Suchen

HP Discover 2011 in Wien, Teil 1 Hewlett-Packard will das Invent wieder viel größer schreiben

| Redakteur: Rainer Graefen

"Wir sind an einem historischen Wendepunkt angelangt", heißt es vollmundig bei Hewlett-Packard seit der Wiener Anwenderkonferenz. Es geht um nicht weniger als das "I" in Informationstechnik. Beim weltgrößten Technologiekonzern glaubt man, menschliche Informationsgewinnung mit handfesten Tatsachen zu neuartiger Wissensgewinnung verbinden zu können.

Firma zum Thema

Circa 7.000 Besucher waren nach den Schätzungen der deutschen HP-Presseabteilung in die österreichische Hauptstadt gekommen, um hautnah miterleben zu dürfen wie Meg Whitman das HP-Universum gestalten will, was das größte IT-Unternehmen der Welt an Innovationen zu bieten hat und wie man sich bei HP die nähere IT-Zukunft vorstellt.

Das Motto der HP Discover in Wien ist Branchenbeobachtern schon seit Februar diesen Jahres vertraut: Instant-On Enterprise. Yves de Talhouet, Senior Vice President und Managing Director bei HP EMEA, vertrat vor der Presse den Standpunkt, wenn die Welt das Internet in der Anzugstasche mit sich herumträgt, dann muss die Informationstechnik dieses Bedürfnis auch jederzeit und immer besser bedienen.

Bildergalerie

Umsetzungsschwächen wohin man schaut

Damit war eines klargestellt: Herr Apotheker war gestern, HP ist dabei, sich neu zu erfinden. Denn es gibt in der neuen, schönen Internetwelt noch vieles zu verbessern. Und ein schwerwiegendes Manko bei fast allen Unternehmen ist die Wissensgewinnung.

Und da stellt die Marktforschung doch erhebliche Mängel fest:

  • Fast die Hälfte aller Unternehmen hat keine effiziente Informationsstrategie.
  • Nur 2 Prozent aller befragten Unternehmen machen alles richtig.
  • 34 Prozent der Unternehmen sagen, dass die Hälfte der Unternehmensdaten nicht benutzbar ist, und
  • 35 Prozent bemängeln, dass die Daten nicht in Echtzeit zur Verfügung stehen.

Dem Kunden, trotz intensiver werdenden Einsatzes von profilierten Inhalten, das Gewünschte jederzeit anbieten zu können, ist somit nur für die wenigsten Anbieter überhaupt umsetzbar. Selbst das Web-Vorzeigeunternehmen Amazon tut sich schwer, dem Kunden mehr zu bieten als den Verweis auf das Kaufverhalten anderer Kunden.

Die Informationen sind schon alle da

Dabei wären die Daten für das Generieren individueller Wunschliste schon da. Doch kaum einer ist in der Lage diese Daten auszuwerten. Schlimmer noch. Mit jedem Tag der vergeht wird die Aufgabe, Profil und Angebot in Einklang zu bringen, zu einer größer werdenden Herausforderung: Statistische Mengenerhebungen in der IT wie

  • 97.000 Tweets pro Sekunde
  • 12 Millionen Texte pro Minute und
  • 294 Milliarden Emails pro Tag

beleuchten eine Dimension unstrukturierter Datenproduktion, die ohne vernünftige Recherchemittel nicht nur insgesamt, sondern auch für jedes einzelne Unternehmen zu einem aussichtslosen Unterfangen wird.

Als Knackpunkt, und nicht erst seit heute, gilt zum Einen das Speichern der unstrukturierten Daten und darauf aufbauend die Durchforstung des Datenbestandes nach diversen Kriterien, und zum Anderen die Verbindung dieser Informationen mit strukturierten Daten, oder allgemeiner ausgedrückt, mit den Adressdaten.

(ID:30687610)