Red Hat EMEA Partner Conference 2019

Hybride Cloud mit rotem Hut

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Hubert Schweinesbein, Senior Manager EMEA Partner Enablement Team bei Red Hat auf der Partnerkonferenz in Prag.
Hubert Schweinesbein, Senior Manager EMEA Partner Enablement Team bei Red Hat auf der Partnerkonferenz in Prag. (Bild: Red Hat)

Alle zwei Jahre finden sich Red-Hat-Partner zur EMEA-Partnerkonferenz zusammen. Die diesjährige Veranstaltung drehte sich hauptsächlich um Aspekte der Hybrid Cloud. Red-Hat-Manager Hubert Schweinesbein war vor Ort, blickt zurück und fasst die Kernbotschaften für den Channel zusammen.

Die EMEA-Partner von Red Hat trafen sich in Prag, um sich über Produktneuheiten zu informieren und zu erfahren, wohin die Reise für die Community strategisch geht. „Letzten Endes geht es aber auch darum, den Gedanken der Offenheit und der Community-Zusammenarbeit zu stärken“, sagt Hubert Schweinesbein, Senior Manager EMEA Partner Enablement Team, Red Hat. Dem Ruf nach Prag folgten rund 700 Partner. Zusammen mit Red-Hat-Mitarbeitern kam so eine Linux-Community von über 1.000 Leuten aus 45 Ländern, also nicht nur aus dem Raum EMEA, zusammen. Dass auch Teilnehmer aus den USA, Indien oder Südafrika kamen, hat mit internationalen Partnern zu tun, beispielsweise Capgemini oder Devoteam.

„Eine der Kernbotschaften war das Bekenntnis zur Hybrid Cloud“, sagt Schweinesbein: „Wobei es hier nicht bei Buzzwording blieb, sondern technisch und taktisch in die Tiefe ging.“ Beispielsweise bei den Themen „Cloud Native Development“ und „Cloud Native Infrastructure“. Produktseitig spielen daher hauptsächlich die Software-Lösungen OpenShift und Enterprise Linux 8 eine Rolle.

Community-Gedanke

Rund 90 Breakout-Sessions wurden zur ­inhaltlichen Vertiefung angeboten. Hier ging es um Spezialthemen wie neue Features in Red Hat OpenShift, Sales- und Marketingaktionen oder auch um die im Tagesgeschäft relevante Frage, wie komplexe Proof-of-Concept-Anfragen von Kunden am besten angegangen werden sollten, um im Projekt zu punkten.

„Zudem wurden 31 so genannte Labs organisiert“, so der Red-Hat-Manager. Das sind Events, die rund zwei Stunden dauern und technische Themen in Hands-on-Manier behandeln. Hier steht beispielsweise Containertechnologie und das Entwerfen von Skripten auf der Agenda, sodass die Teilnehmer lernen konnten, wie man viele SAP-Server auf Knopfdruck automatisiert ausrollt.

Auf Einladung des Herstellers nahmen bestimmte Partner an Roundtables teil, bei denen über strategische Weichenstellungen im Red-Hat-Universum debattiert ­wurde, etwa zur Frage, was die Zusammenarbeit mit SAP angeht. Einigkeit herrscht bei der grundsätzlichen Positionierung als Hybrid-Cloud-Realisierer. Schweinesbein: „Die Hybrid Cloud ist aus Red-Hat-Perspektive die grundlegende IT-Plattform für On-Premises- sowie Cloud-Anwendungen. Wenn es in diesem Umfeld um Cloud-­native Entwicklung geht, greift der Begriff bei Red Hat und Partnern nicht nur tiefer als Fragen um Compiler, sondern es geht auch um grundlegende Architekturfragen. Der Microservices-Gedanke ist hier dominierend, also das Entwickeln von Anwendungen, die in Containern laufen und über APIs miteinander kommunizieren.“

Kulturwandel in der Branche

Julius Ganns, VP Digital & Strategic Innovation bei Vorwerk, verdeutlichte in seiner Keynote, warum es bei der Digitalen Transformation letzten Endes um einen Kulturwandel im Unternehmen geht. „Vorwerk hat beim Thermomix gezeigt, wo die Reise hingeht und dass es hierbei nicht mehr möglich war, diesen so zu entwickeln wie beispielsweise einen Staubsauger“, rezipiert Schweinesbein. „Denn die neuen Thermomix-Generationen verfügen über Internetanbindung und Zugriff auf eine Rezeptdatenbank.“ Vorwerk musste sich dafür in gewisser Weise zu einem „agilen Software-Hersteller mit Startup-Mentalität“ entwickeln und sich neuen Fragen stellen: Wie gewinne ich Experten und Mitarbeiter? Wie gestalte ich den Kulturwandel? Wie halte ich gefragte Leute?

Diese Themen treiben auch die Red-Hat-Partner um, weiß Schweinesbein. Zudem sei mehr oder weniger in der ganzen Branche ein Kulturwandel anzutreffen. Auch Red Hat hat sich in diesem Kontext in die Karten der Personalpolitik und der Organisationsentwicklung blicken lassen, was bei den Teilnehmern mit eigenen Personalherausforderungen gut ankam.

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