Hyper-V-Replikation in Microsoft Azure

Hochverfügbarkeit und Entwicklungsumgebungen in der Cloud

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Neben der Möglichkeit lokale SQL-Datenbanken in Azure-SQL zu betreiben, können Unternehmen Datenbanken auch in Azure-VMs mit SQL Server 2014 bereitstellen. Dazu muss im Webportal von Azure zunächst eine neue VM mit SQL Server 2014 erstellt werden. Zu dieser VM lassen sich über das Management-Studio ebenfalls Datenbanken replizieren. In Azure können Administratoren auf Basis von definierten Abbildern neue VMs erstellen. Dazu wird im Webportal auf „Virtuelle Computer\Neu\Aus Katalog“ geklickt. Hier lassen sich auch virtuelle Server mit bereits installiertem SQL-Server erstellen (Abb. 4).

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Damit Administratoren eine lokale Datenbank in eine Azure-VM übertragen können, müssen sie im Server-Manager des lokalen Servers zunächst die erweiterten Sicherheitseinstellungen des Internet Explorers deaktivieren. Ansonsten ist keine Anmeldung an Azure über den Assistenten möglich. Danach muss das SQL Server Management Studio geöffnet werden. Mit einem Klick auf die Datenbank mit der rechten Maustaste lassen sich Datenbanken in die Azure-VM übertragen. Dazu wählen Admins die Option „Tasks\Datenbank auf Windows Azure-VM bereitstellen“. Im Assistenten wird zunächst der lokaler Server und die Datenbank ausgewählt. Wichtig in diesem ist auch, dass der Endpunkt mit dem Port 11435 für den virtuellen Computer in Azure festgelegt wurde (Abb. 5).

Hochverfügbarkeit für lokale VMs.

Unternehmen, die mehrere Rechenzentren betreiben, beziehungsweise mehrere Hyper-V-Hosts, die an System Center Virtual Machine Manager angebunden sind, haben die Möglichkeit Azure in die Hochverfügbarkeit zu integrieren. Dazu wird in SCVMM eine Hochverfügbarkeit eingerichtet und mit Hyper-V-Replikation die VMs zwischen Hosts im Rechenzentrum repliziert. Die Replikation ist dazu auch über verschiedene Rechenzentren hinweg möglich. Im Anschluss wird Azure Site Recovery mit der SCVMM-Infrastruktur verbunden. Danach kann der Dienst die Replikation der VMs überwachen. Fällt ein Rechenzentrum oder eine VM aus, kann Azure Site Recovery einen replizierten Server aktivieren (Abb. 6).

Azure Site Recovery ist ein übergeordnetes Verwaltungstool in Microsoft Azure, welches verschiedene Netzwerke und SCVMM-Infrastrukturen hochverfügbar steuern kann. Die Konfiguration erfolgt immer über SCVMM 2012 R2, Administratoren können keine einzelnen Hyper-V-Server an die Lösung anbinden. Um ASR einsetzen zu können, müssen Unternehmen in der SCVMM-Infrastruktur für jeden Standort, zwischen dem Server auf Basis von ASR repliziert werden soll eine eigene Hostgruppe und eine eigene Cloud einrichten. Diese Einstellungen nehmen Administratoren in der SCVMM-Verwaltungskonsole vor. Administratoren können SCVMM mit Azure und ASR verbinden. Dazu wird im Dashboard der Azure Site Recovery Provider heruntergeladen. Wenn die Installation abgeschlossen ist, wurden die Konfigurationsmöglichkeiten von ASR in die SCVMM-Verwaltungskonsole integriert.

Sobald Administratoren den Agenten für die Verbindung von SCVMM mit Azure installiert und den Server mit Azure verbunden haben, können sie in den Eigenschaften der Clouds in der SCVMM-Verwaltungskonsole im Bereich „Allgemein“ eine Verbindung der Cloud und der damit verbundenen Hyper-V-Hosts herstellen. Der Schutz ist an dieser Stelle aber noch nicht aktiviert, da erst die VMs und Hosts für die Verwendung mit ASR konfiguriert werden müssen. Diese Einstellung ist in den Eigenschaften der VMs zu finden. ASR schützt nicht alle VMs auf den Servern automatisch, sondern Administratoren müssen festlegen welche VMs über diesen Weg hochverfügbar betrieben werden sollen.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist