Suchen

Kooperation mit 16 internationalen Service Providern Intel präsentiert Gütesiegel für Cloud-Technologien

| Redakteur: Michael Hase

Der Chip-Hersteller Intel hat gemeinsam mit 16 Service Providern ein Siegel für Cloud-Dienste vorgestellt. Durch das „Intel Cloud Technology“-Programm soll transparent werden, mit welchen Technologien die Anbieter ihre Dienste bereitstellen. Endkunden soll das bei der Kaufentscheidung helfen.

Firmen zum Thema

Die physikalische Infrastruktur hat entscheidenden Einfluss auf die Leistung von Cloud-Services. Mit seinem Siegel möchte Chip-Hersteller Intel für mehr Transparenz sorgen.
Die physikalische Infrastruktur hat entscheidenden Einfluss auf die Leistung von Cloud-Services. Mit seinem Siegel möchte Chip-Hersteller Intel für mehr Transparenz sorgen.
( © Woody - Fotolia)

Intel hat gemeinsam mit 16 internationalen Service Providern das „Intel Cloud Technology“-Programm ins Leben gerufen. Die Initiative soll IT-Organisationen bei der Evaluierung von Cloud-Angeboten unterstützen. Provider, deren Infrastruktur auf Intel-Technologie basiert und die am Programm teilnehmen, erhalten das „Powered by Intel Cloud Technology“-Siegel.

Anhand des Zertifikats lässt sich Intel zufolge erkennen, welche Technologien der Bereitstellung eines Cloud-Dienstes zugrunde liegen: Sicherheitsfunktionen, Qualität und Leistung der Hardware werden offen gelegt. Laut dem Chip-Hersteller verlangen immer mehr Endkunden nach solchen Informationen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Den Providern soll das Programm wiederum helfen, ihre Service-Angebote zu differenzieren.

Mehr Transparenz hinsichtlich der technischen Basis von Cloud-Diensten scheint durchaus sinnvoll, wie Untersuchungen in den USA gezeigt haben. Demnach schwankt bei Amazon Web Services (AWS) die Performance mehrerer Instanzen desselben Server-Typs zwischen 40 und 60 Prozent, je nachdem auf welcher physikalischen Hardware der Service bereitgestellt wird. Solche Abweichungen ergeben sich, weil die Infrastruktur in Amazon-Rechenzentren durch den Austausch von Geräten häufig nicht homogen ist.

Motor der Cloud

„Wie beim Autokauf beeinflusst die Art des Motors auch beim Cloud-Service die Leistung und Effizienz erheblich“, sagte Jason Waxman, General Manager der Cloud Platform Group bei Intel. „Cloud-Kunden wollen wissen, auf welcher Technologie ihre Anwendungen laufen, weil sich das direkt auf ihr Geschäft auswirkt.“

Das „Intel Cloud Technology“-Programm knüpft an die Zusammenarbeit des Chip-Riesen mit AWS an. Im September 2013 kündigten beide Unternehmen an, Kunden über Spezifikationen, Leistung, Qualität und Sicherheitsfunktionen der Intel-Technologien zu informieren, die AWS einsetzt.

Aktuelle Teilnehmer des Programms sind die Atos-Tochter Canopy (Großbritannien), Cloud4com (Tschechien), Cloudwatt, Online.net, OVH (alle Frankreich), Expedient, Rackspace, Savvis, Virtustream (alle USA), KIO Networks (Mexiko), KT (Südkorea), Locaweb, UOLDIVEO/UOL (beide Brasilien), Nxtgen (Indien) und Selectel (Russland).

(ID:42491378)