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Brocade und Vanson Bourne haben nachgehakt IT-Chefs unter Druck der Cloud

| Redakteur: Katrin Hofmann

Mögliche Personaleinsparungen durch ein Cloud-Engagement sind sicher nicht das schlechteste Verkaufsargument, können Verhandlungen aber auch scheitern lassen. Eine Studie enthüllt, wie CIOs ihre Situation einschätzen.

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Wird die „Wolke“ manchen IT-Zuständigen einfach verschwinden lassen?
Wird die „Wolke“ manchen IT-Zuständigen einfach verschwinden lassen?
(© rangizzz - Fotolia.com)

Das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne fragte im Auftrag des Netzwerklösungsspezialisten Brocade 100 CIOs aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika danach, welchen Einfluss Cloud Computing aus Ihrer Sicht auf Ihre Arbeit haben wird. Klarheit brachte die Studie über zwei Tendenzen: Einerseits entzieht sich manche technische Neueinführung dem Einfluss der CIOs, andererseits herrscht die Hoffnung, dass sich IT-Leiter künftig breiter aufstellen werden, sie mehr Verantwortung übernehmen dürfen. Allerdings gehen viele der Befragten davon aus, dass es zu einem Verschmelzen der Arbeit des Chief Operations Officers und des CIOs kommen könnte. Dies wiederum könnte mit Personaleinsparungen in den Unternehmen, die die Cloud einsetzen, einhergehen. Dass sich nur ein Drittel der Befragten beispielsweise zunehmend in strategische Fragen involviert sieht, zeigt die offenbar herrschende Skepsis.

Dem Druck, der mit dieser Vermutung verbunden sicherlich auf den CIOs lastet, versucht mancher durch einen optimistischen Blick auf die eigene Zukunft zu entgehen. „Fast die Hälfte“ – also weniger als 50 Prozent – versprechen sich vom Trend hin zur Cloud und der zunehmenden Auslagerung der IT in einzelne Geschäftsbereiche, dass sie sich weniger Sorgen um die Basisarbeit an der IT machen müssen. Zwei Drittel gehen davon aus, dass sich die Abteilungen bei ihnen im Haus bis 2020 immer eigenständiger Cloud-Ressourcen beschaffen werden. Die Rolle des CIOs, so Brocade, entwickle sich vor diesem Hintergrund zunehmend in Richtung Beratung und Vermittlung.

Allerdings befürchten drei Viertel der CIOs, dass Service Level Agreements nicht den Anforderungen entsprechen, dass die Datenvolumen unkontrollierbar ausufern und Netzwerke schwieriger zu verwalten sein werden. Insofern könnte der Segen, den sich der ein oder andere Personal-Controller von der Cloud erhoffen mag, ausbleiben.

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