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ANS 7.0 soll SaaS-Performance im WAN garantieren Implementierung anwendungsbezogener End-to-End-SLAs für Cloud-Applikationen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das ANS (Autonomic Networking System) 7.0 unterstützt Unternehmen bei der Implementierung von SaaS-Projekten. Die aktuelle Version garantiert laut Hersteller Ipanema Technologies die Performance unternehmenskritischer Anwendungen und sichert die Geschäftskontinuität, während Unternehmen Schlüsselanwendungen in die Cloud migrieren. Neu ist die native SLA-Implementierung für SaaS-Applikationen wie Google Apps, Microsoft Office 365, IBM LotusLive und SalesForce.

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Ipanema Technologies macht mit ANS 7.0 den nächsten Schritt zum Cloud-ready Network.
Ipanema Technologies macht mit ANS 7.0 den nächsten Schritt zum Cloud-ready Network.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ipanema Technologies hat die Multi-Tenant-fähige Managementplattform Salsa von ANS um so genannte Application Performance Dashboards erweitert (einschließlich einer Version für iPhone/iPad). Dabei handelt es sich um zentrale Anzeigesysteme, die die Performance der SaaS-Anwendungen überwachen. Mit der ip|engine 20 – einem Gerät, das an den verschiedenen Standorten der Unternehmen installiert wird – sollen sich hybride Netzwerke aus MPLS- und Internetverbindungen zu einem einheitlichen Netz zusammenführen lassen.

Standorte als Drehkreuze des Netzwerkverkehrs

Die ip|engine 20 verlagert die Intelligenz an die Unternehmensstandorte, um die Konvergenz von unternehmensinternen und cloudbasierenden Anwendungen zu steuern. In einer hybriden Netzwerkarchitektur aus MPLS und Internet soll das System in Echtzeit die verfügbare Bandbreite und Performance der einzelnen Netzwerkpfade erfassen und für eine dynamische Ausfallsicherung der Anwendungsströme gemäß den jeweiligen anwendungsbezogenen Service Level Agreements (SLAs) sorgen.

Anwendungsbezogene SLAs werden benötigt, da die Unternehmensstandorte sich zunehmend zum Drehkreuz der Geschäftskommunikation entwickeln. Es gibt längst nicht mehr ausschließlich eine Quelle für den Netzwerkverkehr – an jedem Standort laufen Anwendungen aus dem unternehmenseigenen Rechenzentrum und Verkehrsströme aus dem Internet, von SaaS- und Hosting-Anbietern und Unified-Communications-Anwendungen zusammen.

ANS als Teil der Cloud-ready-Network-Strategie

Im Rahmen der Ipanema-Strategie Cloud ready Network soll ANS 7.0 die Implementierung anwendungsbezogener End-to-End-SLAs auf cloudbasierenden Applikationen erweitern. Virtuelle Geräte bringen ANS in gehostete Umgebungen. Die physikalischen Geräte an den Unternehmensstandorten lassen sich Ipanema zufolge so einfach installieren wie Kabelmodems. Metriken für die Anwendungsperformance geben Aufschluss über die Bereitstellungskette der Cloud-Anwendungen. Ipanema ermöglicht Unternehmen die Implementierung anwendungsbezogener End-to-End-SLAs für ihre geschäftskritischen Anwendungen, die sie in der unternehmenseigenen Umgebung betreiben. Anwendungen, die in der öffentlichen Cloud bereitgestellt werden, würden lückenlos überwacht, deren Performance soll über das unternehmensweite WAN an die SLAs angepasst werden. Im Zuge der Markteinführung von ANS 7.0 sollen bis Ende 2011 folgende Produkte verfügbar sein:

  • Die nano|engine ist ein speziell für das Cloud ready Network konzipiertes physikalisches Gerät, das an den Unternehmensstandorten installiert wird. Es soll hohe Bandbreiten unterstützen und sich per Plug & Play installieren lassen. Das Gerät überwacht die Performance kombinierter Verkehrsströme aus Cloud-, Inhouse- und Peer-to-Peer-Anwendungen an modernen Unternehmensstandorten. Darüber hinaus hätten Service Provider die Möglichkeit, ihr Serviceangebot auf kleine und mittlere Unternehmen auszuweiten.
  • Die virtual|engine ist ein virtuelles System, das die Funktionskomponenten „QoS & Control“ zur Sicherstellung der Servicequalität und Steuerung der Anwendungsströme, „Anwendungsvisibilität“ für eine erhöhte Transparenz des Anwendungsverkehrs, „WAN-Optimierung“ zur Optimierung des WAN-Verkehrs und „Dynamische WAN-Auswahl“ für die dynamische Selektion des jeweils geeigneten Netzwerkpfads integriert. Die virtual|engine ist ein Software-Image, das sowohl im unternehmenseigenen Rechenzentrum als auch bei einem IaaS-Anbieter installiert werden kann. Unternehmen sollen hiermit alle Vorteile von ANS durchgängig über die gesamte Bereitstellungskette ausschöpfen können, ohne dass physikalische Systeme erforderlich seien.

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