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ThyssenKrupp Elevator, Microsoft und CGI entwickeln Servicelösung Internet of Things verbessert Zuverlässigkeit von Aufzügen

Redakteur: Nico Litzel

ThyssenKrupp verbessert die Verfügbarkeit von Aufzügen mithilfe des Internets der Dinge. Zusammen mit Microsoft und dem kanadischen Unternehmen CGI hat der Aufzugbauer ein intelligentes, vernetztes Monitoring-System entwickelt.

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ThyssenKrupp Elevator ist weltweit für die Wartung von 1,1 Millionen Aufzügen verantwortlich. Auch das New Yorker „One World Trade Center“ (Mitte) verfügt insgesamt über 73 Aufzüge von ThyssenKrupp, von denen einige zu den schnellsten in der westlichen Hemisphäre zählen.
ThyssenKrupp Elevator ist weltweit für die Wartung von 1,1 Millionen Aufzügen verantwortlich. Auch das New Yorker „One World Trade Center“ (Mitte) verfügt insgesamt über 73 Aufzüge von ThyssenKrupp, von denen einige zu den schnellsten in der westlichen Hemisphäre zählen.
(ThyssenKrupp)

ThyssenKrupp Elevator, die Aufzugsparte des ThyssenKrupp-Konzerns, verbessert und vereinfacht das Service- und Wartungsgeschäft mithilfe von vernetzten Sensoren an Aufzügen. Diese senden Daten direkt in die Cloud, werden intelligent aufbereitet und schließlich Servicetechnikern übersichtlich und zentral bereitgestellt.

Das sei ein bislang einzigartiger Vorgang im Aufzugsgeschäft, erklärt Andreas Schierenbeck, CEO von ThyssenKrupp Elevator: „Wir wollen über den branchenüblichen Standard an vorbeugender Wartung hinausgehen. Damit sind wir in der Lage, voraussagenden, ja sogar präventiven Service anzubieten. Ziel ist die höchste Verfügbarkeit unserer Aufzüge.“ Aktuell ist das Unternehmen eigenen Angaben zufolge für die Wartung von weltweit 1,1 Millionen Aufzügen verantwortlich.

Zukunftsweisendes Konzept

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Diese Landflucht wird anhalten: Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO werden im Jahr 2050 sieben von zehn Menschen in Städten leben – das sind drei Milliarden mehr als heute. Sogenannte Megacities sind ohne Hochhäuser undenkbar – und Hochhäuser wiederum brauchen Aufzüge. Die höchste Verfügbarkeit von Aufzügen ist laut ThyssenKrupp Elevator eine daher Grundvoraussetzung dafür, dass diese Mega-Städte funktionieren.

Die von ThyssenKrupp, Microsoft und CGI entwickelte Anlagenüberwachungslösung vereint verschiedene Systeme von Microsoft, darunter Azure Intelligents System Service und Azure Machine Learning. CGI entwickelt als Partner von ThyssenKrupp mithilfe dieser Anwendungen eine sichere Verbindung zwischen den Aufzügen und der Cloud. Die Daten liefern dabei Tausende von Überwachungssensoren: Von der Temperatur des Antriebsmotors über die Schachteinstellung bis zur Kabinengeschwindigkeit und Türfunktion liefern diese Systeme einen umfassenden Überblick über den Status Quo eines Aufzugs.

Neue Geschäftsmodelle

Microsoft CEO Satya Nadella erklärte Mitte Juli auf der Microsoft Worldwide Partner Conference in Washington: „Damit ist dies für unsere Kunden wirklich das Internet der eigenen Dinge. Zum ersten Mal bieten wir eine effiziente und kostengünstige Lösung an, um die Produkte unserer Kunden per Computer zu vernetzen und ihre Daten übersichtlich aufzubereiten. Das klingt alles vielversprechend und folgt einem einfachen Zweck: Es wird das Geschäftsmodell völlig verändern.“

Anstatt wie bisher auf eine Störung zu reagieren, greifen Servicetechniker nun auf Echtzeitdaten zurück. Damit können sie bereits vor einem Ausfall des Aufzugs eingreifen. Da das System nicht nur Daten bereitstellt, sondern auch empfängt, versetzen Techniker einen Aufzug auch aus der Ferne in den Diagnose-Modus oder parken ihn auf einer bestimmten Etage. All das führt zu nach Angaben von ThyssenKrupp zu weniger Anfahrtszeiten, einer höheren Effizienz und zu geringeren Kosten.

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