Die Konkurrenz aus der Substanz heraus bestreiten

HPs Strategie und Kämpfe

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Die Strategie stellt weiterhin die Optimierung der betrieblichen Prozesse (Operational Excellence) und Innovationen in den Mittelpunkt und nicht das Thema Kostensenkung; dadurch könnte der Handlungsspielraum eingeschränkt sein. Im Gesamtdienstleistungsmarkt waren HPs Erfolge – auch schon vor dem Aufkauf von EDS – eher bescheiden; jetzt wurde die Führungsriege ausgetauscht.

Höhere Gewinnmargen und Umsätze in diesem nur langsam wachsenden Markt erschweren die Wende zusätzlich. Der Geschäftsbereich Printing & Personal Systems besteht aus Massenprodukten mit geringem Wachstumspotential; obwohl HP in diesem Marktsegment einen erheblichen Marktanteil hält, dürfte es problematisch sein, sich hier hervor zu tun.

Der eigentliche PC-Markt schrumpft – ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht, da die Anwender lieber auf andere Plattformen umsteigen, bei denen HP derzeit nicht mitmischt. HP wird auch daran gemessen werden, wie gut es gelingt, die PC- und Printing-Sparte mit den Enterprise Group Sparten zu verknüpfen.

Wenn es HP nicht schafft, aus den ganzen Einzelteilen entsprechenden Nutzen zu ziehen, werden diese Volumengeschäfte für das Unternehmen nur einen begrenzten Wertbeitrag liefern. In den Segmenten Enterprise Systems und Cloud Computing sind die Ergebnisse für HP gemischt.Ganz bestimmt ist von den üblichen Konkurrenten aggressiver Wettbewerb zu erwarten, was die Wachstumsraten und Gewinne eher in Grenzen hält.

Wenn Chefin Whitman es schafft, so lange durchzuhalten, bis ihr Plan umgesetzt ist, könnte HP überleben und auf Wachstumskurs gebracht werden. Angesichts der Geschichte ihrer Vorgänger stehen ihre Überlebenschancen allerdings bestenfalls auf mittelprächtig. IT-Verantwortliche sollten HP weiterhin auf der Shortlist behalten, dem Hersteller allerdings die Lösungen der Konkurrenz vorhalten und so bei den Preisen, Service Levels und Vertragsbedingungen das Beste herausholen.

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