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Das war der IPv6-Praxistag von IP-Insider IPv6-Migration in der Praxis – Der Handlungsdruck steigt!

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Wer die IPv6-Migration auf die lange Bank schiebt, riskiert Chaos und Sicherheitslücken. Die letzten IPv4-Adressen sind bereits an die regionalen Registrierungsstellen verteilt – höchste Zeit also, endlich zu handeln und die Umstellung von Firmennetzwerken auf das neue Internetprotokoll IPv6 anzugehen.

IPv6 kommt! Jetzt! Bild: ktdesign – Fotolia.com
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( Archiv: Vogel Business Media )

Um unkalkulierbare Risiken bei falscher IPv6-Administration zu vermeiden und Firmennetzwerke weiterhin zu schützen, ist professionelle Aufklärung und Information zum Thema notwendig. Dies gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass viele eine IPv6-Migration nur deshalb auf die lange Bank schieben, weil sie sich noch nicht genügend aufgeklärt und informiert fühlen.

Um dem entgegenzuwirken hat IP-Insider bereits vergangenes Jahr eine sehr erfolgreiche Seminarreihe zum Thema IPv6-Migartion aufgesetzt. In Ergänzung zu den während der Seminare doch recht theoretischen Inhalten wünschten sich zahlreiche Teilnehmer einen Ausbau der praktischen Aspekte beim Umstieg auf IPv6.

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Ein Praxistag für den realitätsnahen Informationsaustausch

Um dem Rechnung zu tragen, hat IP-Insider daher im Februar zu einem IPv6-Praxistag geladen. Moderiert wurde die Veranstaltung, bei der es gezielt auch um den Informationsaustausch zwischen den Teilnehmern ging, von Benedikt Stockebrand, seines Zeichens echter IPv6-Guru.

Zu der Teilnehmerzusammensetzung des Praxistags sagt Stockebrand: „Was mich sehr positiv überrascht hat war, dass die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer ein so solides Basiswissen zum Thema mitbrachte, sodass wir keine nennenswerte Zeit mit der Wiederholung von Grundlagen verbringen mussten und direkt in die praktischen Aspekte der IPv6-Migration einsteigen konnten.“

„Bei der Migration auf IPv6 stehen IT-Verantwortliche in der eigenen Umgebung vor zwei schwierigen Schritten: Einerseits fehlt noch das praktische Wissen, wie IPv6 in der tatsächlich funktioniert und wie man es betreibt. Andererseits stehen am Anfang einer Einführung einige grundlegende strategische und konzeptionelle Entscheidungen an.“ ergänzt IPv6-Experte Stockebrand als Grund dafür, einen derartigen Praxistag aufzusetzen.

Hier drückt der Schuh

„Die Frage, wie man ein sinnvolles Adresskonzept für IPv6 entwickelt, hat am Praxistag umfangreiche Diskussionen unter den Teilnehmern ausgelöst. Denn die Freiheiten, die der ‚Überfluss’ an IPv6-Adressen verschafft, wollen auch ausgenutzt werden, um den IT-Betrieb insgesamt zuverlässiger, sicherer und weniger arbeitsintensiv zu machen. Das übergeordnete Ziel ist dabei immer, Adresskonzept und Netztopologie so einfach wie möglich zu halten und die vielen Behelfe loszuwerden, mit denen uns IPv4 über die Jahre das Leben immer schwerer gemacht hat. Dabei muss man gewohnte Denkweisen ablegen und einiges an Arbeit investieren, wenn das gelingen soll.“

„Die Diskussion, wie man Verbindungen zwischen der IPv4- und IPv6-Welt herstellt, und warum Protocol Translation (SIIT, TRT, NAT-PT, NAT64) nur eine Notlösung sein kann, während Proxies oft schon in vorhandenen Firewalls zur Verfügung stehen, hat wohl einigen Teilnehmern zu denken gegeben. Und auch die Erkenntnis, dass man mit Dual Stacking möglichst sparsam umgehen sollte, wenn man erstens Aufwand und Kosten vermeiden und zweitens die Vorteile von IPv6 wirklich ausnutzen will, war für einige Teilnehmer neu und überraschend.“

Und Stockebrand resümiert: „Letztlich ist es wie Ende kurz vor der Jahrtausendwende: Alle, die das Thema ignoriert haben, bis es einfach nicht mehr ging, haben teuer dafür bezahlt. Auch wenn für das Ende von IPv4 kein fester Termin existiert, werden wir wieder frisch entwickelte Software erleben, die sich im letzten Moment nur in einem Gewaltakt IPv6-fähig machen lässt, Geräte, die lange vor ihrem natürlichen oder steuertechnischen Ableben ausgetauscht werden müssen und strategische Design-Entscheidungen, die sich im Nachhinein erstens als suboptimal und zweitens als schwer rückgängig zu machen herausstellen.“

Gegenmaßnahmen

Dass es so weit nicht kommen muss, zeigt Stockebrand mit seinen Beiträgen auf IP-Insider ebenso, wie mit seinen Seminaren.

Als nächstes steht daher ein zweitägiges Intensivseminar „Sichere IPv6-Einführung in der Praxis – Planung, Realisierung und Betrieb“ von Stockebrand und der IP-Insider Akademie an, um das Thema weiterhin technisch detailliert in die Köpfe der Verantwortlichen zu tragen. Neben fundamentalem Basiswissen zeigt Stockebrand dort auch praktische Lösungswege zum reibungslosen IPv6-Deployment in Unternehmen. Das Seminar findet am 4. und 5. April in Frankfurt, am 7. und 8. April in Düsseldorf und 14. und 15. April in München statt.

Das sagen die Teilnehmer des Praxistags

  • „Es war eine sehr kurzweilige und informative Veranstaltung, die meine Erwartungen voll erfüllt hat“; Sebastian Denz, Technical Consultant, GONICUS GmbH, Arnsberg
  • „Der Tag war anregend und für mich ein guter praktischer Wiedereinstieg in das Thema“; Rolf Theile, Inhaber, Theile Serversysteme KG, Heppenheim
  • „Der Praxistag hat genau meinen Vorstellungen entsprochen. Die besprochenen Inhalte wurden in der notwendigen Tiefe besprochen und waren für die verschiedenen Anforderungen der Teilnehmer auch breit genug gefächert“; Torsten Schriewer, Consultant, MATERNA GmbH, Dortmund
  • „Der Praxistag hat genau meinen Vorstellungen entsprochen, weil er mit kompetenter Leitung schnell in die Materie IPv6 ging;“ ohne Namensnennung

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