Suchen

Mit der richtigen (Open-Source-) Strategie die Flexibilität der Cloud ausschöpfen Fünf Tipps für einen erfolgreichen Weg zur Cloud

| Autor / Redakteur: Malcolm Herbert * / Florian Karlstetter

Die Entscheidungen, die Unternehmen heute in Sachen Cloud Computing treffen, werden ihre Wettbewerbsfähigkeit für die nächsten Jahre maßgeblich beeinflussen. Eine Open-Source-Strategie eröffnet beim Umstieg auf die Cloud zahlreiche Chancen und bietet Zukunftssicherheit. Fünf Tipps für Wechselwillige.

Firma zum Thema

Fünf Tipps, wie der Wechsel zur Cloud im Rahmen von Open Source gelingt (Bild: Malcolm Herbert, Director of Infrastructure Consulting EMEA bei Red Hat).
Fünf Tipps, wie der Wechsel zur Cloud im Rahmen von Open Source gelingt (Bild: Malcolm Herbert, Director of Infrastructure Consulting EMEA bei Red Hat).
(Bild: Red Hat)

Cloud Computing ist endgültig in Deutschland angekommen und nicht mehr aufzuhalten. Wie IDC in seiner Studie „Cloud Computing in Deutschland 2012“ herausgefunden hat, befassen sich bereits vier von fünf Unternehmen hierzulande mit dem Thema. Und jede vierte Firma plant, so viele Cloud Services wie möglich zu nutzen.

Wollen Unternehmen aber die Flexibilität der Cloud und die damit verbundenen ökonomischen Vorteile voll ausschöpfen, werden sie feststellen, dass dafür eine neue Software-Architektur nötig wird. Open-Source kann den Weg zu dieser Architektur weisen und bietet dabei einen doppelten Nutzen: Eine breit angelegte Open-Source-Strategie senkt die Kosten und vergrößert die Unabhängigkeit von proprietären Software-Anbietern.

Fünf Tipps, wie der Wechsel zur Cloud im Rahmen von Open Source gelingt:

1. Probe aufs Exempel machen

Durch einen Umstieg auf die Cloud können Unternehmen beweglicher werden und schneller auf Änderungen reagieren. Die Cloud-Technologie muss aber zu den Geschäftszielen und -prozessen passen. Deshalb sollte man immer im Kopf behalten, dass es nicht nur darum geht, Kosten zu sparen. Die in Frage kommenden Anwendungen müssen auch in der Cloud gut laufen, weiterhin die Anforderungen der Kunden erfüllen und im Rahmen der vorhandenen Geschäftsprozesse und Organisationsstrukturen funktionieren.

Das sollten die Unternehmen nicht einfach als gegeben sehen und deshalb die Probe aufs Exempel machen. Dazu wählen sie am besten einen ihrer zentralen IT-Dienste aus und prüfen: Könnte dieser Dienst auch in der Cloud existieren – als Infrastruktur-, Plattform- oder Software-as-a-Service?

2. Bestandsaufnahme durchführen

In vielen Fällen verfügen Unternehmen bereits über Assets, Prozesse und Qualifikationen, die den Start erleichtern können. Um davon zu profitieren, muss man sie allerdings kennen. Eine Bestandsaufnahme über die Infrastruktur im Haus ist deshalb unverzichtbar: Was lässt sich weiterverwenden, was kann für die Cloud aufbereitet werden?

Außerdem sollte man keine Zeit und Energie dafür verschwenden, unfertige Lösungen und Prozesse in die Cloud zu verlagern. Darum lohnt es sich auf jeden Fall, die vorhandenen Systeme genauer unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls die Migration auf eine standardisierte Betriebssystemumgebung zu planen.

So lässt sich die komplexe Vielfalt von Insel-Systemen und nur einmalig genutzten Konfigurationen beseitigen. Denn eines ist sicher: Sind die Plattformen und Prozesse nicht standardisiert, wird es ziemlich schwierig, die für ein funktionierendes Cloud-Deployment nötigen Funktionen hinzuzufügen.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:36758120)