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Neuer Open-Source-Datenbank-Spezialist formiert sich Hinter den Kulissen von MySQL und SkySQL

| Redakteur: Stefan Riedl

Die Übernahme von Sun durch Oracle wurde kontrovers diskutiert. Auch MySQL-Nutzer sind teilweise verunsichert. Nun arbeiten bekannte Gesichter aus der MySQL-Community an einer Konkurrenz in Sachen MySQL-Support. Bald sollen eigene Datenbank-Produkte folgen.

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Relationale Datenbanken bändigen die Datenflut.
Relationale Datenbanken bändigen die Datenflut.
( Foto: styleuneed - Fotolia.com )

Lässt man die Klischees aufeinander prallen, kommt die Problematik besonders deutlich zum Vorschein: Oracle verbinden viele mit der exzentrischen Manager-Persönlichkeit Larry Ellison. Der Milliardär zählt laut Forbes-Liste zu den Top-Ten der reichsten Menschen und ist immer wieder im Zusammenhang mit seiner Yacht „Rising Sun“ in den Schlagzeilen. Auf fünf Decks und 8.000 Quadratmetern befinden sich 82 Räume, darunter Hubschrauberlande- und Basketballplatz, Weinkeller und Kinosaal. Seine Biografie trägt übersetzt den Titel: „Der Unterschied zwischen Gott und Larry Ellison“, er gilt laut Wikipedia als Playboy und besitzt eine Flugerlaubnis für einen italienischen Kampfjet. Es ist kein Wunder, dass „Mr. Oracles“ Lebensstil ein gefundenes Fressen für die Presse ist. Und es ist kein Wunder, dass Oracle innerhalb der IT-Branche als besonders gewinnorientiert und übernahmefreudig gilt.

Das stereotype Mitglied der MySQL-Community gilt hingegen als Open-Source-Verfechter aus Überzeugung. Es könnte beispielsweise einer dieser bärtigen Typen sein, der Nerd-Botschaften auf dem T-Shirt zur Schau trägt und dem seine Programmcode-Zeilen mehr bedeuten als seine Kontoauszüge. Die Gewinn- und Margenorientiertheit eines Larry Ellison oder einer Oracle befremden ihn mehr, als dass sie ihn inspirieren.

Ein Fünkchen Wahrheit

Wie gesagt: Hier wurden nur die Klischees skizziert. Aber ein Fünkchen Wahrheit ist sicher mit dabei. Als im Februar 2008 das Unternehmen Sun Microsystems die Firma MySQL übernahm, erschien das hinsichtlich der Unternehmenskulturen nur folgerichtig. Schließlich war Sun ebenso wie MySQL stark auf Support für Open-Source-Produkte ausgelegt. Als Sun dann von Oracle geschluckt wurde, war die Verunsicherung innerhalb der Communitys hingegen groß. Insbesondere die Zukunft der Open-Source-Produkte, also vor allem des Betriebssystems Opensolaris, der Datenbank-Abfragesprache MySQL, der Büro-Suite Openoffice und der Programmiersprache Java stand zur Debatte. Wie soll das alles nur in das Oracle-Universum passen? Werden womöglich nur kostenpflichtige Enterprise-Versionen überleben? Bereits Anfang 2010 wurde die Übernahme in trockene Tücher gepackt. Bis heute sind jedoch noch viele Fragen offen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Positionierung des Datenbank-Spezialisten „SkySQL“.

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