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Sicherer Datenaustausch mit Snowflake Fünf Gründe für einen Private Data Exchange

| Autor / Redakteur: Justin Langseth* / Florian Karlstetter

Mittelständische und große Unternehmen haben bereits alles ausprobiert: Von der unternehmensübergreifenden Suchfunktion über die Stammdatenverwaltung bis hin zur Datenkatalogisierung. Doch eine einfache, ganzheitliche Lösung zur Kontrolle des Datenzugriffs, die leicht zu implementieren und zu pflegen ist und gleichzeitig eine breite Akzeptanz findet, ist nach wie vor schwer zu finden.

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Private Data Exchange von Snowflake - für sicheren Datenaustausch und Collaboration.
Private Data Exchange von Snowflake - für sicheren Datenaustausch und Collaboration.
(Bild: Snowflake)

Viele vorhandene Lösungen sind das Problem von der Wurzel aus angegangen, indem Architekten die Datenbanken durchsucht und indexiert bzw. alle Speicher miteinander verknüpft haben. Dieses System neigt jedoch dazu, eine Menge veralteter Daten oder Daten in fragwürdiger Qualität zu sammeln. Unter diesen Voraussetzungen ist die Zugriffskontrolle schwierig zu handhaben – Daten gelangen dadurch schnell in die falschen Hände. Zentralisierte Kontrollsysteme erfordern hingegen einen hohen Aufwand und kontinuierliche Pflege durch die Administratoren.

Die bessere Lösung ist ein interner Datenmarktplatz nach dem Crowdsourcing-Prinzip: Ein Private Data Exchange ist ein zentralisiertes und intern verwaltetes Daten-Hub, über das Unternehmen Datensätze mit einer ausgewählten Gruppe von Personen innerhalb ihres Ökosystems austauschen können. So lassen sich gemeinsam fundierte, daten-basierte Entscheidungen treffen. Unternehmen können den Private Data Exchange auch nutzen, um neue Datenbestände innerhalb ihres Daten-Ökosystems zu bewerten.

Mit Hilfe eines Private Data Exchange können Unternehmen ihre eigene, interne Version eines Datenmarktplatzes aufbauen, über den sie die volle Kontrolle haben: So entscheiden Unternehmen selbst, welche Datenbestände gelistet sind und wer Zugriff darauf hat. Anwender können dadurch in Echtzeit auf Second-Party-Daten und andere alternative Datenquellen zugreifen.

Die Gründe für einen eigenen Private Data Exchange sind vielfältig:

1. Vereinfachung der internen Datenerfassung

Durch den Einsatz eines internen Private Data Exchange kann jedes Mitglied der Community seine Datenbestände auflisten. Der Teilnehmer bewertet seine Daten und ist für sie verantwortlich – gleichzeitig sorgt er dafür, dass die Daten aktuell sind. Unternehmen können durch Zugangskontrollen sicherstellen, wer Einblick in ausgewählte Daten oder bestimmte Arten von Daten hat und wer nicht.

Dieser Ansatz kombiniert die Vorteile von crowd-gesourcten Inhalten mit der Sicherstellung der Datenqualität und dem richtigen Maß an zentralisierter Kontrolle und Koordination. Anwender können aus den Informationen angereicherte Datenprodukte zusammenstellen, sowohl für den internen Gebrauch als auch für die Monetarisierung der Datensätze.

2. Optimierung der digitalen Datenversorgung

Ein Private Data Exchange fördert nicht nur den internen Datenaustausch, sondern ermöglicht auch den Austausch mit Kunden und Lieferanten. So können Unternehmen ihren Lieferanten beispielsweise Daten über ihre Lagerbestände und ihren Verbrauch zur Verfügung stellen, damit diese den Bedarf besser decken können. Oder digitale Datenanbieter können Daten direkt in den Private Data Exchange einbringen, damit diese gemeinsam mit den internen Unternehmensdaten sofort verwendet werden können. Dadurch lassen sich Kosten für die Übertragung, Speicherung und Bereitstellung der Daten senken.

Einige Unternehmen wie Hedge-Fonds und Marketing-Agenturen bringen Daten aus vielen externen Quellen ein, einige Hedge-Fonds werten über 1.000 potenzielle Datensätze pro Jahr aus. Ein Private Data Exchange kann nicht nur zur Verbindung bereits erworbener Daten, sondern auch zur Auswertung neuer Datenbestände genutzt werden. So könnte ein Hedge-Fonds die Daten potenzieller Datenlieferanten auf seinem Private Data Exchange listen lassen, und der Fonds könnte Daten darin erforschen und „einkaufen“.

Oder ein bestehender Anbieter von Marketingdaten könnte zusätzliche Datensätze anbieten, die einer seiner Kunden über einen Private Data Exchange testweise verwenden könnte. Falls der Kunde die Datensätze nützlich findet, kann der Anbieter über den Exchange sofort vollen Zugang gewähren. Diese Vorkehrungen können eine größere Datentiefe, bidirektionale und aktuellere Daten sowie mehr Vertrauen und Transparenz in die Beziehung zwischen Datenlieferanten und Kunden bringen.

Ergänzendes zum Thema
Public Data-Exchange-Technologie in Corona-Zeiten

In der Coronakrise, die derzeit die Welt in Atem hält, kann die Data-Exchange-Technologie von Snowflake ihre Stärken ausspielen: Bereits im letzten Jahr hatte das Unternehmen in den vereinigten Staaten seinen Public Data Exchange als „öffentlichen Marktplatz“ für Daten vorgestellt, der auf Technologien für den sicheren Datenaustausch aufbaut.

Auf diesem Marktplatz stellt das Daten-Services- und Technologieunternehmen Starschema jetzt einen aufbereiteten Datensatz mit Verbreitungs- und Todesfallzahlen von COVID-19-Fällen kostenfrei zur Verfügung. Nutzer aus dem öffentlichen und privaten Sektor erhalten hier einen einheitlichen Zugang zu epidemiologischen Daten aus verschiedenen Quellen in einem einfach zu verwendenden, analysefähigen Format und können so fundierte datengestützte Entscheidungen treffen.

Dazu zählt zum Beispiel der Zugang zu phylogenetischen Studien, mit denen Forscher ermitteln können, ob bestimmte Stämme des COVID-19 verursachenden Virus Sars-CoV-2 ein höheres Risiko bergen. Regierungen wiederum können fundierte datengestützte Entscheidungen für die zivile Notfallplanung auf der Grundlage von Daten aus ihren Nachbarstaaten treffen. Und im privaten Sektor können Unternehmen mithilfe der Daten ihre Business-Continuity-Aktivitäten unterstützen und Lieferketten auf mögliche Schwachstellen analysieren.

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass es angesichts ständig neuer Entwicklungen rund um die Pandemie Zugang zu genauen, nahezu in Echtzeit verfügbaren Daten gibt – und die Cloud-Data-Plattform von Snowflake ist in dieser schwierigen Zeit gut positioniert, um den sicheren Zugang zu diesen Daten für alle zu ermöglichen.

3. Datengemeinschaft mit Partnern und Kunden

Üblicherweise tauschen Unternehmen nur wenige Datensätze über APIs, FTP, Dashboards oder in Form von Dateien aus. Ein gewöhnlicher Datenaustausch ist jedoch oft mit hohen Kosten, einer langen Latenzzeit und einem gewissen Sicherheitsrisiko verbunden.

Doch jedes große Unternehmen ist von anderen Unternehmen und seinen Kunden abhängig. Die bidirektionale gemeinsame Nutzung von Daten nicht nur zwischen Unternehmen und Parteien, sondern auch zwischen diesen externen Parteien selbst, ermöglicht den Aufbau einer Datengemeinschaft. Die Teilnehmer können Datenbestände sicher recherchieren, kombinieren und erweitern, um einen gemeinsamen, großen Kunden zu bedienen oder um neue Partnerschaften untereinander zu bilden.

4. Möglichkeit zur Monetarisierung von Datensätzen

Die Rohdatenbestände sind in der Regel zu ungepflegt und voller potenziell sensibler Daten, um sie einfach an andere Unternehmen zu verkaufen. Im Allgemeinen muss der Verantwortliche eine Datenbereinigung, Entschlüsselung, Aggregation, Zusammenführung und andere Formen der Datenanreicherung durchführen, bevor die Daten an eine andere Partei verkauft werden können.

Ein Private Data Exchange kann ein großartiger Ort sein, um Daten für die Monetarisierung vorzubereiten. Ein Unternehmen, das einen Private Data Exchange verwendet, könnte Daten aus allen Abteilungen und Bereichen zusammenstellen, um sie als Datensatz anderen Unternehmen zum Verkauf anzubieten. Oder die Teilnehmer eines Private Data Exchange könnten zusammenarbeiten, um ihre Datensätze zu einem nützlichen Produkt zu kombinieren, das keiner von ihnen allein herstellen könnte.

5. Zentrale Anlaufstelle für Business-Analytics- und Data-Science-Teams

Justin Langseth, Vice President, Data Sharing and Business Development bei Snowflake.
Justin Langseth, Vice President, Data Sharing and Business Development bei Snowflake.
(Bild: Snowflake)

Ein Private Data Exchange könnte sich zum Daten-Hub einer ganzen Unternehmensgruppe entwickeln, um Daten auszutauschen, zusammenzuarbeiten und diese zu monetarisieren. Business-Analytics-Teams haben die Möglichkeit, erweiterte Analysen mit großen Datensätzen durchzuführen. Data-Science-Teams können prädiktive Analysen durchführen und Algorithmen für Machine Learning entwickeln, die als Grundlage für künstliche Intelligenz dienen. Der zentrale Zugriff auf alle Daten durch ein Private Data Exchange bietet dafür beste Arbeitsvoraussetzungen.

Der Autor: Justin Langseth, Vice President, Data Sharing and Business Development bei Snowflake.

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