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IT-Trends-Studie von Capgemini IT-Budgets fallen 2015 verhalten aus

| Autor: Heidemarie Schuster

Nur in wenigen Unternehmen sollen die IT-Budgets 2015 steigen. Erst für das Jahr 2016 sehen die Prognosen wieder optimistischer aus, wie Capgemini in einer Studie herausfand.

Erst 2016 sollen die IT-Budgets wieder steigen.
Erst 2016 sollen die IT-Budgets wieder steigen.
(Bild: © everythingpossible - Fotolia.com)

Im kommenden Jahr steigen laut der IT-Trends-Studie von Capgemini die IT-Budgets in 33,6 Prozent der befragten Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum an. Das ist zwar ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr (39 Prozent), der Anteil der CIOs, der von Kürzungen betroffen ist, bleibt mit rund 19 Prozent aber fast unverändert (Vorjahr 21 Prozent).

Damit sind Capgemini zufolge die Budget-Aussichten für 2015 etwas weniger optimistisch als für das laufende Jahr. Für 2016 und 2017 rechnen mit 43 Prozent aber wieder deutlich mehr CIOs mit steigenden Etats.

„Die IT-Budgets spiegeln die gesamtwirtschaftliche Situation wider: verhaltenen Optimismus. Vor dem Hintergrund massiver Veränderungen durch die Digitalisierung müssen die Unternehmen jetzt investieren und können sich keinen Aufschub bis 2016 leisten“, interpretiert Dr. Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland, die Ergebnisse.

(Quelle: Capgemini)

Technologieinvestitionen

Der Anteil der Fachbereiche an den Technologieausgaben von Unternehmen ist seit drei Jahren fast unverändert (2015: 17,4 Prozent; 2014: 16,3 Prozent; 2013: 19,0 Prozent). In knapp zwei Dritteln (62,4 Prozent) der Unternehmen wurde den Fachabteilungen die Verantwortung für diese IT-Ausgaben übertragen. In erster Linie wird das Geld für den Kauf von Beratungs- und Softwareentwicklungsleistungen sowie Software-Paketen genutzt; lediglich 19 Prozent der CIOs berichten von der Investition in externe Cloud Services.

In 28,2 Prozent der Unternehmen finanziert die Fachabteilung mit ihrem Budget IT-Projekte, deren Umsetzung die IT-Abteilung abgelehnt hat, weil die Anforderungen nicht dem Unternehmensstandard entsprechen. Durch solche Maßnahmen können neue Datensilos oder eine Schatten-IT entstehen, die langfristig Kosten erhöhen und unter anderem übergreifende Big-Data-Analytics-Projekte behindern, erklärt Capgemini. 22,4 Prozent der CIOs berichten in der Studie von der Umsetzung von Maßnahmen, die im IT-Budget nicht vorgesehen sind, knapp 13 Prozent von der Finanzierung von Projekten, die die IT-Abteilung nicht zeitnah realisieren kann.

Schatten-IT

CIOs würden die Investitionen der Fachabteilungen aber zunehmend positiv bewerten und seltener negative Konsequenzen fürchten. Während im vergangenen Jahr beispielsweise noch fast 60 Prozent den Aufbau einer Schatten-IT prognostizierten, sind es in diesem Jahr nur noch 35 Prozent. Die Sorge um den Aufbau neuer Datensilos, Probleme bei der Standardisierung und Automatisierung der IT-Landschaft sowie bei den IT-Prozessen ging ebenfalls zurück. „Die Zusammenarbeit zwischen Business und IT funktioniert offenbar immer besser und beide Seiten bauen Vorurteile ab. Diese Annäherung ist für eine erfolgreiche Digitalisierung unerlässlich“, so Dumslaff.

Zur Studie

Die Zahlen wurden im Rahmen der jährlichen IT-Trends-Studie im September und Oktober dieses Jahres von Capgemini erhoben. Insgesamt nahmen 154 IT-Verantwortliche von Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Die Gesamt-Auswertung der IT-Trends-Studie wird Ende Januar 2015 veröffentlicht.

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