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FAAPS liefert in Echtzeit aktuelle Karten von Flutgebieten Hochwasserhilfe aus dem All

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Capgemini hat ein Cloud-basiertes System zur Hochwasser-Überwachung vorgestellt. Der Fully Automated Aqua Processing Service (FAAPS) unterstützt Rettungskräfte aber offenbar nur mit punktuellen Daten.

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FAAPS bereitet Satellitendaten offenbar kurzfristig für konkrete Kriseneinsätze auf und nutzt hierfür Hadoop und AWS.
FAAPS bereitet Satellitendaten offenbar kurzfristig für konkrete Kriseneinsätze auf und nutzt hierfür Hadoop und AWS.
(Bild: FAAPS)

Das FAAPS soll künftig Einsatz- und Rettungskräften nahezu in Echtzeit Überschwemmungskarten auf mobile Endgeräte und Krisenmanagementsysteme liefern. Mitgewirkt haben am Cloud-basierten System neben dem Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini auch die Partner GeoVille Informationssysteme, Technische Universität Wien und Centre de Recherche Public Gabriel Lippmann. Die Co-Finanzierung erfolgte durch die Europäische Weltraumagentur (ESA).

FAAPS soll Satellitenbilder aufbereiten und vollautomatisiert Überschwemmungskarten erstellen. Hierfür setzt Capgemini auf das Hadoop Framework und bei Bedarf flexibel zugebuchte Amazon Web Services (AWS). FAAPS wurde zum ersten Mal während einer grenzüberschreitenden Krisenmanagement-Übung im österreichischen Bad Radkersburg am 4. Juli 2013 eingesetzt.

ESA Projekt-Manager Olivier Becu meint: "FAAPS ist ein hervorragendes Beispiel für den Wertbeitrag von satellitengestützten Daten für die Krisenmanagement-Teams im Hilfseinsatz. In der nahen Zukunft erwarten wir viele neue Dienste in Europa auf Basis von Weltraumtechnologie. Diese werden Vorteile für die Nutzer wie auch die Bevölkerung bringen und damit verbunden für die Betreiber sowie für die Wirtschaft neue Geschäftsmöglichkeiten darstellen".

CloudComputing-Insider konnte bereits per Webbrowser auf FAAPS zugreifen. Anwender wählen auf der Oberfläche Kartenmaterial unterschiedlicher Anbieter, darunter Google, Bing und OpenStreetMap. Das wird mit zusätzlichen Informationen über Flutgebiete überlagert – die Daten stammen von weiteren Satellitenaufnahmen und werden offenbar erst bei Bedarf aufbereitet: Das System lieferte zunächst lediglich historische Informationen über sehr begrenzte Gebiete.

Im Zusammenhang mit FAAPS verweist Capgemini auf die eigene Expertise für Geschäfts- und Technologielösungen, die auf individuelle Anforderungen zugeschnitten sind. Hierbei nennt das Unternehmen das weltweite Liefermodell "Rightshore" sowie die besondere Art der Zusammenarbeit "Collaborative Business Experience".

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