Wahlweise auch im Bundle mit verschiedenen Hardwarepaketen

Fujitsu bietet Services für OwnCloud an

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Mit dem Slogan Made in Germany ging Fujitsu schon zur CeBIT 2015 an den Markt für Private Clouds.
Mit dem Slogan Made in Germany ging Fujitsu schon zur CeBIT 2015 an den Markt für Private Clouds. (Bild: Bild: Fujitsu)

Fujitsu hat ab sofort „OwnCloud“ für das Teilen und Synchronisieren von Daten in einer Private Cloud im Serviceangebot. Wer will kann die Open-Source-Lösung auch in vier Kombinationen mit Servern und Speichern bekommen.

Fujitsu bietet „Fujitsu Services for ownCloud Enterprise“ an. Die größte Überraschung dieses Angebots findet sich erst ziemlich weit hinten in einer Pressemitteilung. Fujitsu wird im Rahmen dieses Services OwnCloud, eine Private-Cloud-Plattform zum Teilen und Synchronisieren von Daten, bei Kunden installieren, in die vorhandene IT-Infrastruktur integrieren sowie dafür First- und Second-Level-Support anbieten.

Mit Hardwarepaketen von Größe S bis XL

Die Lösung gibt es außerdem in vier Paketgrößen quasi vorkonfektioniert mit Servern und Speichern. In der Größe S für bis zu 250 User gehört dazu ein Fujitsu-Server Primergy RX2520 M1. Der gleiche Server plus das Speichersystem Eternus DC100 S3 bildet die Größe M für bis zu 1000 Nutzer. In der Größe L für 1000 bis 10.000 Nutzer sind es zwei Server des genannten Typs und ein Hyperscale-Speicher Fujitsu Eternus CD10000 S2 (auf Wunsch auch größer). Und schließlich gibt es auf Anfrage auch noch die Größe XL. Preise sind nicht genannt.

Das Angebot hat den Hintergrund, das der Europäische Gerichtshof Safe Habor gekippt hat. Der vorgesehene Nachfolger „EU-US Privacy Shield“ wird wohl das gleiche Schicksal haben. Die Erkenntnis, dass ein Großteil der Daten deutscher und europäischer Unternehmen aus Datenschutzgründen nicht in den USA verarbeitet werden darf, beflügelt verschiedene Formen von Private Clouds.

"Kontrolle über die Daten behalten"

Die Open-Source-Lösung Owncloud ermöglicht es Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen, Daten im eigenen Rechenzentrum zu speichern und dabei Mitarbeitern Zugriff auf diese zu geben – sei es vom PC, Smartphone oder Tablet. Fujitsu schreibt in der Pressemitteilung: „Gleichzeitig behalten Unternehmen jederzeit die volle Kontrolle über ihren Datenbestand und die eigenen Geschäftsinformationen.“

Fujitsu beschreibt die „Services for Owncloud Enterprise“ als „sichere Alternative zu Cloud-basierten Filesharing-Services“, die zum „Kontrollverlust über die eigene Datenhoheit“ führen können. „Unternehmen und öffentliche Einrichtungen können mithilfe der Private-Cloud-Plattform alle Anforderungen in Bezug auf Compliance und Datenschutz erfüllen, die in Deutschland und der Europäischen Union gelten.“

EU-US Privacy Shield schützt vor nichts

OwnCloud-Geschäftsführer Holger Dyroff hatte im Februar dieses Jahres in einem Gastkommentar für CloudComputing-Insider geschrieben: „Wer personenbezogene Daten in der Cloud speichert, delegiert damit keinesfalls die Verantwortung, sprich die Haftung. Die Kosten von Verstößen gegen den Datenschutz können auch in Deutschland schnell in die Millionen gehen. Manager können laut geltender Rechtsgrundlage persönlich zur Rechenschaft gezogen werden. Damit ist die Cloud als nebulöser Speicherort für alle möglichen Daten spätestens jetzt für Unternehmen gestorben.“

Fujitsu zeigt sich mit der Kooperation unbeeindruckt davon, dass sich vor fast einem Monat mit Nextcloud ein Fork von OwnCloud entstanden ist. OwnCloud hat nach eigenen Angaben mehr als zehn Millionen Nutzer und ist in Deutschland weit verbreitet, auch in öffentlichen Verwaltungen.

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27.06.16 - Für ziemlich viel Furore unter den Anwendern und in der Community hat im Juni die Spaltung zwischen OwnCloud und Nextcloud gesorgt. Beide Seiten zeigen sich bemüht, ihre Vitalität zu beweisen. lesen

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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