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Der Pfad zur Cloud führt durch unwirtliches Gelände IT Survival Guide: Wie schaffe ich den Weg in die Cloud?

| Autor / Redakteur: Alexander Wallner / Ulrike Ostler

Eine aktuelle IDC-Umfrage hat ergeben, dass 44 Prozent der befragten Entscheidungsträger die Implementierung einer privaten Cloud innerhalb der Unternehmens-Firewall in Betracht ziehen. Doch gibt es einen Königsweg, um die Ansprüche interner Kunden zu befriedigen?

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Orientierung auf dem Weg zur Cloud gesucht?
Orientierung auf dem Weg zur Cloud gesucht?
(Bild: VBM-Archiv)

Es gibt keinen Königsweg zur Realisierung einer Cloud-Umgebung! Vielmehr muss das IT-Infrastrukturmodell passgenau sein. Also lautet die erste Frage: Welches ist das geeignete Infrastrukturmodell?

Um die Frage zu beantworten, definiert Netapp quasi Stationen, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollten. Denn: Königsweg oder nicht, die Praxis zeigt, dass schon wenige Regeln helfen, den Weg in die Cloud zu ebnen.

1. Applikations-Silos:

Applikationssilos sind immer noch in vielen IT-Abteilungen Standard. Diese Umgebungen wurden zur Ausführung spezifischer Applikationen eingerichtet und optimiert. Eine Herausforderung bei der Implementierung von Applikationen in einer Silotopologie besteht darin, dass die IT-Ressourcen nicht gemeinsam genutzt werden können. So lassen sich die Investition in Server, Netzwerke und Storage nicht optimal ausschöpfen.

Zum Beispiel belegt eine schnell wachsende Applikation wie „Sharepoint“ sehr schnell die ursprünglich zugewiesenen Server- und Storage-Ressourcen. IT-Administratoren müssen hier zeitnah zusätzliche Kapazitäten bereitstellen, um das Wachstum zu unterstützen.

Eventuell existiert in der gleichen Umgebung eine Exchange-Applikation, die nur eine kleine Benutzermenge verwaltet und über überschüssige Server- und Storage-Kapazität verfügt. Diese kann aber nicht effizient für die Sharepoint-Infrastruktur umverteilt werden, weil sie nicht in einer gemeinsam genutzten Umgebung betrieben wird.

Bei einigen Applikationen ist eine Silostruktur aber durchaus angebracht. Ein Beispiel dafür sind Applikationen, die aufgrund von Sicherheitsbestimmungen eine vollständige Isolation erfordern.

2. Zonen der Virtualisierung:

Viele Unternehmen haben bereits Server und Storage teilweise virtualisiert und somit Virtualisierungs-Zonen geschaffen. Tatsächlich kann Virtualisierung die Auslastung und Effizienz der bestehenden Infrastruktur erheblich verbessern.

Eine solche Umgebung ist der Grundstein für eine Shared IT-Infrastruktur mit Computing-, Netzwerk- und Storage-Ressourcenpools. Damit können Kapazitäten nach Bedarf zu Verfügung gestellt und Schwankungen im Ressourcenbedarf aufgefangen werden.

3. Private Clouds:

Bei einer Private Cloud ist die IT-Infrastruktur nur für interne Systeme nutzbar. Applikationen sind allerdings von Servern und Storage entkoppelt und können so unterbrechungsfrei verschoben werden.

Das aber ermöglicht, besser auf Auslastungs- und Performance-Anforderungen zu reagieren. Interne Kunden bekommen vorhandene Dienste über einen Servicekatalog angeboten, wobei in einer Shared IT-Infrastruktur Messung und Chargeback möglich sind. Ein hoher Automatisierungsgrad vereinfacht hierbei das Management dieser Prozesse.

4. Öffentliche Clouds:

In einer öffentlichen Cloud werden IT-Infrastruktur oder vollständige Applikationen von externen Service-Providern betrieben. Öffentliche Clouds sind zum Beispiel für Routineprozesse oder Standardapplikationen ideal, aber auch für Unternehmen, die nicht über interne Fachkenntnisse verfügen, um eine eigene IT-Umgebung zu betreiben. E-Mail-Server oder Lösungen zur Gehaltsabrechnung werden beispielsweise schon seit Jahren in öffentliche Clouds ausgelagert.

Eine ideale Lösung ist ein gemischtes Data-Center-Modell. Dabei werden ausgewählte Applikationen in dedizierten Infrastrukturen belassen. Die Mehrheit der Applikationen nutzt die Virtualisierung und wird sich mit der Zeit in Richtung einer privaten, öffentlichen oder hybriden Cloud entwickeln. Dies ist ein typisches Muster für etablierte IT-Abteilungen.

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