Unternehmen wollen mehr investieren Gartner sieht Software as a Service weiter im Aufwind

Redakteur: Michael Hase

Software as a Service (SaaS) wird bei Unternehmen immer beliebter. Das zeigt eine weltweite Studie von Gartner. Eine unzureichende Integration von SaaS-Anwendungen in die IT-Landschaft und instabile Netzwerke bremsen allerdings die Entwicklung.

Das SaaS-Modell wird bei Anwendern wegen seiner Einfachheit immer beliebter.
Das SaaS-Modell wird bei Anwendern wegen seiner Einfachheit immer beliebter.

Mehr als 95 Prozent der Unternehmen weltweit wollen ihre Ausgaben für Software as a Service (SaaS) in Zukunft mindestens auf dem gleichen Niveau wie bisher halten oder sogar erhöhen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner hervor, das dafür 525 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen befragte.

Als wesentlichen Grund für die steigende Beliebtheit des SaaS-Modells nennen die Befragten die Einfachheit und Schnelligkeit, mit der sich Applikationen bereitstellen lassen. Mehr Kosteneffizienz lautet der zweite Hauptgrund.

Gartner hatte die gleiche Befragung bereits 2008 und 2010 vorgenommen. Danach wurde SaaS bisher vor allem genutzt, um On-premise-Anwendungen zu erweitern. Mittlerweile besteht der Hauptzweck von SaaS-Einführungen darin, On-premise-Anwendungen zu ersetzen oder komplett neue Anwendungsbereiche zu erschließen. Fast 70 Prozent der Befragten nutzen SaaS seit höchstens drei Jahren.

Anwender machen sich den Wettbewerbsdruck zu Nutze

Besonderes Augenmerk richten Anwender auf die Wirtschaftlichkeit: So verhandelt laut Gartner eine wachsende Zahl von Unternehmen ihre SaaS-Verträge frühzeitig nach, um bessere Konditionen zu erhalten. Sie setzen dabei auf den steigenden Kostendruck, der sich mit dem zunehmenden Wettbewerb der Anbieter verschärft.

Allerdings gibt es Gartner zufolge auch Faktoren, die die Entwicklung bremsen. Mehr als ein Drittel der Befragten kritisieren die unzureichende Integration von SaaS-Anwendungen in die bestehende Systemlandschaft, instabile Netzwerke und Einführungsphasen, die sich länger als erwartet hinziehen.

Bei Governance-Mechanismen besteht Handlungsbedarf

Außerdem vermissen die meisten Befragten nach wie vor allgemeingültige IT-Richtlinien, auf deren Basis sich SaaS-Angebote evaluieren und einsetzen lassen. Damit hat sich die Situation gegenüber den beiden vorangegangenen Gartner-Studien kaum verbessert. Sharon Mertz, Research Director bei Gartner, sieht daher Handlungsbedarf: „Governance-Mechanismen werden umso wichtiger, als sich der Anteil von SaaS an der Beschaffung von IT-Ressourcen in den Unternehmen erhöht.“

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