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Überblick über noch mehr Angebote Homeoffice aus der Cloud (Teil 2)

Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Florian Karlstetter

In Zeiten von Corona blüht Angebot und Nachfrage nach Homeoffice-Lösungen. Zuletzt haben wir uns mehr als 15 Lösungen unterschiedlichster Art angesehen, heute schieben wir über zehn nach.

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In Zeiten von Corona blüht Angebot und Nachfrage nach Homeoffice-Lösungen.
In Zeiten von Corona blüht Angebot und Nachfrage nach Homeoffice-Lösungen.
(Bild: gemeinfrei, kueckhovener / Pixabay)

Früher schon haben wir uns den rechtlichen Aspekten des Homeoffice zugewendet, den Gadgets, um die Stimmung und die Sauberkeit am heimischen Schreibtisch zu erhöhen sowie den Möglichkeiten zur Zeiterfassung. Nach einer ersten Übersicht beleuchtet CloudComputing Insider heute weitere sofort verfügbare Optionen fürs Homeoffice.

Weitere Homeoffice-Angebote

Prinzipiell kann der „Digital Workplace“ ganz verschieden ausgeformt sein, vom Desktop „as-a-Service“ (DaaS) bis hin zum „Thin Client“ ist alles drin. Entscheidend bei der Wahl ist natürlich das Aufgabengebiet – für so manchen Mitarbeiter mag ein einfaches Collaboration-Tool mehr als ausreichend sein, wieder andere benötigen die Anbindung an SAP- oder gar CAD-Systeme – was eine entsprechend breitbandige und sichere Verbindung voraussetzt.

CloudComputing Insider hat die jüngsten Offerten gesammelt. Die Auflistung ist zwangsläufig unvollständig, das Angebot ist einfach zu groß, um es vollständig zu erfassen. Auch sind die Lösungen sehr unterschiedlich ausgeformt, bei Interesse müssen Verantwortliche den Provider kontaktieren.

  • Gerade erst haben wir prominent Workflow Emergency Outreach, ServiceNow Now Mobile App, Workflow Emergency Self Report und Workflow Emergency Exposure Management auf der Now-Platform thematisiert. Alle vier Apps stehen ServiceNow-Kunden ab sofort bis zum 30. September 2020 kostenlos zur Verfügung.
  • Bei CenterDevice werden Dokumente zentral in einer deutschen Cloud (C5 testiert) gespeichert. Teams können ohne Administrationsaufwand Projekträume erstellen oder externen Mitarbeitern Zugriff auf Dokumente ermöglichen. Kommentarfunktion, einer rechtssicheren Archivfunktion und Auditierung für besonders sensible Vorgänge, Versionierung und Workflows ergänzen den Funktionsumfang. Das Angebot inkl. 10 GB Speicher/Nutzer und kostenfreier Gastzugänge ist bei einer Registrierung bis zum 30.04.2020 bis Jahresende kostenlos, dann werden zehn Euro pro Monat und Nutzer fällig, jedes weitere GB kostet 0.50 Euro. Es gibt Webinare und Schulungsvideos.
  • Poly offeriert Headsets mit Active Noise Cancelling (ANC), die im Home Office vor Ablenkungen und störende Hintergrundgeräusche – seien es Kinder, Haustiere oder die laufende Spülmaschine - bewahren sollen. Verschiedene Modelle stehen zur Auswahl, ähnlich verhält es sich mit Video-Lösungen.
  • Jalios, ein französischer Hersteller von Digital Workplace-Lösungen, bietet seine JCloud-Plattform inklusive diverser Office-Anwendungen an. „JPlatform Ready" ist ein vorkonfiguriertes Angebot im Lizenzmodus, erhältlich ab 200 Benutzern.
  • Mit TeamDrive lassen sich virtuelle Laufwerke einrichten, um für einzelne Mitarbeitende, eine ganze Abteilung oder gar die komplette Firma gemeinsame Arbeitsräume in der Cloud zu schaffen. Die virtuellen Räume entsprechen den gesetzlichen Anforderungen vom Datenschutz bis zur Revisionssicherheit. Programme wie Microsoft Office funktionieren ohne Änderungen – nur werden die Dokumente verschlüsselt über die Cloud synchronisiert und jeder Zugriff kann von Zuhause erfolgen. Die Kosten liegen bei 4,95 Euro monatlich pro Arbeitsplatz.
  • smapone bietet eine „Mitarbeiter-Informationsapp“ sowie eine digitale Zeiterfassung für das Homeoffice.
  • Extreme Networks, Experte für Cloud-basierte Netzwerklösungen, bietet das Extreme Portable Branch Kit an, eine kuratierte Lösung für den schnellen Einsatz von Zweigstellennetzwerken sowie von Telearbeitern. Kunden können Zahlungen bis zum 1. Juli aufschieben.
  • Collaboration-Spezialist Avaya hat Avaya Spaces am Start, mit denen Chat-, Telefon- und Videokonferenzen für bis zu 200 Teilnehmer durchgeführt werden können. Bei Nutzung der kostenlosen Essential-Version gibt es aktuell die kostenpflichtigen Business-Funktionen für 90 Tage dazu. Mit Avaya Cloud gibt es eine Lösung für den schnellen Umzug ins Homeoffice.
  • Auch interessant: Die Kommunikationsagentur PR!ZM und die Messe-Experten von La Concept haben sich zusammengetan und die „Home Fair live“ entwickelt. Damit können Unternehmen entsprechend dem Motto „Livestream statt Messeauftritt“ Ihre Marke und ihre Kommunikation übers Netz vermitteln.
  • Die „DFA-Box“ (Desktop From Anywhere) der techIT GmbH aus Nagold im Schwarzwald ist eine Hard- und Softwarebox für den virtuellen Arbeitsplatz. Dieser kann gesichert (https/SSL) von einem Endgerät im Firmennetz als auch über Internet von einem beliebigen PC/Mac, Tablet oder Smartphone genutzt werden. Es gibt wahlweise Windows 10 Enterprise (E3) mit 10 VDIs oder Linux / Ubuntu mit 10 VDIs. Ebenfalls verfügbar ist Windows 2019 RDS (Terminal-)Server der bis zu 30 Zugriffe pro Box ermöglicht. Die Box kann über Leasing zu 149 Euro im Monat finanziert werden. Zusätzlich fallen Zugriffskosten und Lizenzgebühren an.
  • Die sayTEC AG unterstützt Unternehmen und Behörden bei der Einrichtung von hochsicheren Homeoffice-Arbeitsplätzen. Die Lösung "sayTrust" ermöglicht den Netzwerkzugriff mit der Virtual Protected Secure Communication (VPSC)-Technologie.
  • Praktisch alle Security-Anbieter bieten Rat und Tat zu Absicherung von Homeoffice-Arbeitsplätzen. Im Webinar „Coronavirus - Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber, Führungskräfte und Personalverantwortliche“ am 2. und 8. April 2020 gibt Rechtsanwalt Frank Gust zudem Informationen zu den drängendsten rechtlichen Fragen: Maßnahmen und Pflichten der Arbeitgeber zur Vorbeugung von COVID-19-Infektionen, Weisungsrechte des Arbeitgebers, Anspruch auf Entgeltfortzahlungen und zur Kurzarbeit.
  • Im iTunes Store und Google Play Store steht mit der "ZMI–App" eine Möglichkeit zur Erfassung von Arbeitszeiten sowie Auftrags- und Projektzeiten bereit. Die erfassten Daten stehen wiederum in der Zeiterfassung für Lohnabrechnung sowie für die Nachkalkulation von Aufträgen und Projekten zur Verfügung und können zudem in weitere digitale Applikationen des Kunden einfließen.
  • Damit Sie im Homeoffice keine Krise bekommen, offeriert Efecte eine kostenfreie Krisenmanagement-Lösung. Mit „Crisis-Ops” können Efecte-Kunden sofort erkennen, wo Probleme bestehen, automatisiert Aufgaben erstellen, zuweisen und verteilen sowie alle Stakeholder anhand einer Ampel-Visualisierung informieren.

Weitere Tipps von CloudComputing Insider

Bereits im vergangenen Jahr hat CloudComputing Insider umfangreiche Tipps für die Einführung von Homeoffice-Arbeitsplätzen gegeben. Es lohnt sich beispielsweise, einen genauen Blick auf den Cloud-Provider und seinen Umgang mit Daten gemäß der DSGVO zu werfen. Auch sollten Daten beim Austausch verschlüsselt werden, Backup-Verfahren installiert sein und Sicherheitsmaßnahmen implementiert sein, um das Risiko von Cyber-Attacken zu minimieren.

Fazit: Mit dem richtigen technischen Equipment, entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen und einer durchdachten Kommunikation stellt die Arbeit im Homeoffice keine Hürde dar, sondern verhilft Mitarbeitern zu mehr Flexibilität und Zufriedenheit.

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Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

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Journalist