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Daten verschlüsseln und anbieterübergreifend verwalten IBM baut Wolke der Wolken mit ICStore

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mit dem Software-Tool Intercloud Storage (ICStore) verspricht IBM Ausfallsicherheit und Datenschutz für Informationen in der Cloud. Die Lösung verschlüsselt Daten und speichert diese auf Plattformen verschiedener Anbieter.

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Per JClouds will IBM über 20 key-value stores (KVS) unterstützen.
Per JClouds will IBM über 20 key-value stores (KVS) unterstützen.
(Bild: IBM)

Wenn Unternehmen Daten in der Cloud verlagern, binden sie sich damit architekturbedingt an einen Anbieter und müssen darauf vertrauen, dass dieser Daten ausfallsicher und manipulationsgeschützt verwahrt. Ein von IBM vorgestelltes Software-Kit soll das jetzt ändern.

Die Intercloud Storage (ICStore) genannte Lösung kann Daten nicht nur verschlüsseln, sondern auch über Cloudspeicher mehrerer Anbieter verteilen beziehungsweise replizieren. IBM bezeichnet den Ansatz bildlich als "Wolke der Wolken".

Anwender sollen Dateien per Drag and Drop über ein "Object Storage"-Interface verschieben – gerade so, wären sie auf einem lokalen Datenträger gespeichert. Alternativ könne die Lösung auch blockbasierte Daten oder Snapshots verwalten.

Fällt eine Cloud aus, springt automatisch ein alternativer Cloudspeicher als Backup ein, Informationen bleiben also stets verfügbar. Wenn ICStore Daten redundant ablegt, kümmert sich die Lösung laut IBM selbst um Speichereffizienz, Datensynchronisation und Koordination von Metadaten. Zwischen den Clients der einzelnen Clouds müsse keine Synchronisierung stattfinden.

Standardmäßig nutzt IBM die eigene SoftLayer-Infrastruktur als Cloudspeicher. In einem Demovideo zeigt der Hersteller aber auch den Zugriff auf Amazon Web Services (S3) und will zudem per JClouds über 20 key-value stores (KVS) unterstützen.

IBM hat ICStore zum Patent angemeldet und will die Lösung auf der CeBIT 2014 in Halle 2 präsentieren.

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