Die Rand-Notiz zum Wochenende Heißer Draht zum Ordnungsamt: Herrenlosen Müll melden

Von dpa

Selbst ernannte Aufpasser und chronische Nörgler mag niemand. Aber Hand aufs Herz: Dreckige Matratzen auf dem Gehweg, Schutt und leere Farbeimer am Waldrand stören dann doch irgendwie. Wer macht das weg?

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Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur unnützes Wissen – die Rand-Notiz zum Wochenende.
Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur unnützes Wissen – die Rand-Notiz zum Wochenende.
(Bild: koldunova - stock.adobe.com)

In jedem von uns steckt ein Müll-Scout. Während kauzige Querulanten, die jedes ansatzweise falsch geparkte Auto und jeglichen Kinderlärm in ihrer Umgebung protokollieren und an die Behörden weitergeben, in der öffentlichen Wahrnehmung eher schlecht gelitten sind, dürften alle, die ein waches Auge auf die Umwelt haben, viel Zustimmung erfahren.

Das ist der Ansatz des Projekts „Muell-weg.de“. Direkt auf der Seite oder in den zugehörigen Apps für Android und iOS lässt sich wilder Müll deutschlandweit melden – und zwar direkt bei der örtlich zuständigen Behörde. Erstellt wird die Müllmeldung in drei Schritten.

Wo bin ich – und wer ist zuständig?

Schritt eins ist fast der wichtigste: die Lokalisierung. Denn viele willige und fähige Müllmelder scheiterten in der Vergangenheit vermutlich daran, dass sie auf die Schnelle einfach nicht wussten, wem sie herrenlosen Müll anzuzeigen haben. Das galt und gilt insbesondere, wenn sie ortsfremd waren.

Auf der Seite oder in der App muss man nun einfach nur seinen Standort frei-, und – falls bekannt – die Adresse eingeben sowie ihn bei Bedarf auf der Karte noch genauer festlegen. Dann im zweiten Schritt bestätigen – und schon hat man ein Meldeformular vor sich, das an die örtlich für Müllmeldungen zuständige Behörde gerichtet ist.

Finale mit Formular und Mail

Schritt drei ist das Finale: Formular ausfüllen. Mit Betreff und einer kurzen Schilderung des Müllproblems. Dann bestätigen und schwupps übergeben die Seite oder die Apps alles an die auf dem Rechner oder auf dem Telefon installierte Mail-App. Wer mag, kann noch Beweisfotos anhängen und ab dafür, – auf dass der hässliche Müll bald verschwunden sein wird.

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