Entwicklungsprojekt „Odyssey“ bringt Systemwelten zusammen HP will x86-Server so zuverlässig wie Unix-Systeme machen

Redakteur: Michael Hase

Im Entwicklungsprojekt „Odyssey“ führt HP die Betriebssysteme Unix, Windows und Linux zusammen: Das Projekt soll die Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit von Unix-Plattformen mit der Vertrautheit und Kosteneffizienz von Standard-Server-Architekturen verbinden.

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Martin Fink, zuständig für Business Critical Systems bei HP, beschreibt „Odyssey“ als offenen, integrierten Ansatz.
Martin Fink, zuständig für Business Critical Systems bei HP, beschreibt „Odyssey“ als offenen, integrierten Ansatz.

Unter dem Leitbegriff „Converged Infrastructure“ ist HP vor rund zwei Jahren angetreten, die Silo-Strukturen in Rechenzentren zu überwinden. Jetzt bringt der IT-Konzern im Entwicklungsprojekt „Odyssey“ die Welten von Unix- und x86-Servern näher zusammen. Dabei will HP zentrale Technologien von Integrity-Servern und dem Betriebssystem HP-UX auf die x86-Welt übertragen.

Integrity-Server arbeiten mit dem Itanium-Prozessor von Intel, der auf der Epic-Architektur basiert. Durch die Übertragung von Technologien aus der Unix-Welt sollen sich x86-Server künftig ebenso als Plattform für geschäftskritische Anwendungen eignen wie Integrity-Systeme.

„Unsere Kunden wünschen sich die Qualität, die sie von geschäftskritischen HP-UX-Umgebungen auf Integrity-Servern kennen, auch für x86-Infrastrukturen“, sagt Martin Fink, Senior Vice President Business Critical Systems bei HP. „Im Gegensatz zum Wettbewerb liefert HP einen offenen, integrierten Ansatz für eine übergreifende Plattform.“

Blades mit x86-Prozessoren für den Superdome

Im Zuge des „Odyssey“-Projekts will HP in den kommenden zwei Jahren Blades mit Intel-Xeon-Prozessoren für den Superdome 2 (Codename „DragonHawk“) und für das C-Class-Chassis (Codename „HydraLynx“) ausliefern. Parallel dazu sollen Windows- und Linux-Umgebungen mit HP-UX-Innovationen verstärkt werden.

Mit DragonHawk können Kunden in einem Superdome-2-Gehäuse sowohl Blades mit Itanium-Prozessoren als auch Blades mit Xeon-Prozessoren verwenden. Damit lassen sich HP-UX, Windows und Linux gleichzeitig in einem Superdome-2-System betreiben.

Mehr Zuverlässigkeit für Linux und Windows

Für Linux- und Windows-Umgebungen soll die Übertragung von Unix-Entwicklungen auf x86-Systeme mehrere Vorteile bieten:

  • Höhere Skalierbarkeit durch symmetrische DragonHawk-Multiprozessorsysteme mit 32 Sockeln: Die Systeme lassen sich auf hunderte von Kernen skalieren und unterstützen große, komplexe Arbeitslasten.
  • Steigerung der Ausfallsicherheit und Flexibilität durch den Einsatz von HydraLynx-Server-Blades für das C-Class-Gehäuse auf x86-Architektur mit zwei, vier und acht Sockeln.
  • Bessere Verfügbarkeit von kritischen Linux-Anwendungen durch die Lösung HP Serviceguard, die Workloads bei Server-Ausfällen automatisch auf andere Rechner verschiebt.
  • Mehr Flexibilität und höhere Verfügbarkeit von x86-Systemen durch Partitionierung: Die nPartitions-Technologie, die einzelne Partitionen (nPars) elektrisch voneinander isoliert, soll eine präzise Partitionierung von Systemressourcen über mehrere Prozesse hinweg ermöglichen.
  • Bessere Geschäftskontinuität durch die integrierte Analysis Engine for x86: Laut Hersteller liefert sie effiziente Diagnosen, repariert komplexe Systemfehler automatisch und stellt die Systemstabilität innerhalb von Sekunden wieder her.
  • Mehr Zuverlässigkeit von x86-Systemen durch die fehlertolerante Technologie HP Crossbar Fabric. Sie soll Redundanz und Hochverfügbarkeit sicherstellen, indem sie den Datenverkehr innerhalb des Systems intelligent routet.

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