Heidrick & Struggles befragte weltweit Führungskräfte im Digital- und Technologie-Bereich zu ihrer Vergütung. Die Einkommen haben sich in den letzten Jahren enorm nach oben bewegt. Die USA sind Spitzenreiter, in Europa können sich die CTOs auch nicht beschweren.
Wie viel die Führungskräfte für Digital & Tech weltweit im Vergleich verdienen, fand die internationale Personalberatung Heidrick & Struggles heraus.
(Bild: RomanR - stock.adobe.com)
Heidrick & Struggles befragte weltweit über 377 Führungskräfte im Digital & Technologie-Bereich zu ihrer aktuellen Vergütung und organisatorischen Aspekten ihrer Funktion. Befragt wurden Chief Information Officers, Chief Technology Officers und Chief Digital Officers in den Vereinigten Staaten, Europa, Asien und dem Mittleren Osten.
Die Vergütung der für Technologie und Digitalisierung zuständigen Manager beträgt demnach in den USA im Durchschnitt 1,587 Millionen US-Dollar. Diese Einkommen schließen Fix- und Bonuskomponenten sowie Eigenkapitalanteile (Equity) ein. Dies ist ein Ergebnis der Studie „Global Digital & Technology Organization and Compensation Survey” der internationalen Personalberatung Heidrick & Struggles.
Einkommensexplosion hängt mit Fachkräftemangel zusammen
Kristin van der Sande, Partnerin der Technology & Services Practice von Heidrick & Struggles, merkt an: „Die Einkommen von Führungskräften, die für die technologische und digitale Entwicklung von US-Unternehmen verantwortlich sind, haben sich in den vergangenen Jahren enorm nach oben bewegt. Die Vergütungen sind in etwa in dem Bereich von Chief Security Officers (CISO), die ebenfalls eine sehr deutliche Aufwärtsentwicklung hinter sich haben.“
Sie führt diese Einkommensexplosion auf die „wachsende Relevanz der Funktion bei einem gleichzeitigen Engpass an qualifizierten Führungskräften mit den notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen“ zurück. Zudem sei die Nachfrage nach jenen Experten, die digitale und weitere technologische Transformationen durchführen können, vor allem in Unternehmen in den USA, besonders hoch.
„In zahlreichen Branchen sind US-Firmen die First Mover bei der Anwendung neuer innovativer Technologien, etwa auch bei generativer AI“, ergänzt van der Sande. Führungskräfte in den Branchen Financial Services sowie Technologie und Services erzielen vergleichsweise die höchsten Einkommen.
Amerikanische und europäische Gehälter im Vergleich
Bei den US-Einkommen fällt auf, dass insbesondere die Equity-Komponente sehr ausgeprägt ist. Sie beträgt rund die Hälfte der Gesamtvergütung. Van der Sande erläutert: „Damit versuchen die Unternehmen, diese hochqualifizierten Führungskräfte möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden.“
Auch in Europa sind Digital- und Technologie-Manager sehr gut bezahlt. Laut Heidrick & Struggles erhalten die befragten Führungskräfte in diesem Wirtschaftsraum durchschnittlich 1,013 Millionen US-Dollar, wobei in Großbritannien die Vergütungen etwas höher liegen als in Deutschland und Frankreich. Die deutschen Einkommen belaufen sich laut Studie auf durchschnittlich 913.000 US-Dollar. Diese jährliche Gesamtvergütung setzt sich zusammen aus 361.000 US-Dollar an Fixeinkommen, 178.000 US-Dollar aus Bonuszahlungen und 374.000 US-Dollar an Equity.
Die meisten mit Zugang zu CEO und Vorstand zufrieden
Die Höhe der Vergütungen soll auch die Bedeutung widerspiegeln, die Unternehmen weltweit den Bereichen Technologie und Digitalisierung derzeit beimessen. Hierzu passt: 54 Prozent der befragten Digital- und Technologie-Officer (CTO) berichten direkt an den CEO, zwölf Prozent an den COO und weiter sechs Prozent an den CFO. 82 Prozent zeigen sich grundsätzlich zufrieden mit ihrem Zugang zur Geschäftsleitung.
Dies sind eindeutige Indikatoren, so van der Sande, „dass die höchsten Gremien zunehmend den technologiegetriebenen Themen eine sehr hohe Priorität einräumen.“ Diese Einschätzung wird auch dadurch unterstrichen, dass 86 Prozent angeben, ihre Funktion sei direkt in die Geschäftsstrategie eingebunden. 83 Prozent äußern, dass ihre Organisation bereit wäre für den breiten Wandel, digitale Transformation und die Herausforderung künstliche Intelligenz. 60 Prozent der Befragten sehen sich jedoch für diesen Weg mit ausreichend Ressourcen ausgestattet.
Manager bleiben heute länger im Betrieb
Ein weiterer organisatorischer Aspekt ist die inzwischen deutlich längere Betriebszugehörigkeit der Befragten in ihrer heutigen Position, die häufig noch nicht sehr lange in den Firmen existiert. 60 Prozent sagen, ihre Position würde seit fünf Jahren oder länger in ihren Unternehmen existieren, 40 Prozent üben ihre Funktion seit fünf Jahren oder länger aus. „Zunehmend längere Verweildauern tragen zur besseren Sichtbarkeit und Durchsetzungs-Fähigkeit der entsprechenden Technologie-Manager im Unternehmen bei“, so van der Sande.
Stand: 08.12.2025
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Womit sich Digital- und Technologie-Manager beschäftigen
Auf die Frage, in welchen Feldern ihr Unternehmen in den kommenden drei bis fünf Jahren die meiste Expertise aufbauen müssten, wurde geantwortet (mehrere Antworten möglich):
Daten und Künstliche Intelligenz (68 %),
Sicherheit (61 %),
kundenorientierte Anwendungen (54 %),
interne Anwendungen (45 %),
Cloud (43 %).
Felder mit geringerer Priorität sind Blockchain (3 %), Quantum Computing (7 %), Low-Code Entwicklung (17 %) und Prozessautomation (20 %).
Auch die wachsende Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI) wird in der Heidrick & Struggles Studie deutlich. So integrieren bereits 35 Prozent der Unternehmen, deren Digital- und Technologie-Manager befragt wurden, KI in ihre Produkte und verkaufen diese. Weniger stark ist die Durchdringung im Unternehmen. Lediglich 14 Prozent nutzen KI in ihren unterschiedlichen organisatorischen Funktionen. Eine deutlich höhere Zahl, nämlich 49 Prozent, ist mit Pilotprojekten in einzelnen organisatorischen Funktionen beschäftigt.
Anstrengungen für mehr Diversität
Die Befragung von Heidrick & Struggles offenbart, dass Führungspositionen in der Digital- und Technologiefunktion hauptsächlich von Männern wahrgenommen werden. Im aktuellen Report sind es 89 Prozent der weltweit Befragten, nur sieben Prozent sind weiblich (keine Antwort 4 %). Van der Sande erklärt diese mangelnde Balance mit den relevanten Studienfächern, die traditionell von Frauen unterdurchschnittlich absolviert werden. Grundsätzlich, so Personalberaterin van der Sande, „wären in Deutschland die Unternehmen bereit, weibliche Führungskräfte für digitale und technologische Transformationen einzustellen beziehungsweise zu befördern.“
Nach Einschätzung der Befragten ist die Bedeutung von Diversity-Initiativen gewachsen. Dies sagen beispielsweise 74 Prozent der in Indien tätigen Führungskräfte. Aber auch in Europa berichten dies 58 Prozent der Digital & Technologie-Manager. Immerhin rangiert in dieser Betrachtung der Mittlere Osten auf Rang drei mit 41 Prozent, bei 13 Prozent, die angeben, Diversity-Initiativen hätten eher an Bedeutung verloren (43 %).