Neues aus dem VMware-Stall Hybrid Cloud und SDDC à la VMware

Redakteur: Ulrike Ostler

Derzeit läuft die VMworld US 2015. Somit trudelt eine ganze Reihe von Update und Neuvorstellungen zu VMware und seiner Hybrid Cloud Plattform ein, also neue Public Cloud Services und Software-Defined-Produkte. Hier eine Übersicht:

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Bei der VMworld 2015 dreht sich alles um eine einheitliche Hybrid Cloud Plattform.
Bei der VMworld 2015 dreht sich alles um eine einheitliche Hybrid Cloud Plattform.
(Bild: VMware)

Die neuen Public Cloud Services und Software-Defined Produkte sollen Kunden eine schnellere Entwicklung von Anwendungen, verbesserte IT-Sicherheit, schnelle Wiederherstellung nach Ausfällen und die Generierung von Geschäftswerten ermöglichen. Raghu Raghuram, Executive Vice President und General Manager, Software-Defined Data Center Division bei VMware, erläutert: „Die digitale Unternehmenstransformation erschafft über alle Branchen hinweg sowohl neue Chancen als auch neue Risiken. Anwendungen sind der Treibstoff der digitalen Unternehmenstransformation.“

Mit der VMware-Strategie „One Cloud, Any Application, Any Device“ und einer einheitlichen Hybrid Cloud Plattform wolle VMware den Branchenführern von morgen beständige, sichere und zuverlässige Bereitstellung von Anwendungen in bewährter Qualität erlauben. Gleichzeitig könnten Unternehmen mit der Agilität eines Startups Innovationen durchführen.

Die einheitliche Hybrid Cloud Plattform von VMware basiert nach wie vor auf dem Kernprodukt „vSphere“. Des Weiteren liegen der Hybrid Cloud Plattform eine Software-Defined Datacenter-Architektur zugrunde. Diese biete den Kunden Offenheit und Wahlfreiheit bei der Erstellung und dem Management von Anwendungen und Cloud-Umgebungen basierend auf ihren eigenen Bedürfnissen.

VMware erweitert sein Public Cloud Services Portfolio

Dazu kommt „VMware vCloud Air“, die Public Cloud-Komponente der Plattform. Das Produkt ermöglicht eine Verbindung zwischen dem Rechenzentrum und der Cloud, so dass im Idealfall alle Ressourcen über die Hybrid Cloud zugänglich sind und geteilt werden können. Wie der Anbieter es darstellt, lassen sich mit vCloud Air die digitalen Prozesse optimieren, die notwendig sind, um den Wert von Anwendungen in der Realität umzusetzen.

Die neuen oder erweiterten vCloud Air Services beinhalten:

VMware vCloud Air Disaster Recovery Services – VMware bietet nach eigener Darstellung „einen einzigartigen Ansatz“ für Cloud Disaster Recovery. Dieser beinhaltet eine zentrale Cloud-basierte Management-Konsole und Cloud Services, die einen einheitlichen Schutz aller Ressourcen sowohl on- als auch off-premise bieten.

Die wichtigsten Erweiterungen:

  • Disaster Recovery OnDemand: VMware bietet für dieses vCloud Air-Part eine neue Bezahloption, bei der sich die Kosten am tatsächlichen Verbrauch orientieren. Kunden zahlen eine Pauschalgebühr für jede gesicherte VM und deren Speicherplatz. Wird ein DR-Test durchgeführt oder tritt ein DR-Fall ein, zahlen Kunden lediglich für die genutzte Rechenleistung während die VMs in Betrieb sind.
  • Site Recovery Manager Air: Dieses Software-as-a-Service-Angebot bietet Kunden von vCloud Air Disaster Recovery eine Management-Software für Entwicklung, Test, Durchführung und Zusammenstellung zentralisierter Business Continuity- und Disaster Recovery-Strategien. Der Dienst ermöglicht schnelle, zuverlässige und umfassende Widerherstellung von Multi-VM Anwendungen und Rechenzentren in VMware vCloud Air.
    VMware vCloud Air Disaster Recovery OnDemand und Site Recovery Manager Air werden voraussichtlich im Rahmen eines Early Access Programms in Q4 2015 erhältlich sein.
  • VMware vCloud Air Object Storage: Das Angebot umfasst ein Portfolio von skalierbaren, zuverlässigen und kostengünstigen Storage-Services für unstrukturierte Daten. VMware vCloud Air Object Storage basiert auf Google Cloud Storage und ist integriert in vCloud Air OnDemand.
  • VMware vCloud Air Object Storage powered by EMC“ basiert auf „EMC ViPR“, das von EMC Cloud Services angeboten wird und in vCloud Air OnDemand integriert ist.
    VMware vCloud Air Object Storage powered by EMC wird voraussichtlich im Rahmen eines Early Access-Programms in Q3 2015 verfügbar sein.

Die VMworld Europe findet vom 12. bis zum 15. Oktober in Barcelona statt.
Die VMworld Europe findet vom 12. bis zum 15. Oktober in Barcelona statt.
(Bild: VMware)

vCloud Air Object Storage ist nach Herstellerangaben einfach einzurichten, belastbar sowie hochverfügbar und reduziere damit die Anforderungen an Datensicherung durch eine integrierte Redundanz. Durch einfachen Zugang „zu jeder Zeit und von jedem Gerät und Standort aus“ unterstützt es weltweite Anwendungsfälle.
VMware vCloud Air Object Storage powered by Google Cloud Platform ist ab sofort erhältlich.

  • VMware vCloud Air SQL: Hierbei handelt es sich um ein neues Database-as-a-Service-Angebot, das einfachen Zugang zu skalierbaren, in der Cloud gehosteten relationalen Datenbanken bietet. Es wird in einem Pay-as-you-go-Modell angeboten und basiert auf vSphere. Der Dienst unterstützt hybride Datenanwendungen, die laut Anbieter nahtlos und sicher on-premise-Datenbanken in die Cloud erweitern. VMware vCloud Air SQL wird „Microsoft SQL Server“ in einer Vielzahl von Speicher-, Rechen- und Storage Optionen unterstützen; der Support für weitere relationale Datenbanken ist in Planung.
    VMware vCloud Air SQL ist jetzt im Rahmen eines Early Access Programms erhältlich.

Aktuelle Produktversionen für das Software-Defined Datacenter

Marktuntersuchungen haben ergeben, dass das Software-Defined Datacenter bereits in naher Zukunft die etablierte Basis sein wird, da sich die Kunden nach der Virtualisierung von Rechenressourcen hin zur Storage- und Netzwerk-Virtualisierung bewegen. Eine Prognose von Research and Markets zeigt, dass der Markt für das Software-Defined Datacenter im Jahr 2020 die Marke von 77,18 Milliarden Dollar erreichen wird – für 2015 wird ein Wert von 21,78 Milliarden Dollar prognostiziert.

Die Untersuchung "Software Defined Data Center (SDDC) Market by Solution, by End User and by Regions - Global Forecast to 2020" stammt von Research ans Markets.
Die Untersuchung "Software Defined Data Center (SDDC) Market by Solution, by End User and by Regions - Global Forecast to 2020" stammt von Research ans Markets.
(Bild: Reserach and Markets)

VMware NSX 6.2 – Das jüngste Release ermöglicht Unternehmen Anwendungskontinuität durch Disaster Recovery und Metro-Pooling für den effizienteren Gebrauch von Ressourcen innerhalb eines Rechenzentrums und über Rechenzentren hinweg. Mit VMware NSX können Kunden die Recovery Time Objective um bis zu 80 Prozent verkürzen. VMware NSX 6.2ermöglicht außerdem vereinfachte Integration mit der physischen Infrastruktur sowie vereinfachte und einheitliche Betriebsabläufe für das gesamte Rechenzentrumsnetzwerk als auch die Ausweitung der Mikrosegmentierung auf physische Server. Weiterhin vereinfachen neue Funktionen wie Traceflow und Central CLI die Arbeitsabläufe und die Sichtbarkeit. Auf diesem Blog erfahren Sie mehr über VMware NSX 6.2.

VMware NSX 6.2 ist sofort erhältlich und kann entweder in einer befristeten oder unbefristeten Lizenz erworben werden. Die Listenpreise für eine unbefristete Lizenz beginnen bei 4.995 Dollar pro CPU und Listenpreise für eine Laufzeit-Lizenz beginnen ab 34 Dollar pro VM pro Monat, Mengenrabatte sind verfügbar.

VMware vRealize Operations 6.1 –Das Management Framework eignet sich laut Anbieter für Unternehmen, die nach der Private Cloud neue Technik für die Hybrid Cloud übernehmen. Durch die die so genannte Intelligent-Workload-Placement-Funktion stimmt VMware vRealize Operations die Arbeitslast mit den kundenspezifischen IT- und Geschäftsanforderungen ab und empfiehlt die Ausführungsumgebung.

Durch proaktives Rebalancing lassen sich, so der Hersteller, diese Bedürfnisse kontinuierlich erfüllen. VMware vRealize Operations verfügt über native Monitoring-Funktionen für das Betriebssystem und die Anwendungen. Weiterhin können durch Predicitive Analytics proaktiv potentielle Probleme in der Infrastruktur sowie den Anwendungsstacks von einer einheitlichen Management Lösung, die selbstständig dazulernt, erkannt und vermieden werden.

vRealize Log Insight 3 – Neue Features ermöglichen eine Verdopplung der Leistung und Performance auf bis zu 15.000 Nachrichten pro Sekunde, Verbesserungen in der Fehlertoleranz in Clustern, verbesserte Analyse mit neuen Optionen für die grafische Auswertung und Abfrage-Aufnahmen, optimierte Integration mit vRealize Operationsund verbesserte Big Data-Abfragen.

VMware Integrated OpenStack 2 – VMware Integrated OpenStack 2 basiert auf „OpenStack Kilo“ und ist somit auf dem aktuellen Stand des OpenStack-Code. VMware Integrated OpenStack 2 bietet eine nahtlose Upgrade-Funktion, die eine der größten Herausforderungen bei der Bereitstellung und im Betrieb von OpenStack Clouds adressiert.

VMware Integrated OpenStack wird unter anderem Neuerungen im Load-Balancing-as-a-Service, Ceilometer und Heat Auto Scaling beinhalten und so dazu beitragen, dass VMware-basierte OpenStack Clouds skalierbarer, performanter und stabilerwerden. VMware Integrated OpenStack wird Service Providern über das VMware vCloud Air Network zur Verfügung stehen.

VMware Site Recovery Manager 6.1 – Das Wiederherstellungs-Tool wird mit VMware NSX 6.2 integriert, so dass die IT durch den Einsatz von Netzwerk-Virtualisierung das Disaster Recovery-Management vereinfachen und die Widerherstellung im Software-Defined Datacenter beschleunigen kann. VMware Site Recovery Manager wird die Live-Migration von VMs zwischen den Standorten durch die Automatisierung von cross „vCenter“-„vMotion“-Vorgängen steuern.

Auf diese Weise können Desaster durch Evakuierung vermieden oder ganze Rechenzentren ohne Ausfallzeiten verlegt werden. VMware Site Recovery Manager ist kompatibel zu VMware vSphere Storage Policy-based Management und ermöglicht automatischen, regelbasierten Katastrophenschutz für VMs. VMware Site Recovery Manager wird Stretched Cluster-Lösungen unterstützen, einschließlich „EMC VPLEX“, „Hitachi Virtual Storage Platform“ und „IBM SAN Volume Controller“.

VMware vSphere APIs für IO-Filtering – Die Funktion ermöglichen es Partnern wie Asigra, EMC, Infinio, PrimaryIO, Samsung, SanDdsk und Storagecraft Third-Party-Software-basierte Datendienste wie Replikation und Caching anzubieten. Diese Datendienste werden vollständig in vSphere integriert sein und durch vSphere Storage Policy-based Management verwaltet – das gleiche Framework, das für die Verwaltung aller Software-Defined Speicherdienste in vSphere genutzt wird.

VMware Integrated OpenStack 2, Virtual SAN 6.1, vRealize Operations 6.1, vRealize Log Insight 3, Site Recovery Manager 6.1 und VMware vSphere-APIs für IO-Filtering werden voraussichtlich im 3. Quartal 2015 verfügbar sein.

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