 14 Jahren sind bereit, für Software auch zu zahlen. Im Vergleich zu den Gebühren für Rundfunk (über 200 Euro jährlich pro Haushalt) oder die Ausgaben für Mobilfunk, Festnetz und Internet (bis zu 600 Euro pro Haushalt und Jahr) sind die jährlich rund vierzig Euro, die für Software aufgewendet werden, verschwindend gering.

Jeder Vierte (25 Prozent) der von Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris im September 2014 befragten 1.309 Personen ab 14 Jahren nutzt ausschließlich Freeware. Allerdings verwenden 11 Prozent weder PC noch Notebook und haben infolge dessen keine Softwareausgaben.

Besonders erschreckend, findet Bitkom-Experte Manuel Fischer, sei, dass von vielen offenkundig nicht einmal der Virenschutz aktuell gehalten wird. „Zwar sind beim Kauf neuer PCs oder Notebooks meist Softwareprogramme installiert. Wer aber die vielen Möglichkeiten seiner Rechner wirklich nutzen will, sollte nicht nur in leistungsfähige Hardware sondern auch in gute Software investieren“, rät Fischer.

Immerhin lädt fast jeder Vierte über 14 Jahren (23 Prozent) kostenpflichtige Software auf Smartphones oder Tablet-Computer, insbesondere in Form von Apps. Das wären hochgerechnet 16 Millionen Bundesbürger, die durchschnittlich 9 Euro pro Jahr und Person für Apps ausgeben. 28 Prozent der Befragten, also gut ein Viertel, nutzen aber weder Smartphone noch Tablet.

Der Trend zur Gratis-App ist aber ebenfalls deutlich erkennbar: Vier von zehn Deutschen (43 Prozent) arbeiten ausschließlich mit kostenlosen Apps, was von zahlreichen App-Entwicklern aber auch durchaus beabsichtigt ist, indem sie ihre Apps kostenlos anbieten und Geld über Werbung innerhalb der App verdienen.

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