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Google App Engine 1.7.0 und Google Compute Engine verfügbar Googles Infrastruktur für Entwickler

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Google erweitert das Angebot an PaaS- und IaaS-Angeboten: Google App Engine 1.7.0 bringt Cluster in die EU und SSL für Custom Domains – die angekündigte Compute Engine Zugriff auf Linux-VMs.

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Anwender lassen Linux auf virtuellen Machinen in Googles Rechenzentren laufen.
Anwender lassen Linux auf virtuellen Machinen in Googles Rechenzentren laufen.
(Google)

Google will die eigene Infrastruktur künftig offenbar verstärkt an Entwickler vermieten. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O hat der Anbieter eine erweiterte Google App Engine vorgestellt und unter dem Namen Google Compute Engine eine Infrastructure as a Service (IaaS) angekündigt.

Mit der Compute Engine können Nutzer Linux auf virtuellen Maschinen (VM) ausführen. Die flexibel buchbaren Systeme besitzen zwischen einem und acht virtuellen Prozessorkernen mit jeweils 3,75 GByteRAM pro Core.

Der Anbieter verweist in diesem Zusammenhang auf die eigene Expertise als Rechenzentrumsbetreiber. Anwender der Compute Engine sollen die gleiche Infrastruktur nutzen, mit denen auch Google selbst Services anbietet.

Google offeriert die Compute Engine noch als "Limited Preview", liefert aber bereits eine recht detaillierte Preisliste. Für die VM mit einem Kern und 430 GByte Speicherplatz werden beispielsweise 14,5 US-Cent pro Stunde fällig.

Des Weiteren hat Google eine neue Version der Platform as a Service (PaaS) App Engine vorgestellt. Entwickler mit "Premier Account" können per Google App Engine 1.7.0 nun auch in der EU gehostete Kapazitäten buchen. Hintergrund hierfür sind gemäß eines Google-Blogbeitrags vorrangig optimale Latenzen – und nicht etwa das Thema Datenschutz.

Die aktuelle App Engine bietet zudem SSL für Custom Domains; Anwender können hierbei zwischen Server Name Indication (SNI) und Virtual IP (VIP) wählen. Zu weiteren Funktionen zählen GeoPoint-Support und PageSpeed, eine kostenpflichtige Option für die beschleunigte Auslieferung von Webseiten. Ebenfalls neu sind ein allgemein verfügbares Blob Migration Tool, das auf ein Gigabyte erhöhtes Application Code Limit sowie ein experimentelles Go SDK für Windows.

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