Die Europäische Kommission will den Arbeitskräftemangel in der IKT-Branche stoppen

Große Koalition für mehr IKT-Fachkräfte

| Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Elke Witmer-Goßner

Die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche schaut finsteren Zeiten entgegen: Es fehlt an Hochschulabsolventen und qualifizierten IKT-Kräften, so dass in diesem Bereich immer mehr Arbeitsplätze unbesetzt bleiben.
Die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche schaut finsteren Zeiten entgegen: Es fehlt an Hochschulabsolventen und qualifizierten IKT-Kräften, so dass in diesem Bereich immer mehr Arbeitsplätze unbesetzt bleiben. (Bild: Oracle)

2015 werden nach Schätzungen der Europäischen Kommission in Europa fast eine Million Arbeitsplätze in der IKT-Branche unbesetzt bleiben. Die Initiative „Große Koalition für digitale Arbeitsplätze“ will das verhindern und ruft Unternehmen auf, aktiv zu werden.

Die Zahlen aus Brüssel sind alarmierend. Laut Europäischer Kommission bleiben nach heutigen Schätzungen 2015 in Europa rund 900.000 Arbeitsplätze in der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche unbesetzt. Die Kommission will dem Mangel an Fachkräften in der IKT-Branche mit einer großen Koalition entgegentreten. Dafür rief José Manuel Barroso, EU-Kommissionspräsident, Regierungen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sowie IKT-Unternehmen auf, der Initiative „Große Koalition für digitale Arbeitsplätze“ beizutreten.

Kehrtwende

„Die Große Koalition, die wir heute ins Leben rufen, ist ein wesentlicher Beitrag dazu, die europäische Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen und zumindest für einen Teil der 26 Millionen Arbeitslosen in Europa Arbeitsplätze zu finden. Ich danke den Unternehmen, die sich zur Mitarbeit verpflichtet haben. Wenn es uns gelingt, gemeinsam eine Kehrtwende einzuleiten und die steigende Zahl an freien IKT-Arbeitsplätzen zu besetzen, wird sich dies auf die gesamte Wirtschaft auswirken. Wir möchten die Europäer in die Lage versetzen, die Arbeitsplätze zu besetzen, die die Impulse für die nächste IKT-Revolution geben werden“, erklärt Präsident Barroso.

Aktive Förderung

Ein Unternehmen, das sich der Initiative der Kommission angeschlossen hat, ist Oracle. Die Oracle Academy will einen regen Wissens- und Gedankenaustausch zwischen IKT-Entscheidern, Ministerien, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie anderen staatlichen und privaten Organisationen fördern. Die Oracle Academy unterstützte bereits 2012 nach eigenen Angaben mehr als 364.000 europäische Schüler und Studenten mit modernen Technologieanwendungen im Wert von 450 Millionen Euro. Die Oracle Academy stellte unter anderem ein komplettes Portfolio von Software, Kursmaterialien, Technologien sowie Support-Unterstützung zur Verfügung.

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