Fallstudienpartner für Datenschutz-Prototyp gesucht

Forschungsprojekt „Sphere“ geht in die finale Phase

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

CRM-Tools speichern zwar Informationen aus sozialen Netzwerken, unterstützen Anwender aber nicht bei der Klärung der dadurch entstehenden datenschutzrechtlichen Probleme. Hier will das Forschungsprojekt „Sphere“ Abhilfe schaffen.
CRM-Tools speichern zwar Informationen aus sozialen Netzwerken, unterstützen Anwender aber nicht bei der Klärung der dadurch entstehenden datenschutzrechtlichen Probleme. Hier will das Forschungsprojekt „Sphere“ Abhilfe schaffen. (Bild: bowi GmbH)

Der datenschutzgerechte Umgang mit personenbezogenen Daten wie Kunden-, Lieferanten- oder Mitarbeiterdaten im Social Web ist für jedes Unternehmen Pflicht. Datenschutz spielt daher bei der Nutzung von Social Media und deren Ankopplung an das CRM eine wichtige Rolle. Bei Versäumnissen drohen Strafen und Imageschäden.

Zur Erforschung der Datenschutz-Problematik im Zusammenhang mit Social-Media-Aktivitäten initiierte die bowi GmbH, die sich seit 2011 mit dieser Problematik beschäftigt, Anfang 2013 das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Sphere: Shielding Privacy within CRM“. Neben Konsortialführer bowi und dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein ist das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Leipzig beteiligt. Das Projekt endet zum Dezember 2014.

Aus Sicht des Projekt-Teams wird Datenschutz heute oft noch nicht befriedigend durch moderne IT unterstützt und erzielt dadurch im Unternehmen nicht die erforderliche Reichweite. So extrahieren Unternehmen trotz unsicherer Rechtslage Social-Media-Daten für ihr Kundenbeziehungsmanagement. Bisherige CRM-Tools speichern zwar die Informationen, unterstützen Anwender aber nicht bei der Klärung der dadurch entstehenden datenschutzrechtlichen Probleme. Für dieses Problem will das Forschungsprojekt „Sphere“ neue Lösungen vorstellen.

Auf der Zielgeraden

Mit dem zweiten Protoypen, der noch genauer als sein Vorgänger auf Anwenderbedürfnisse eingeht, biegt das Forschungsprojekt jetzt auf die Zielgerade ein. Die Weiterentwicklung bildet relevante Hilfestellungen zu Datenschutzrisiken innerhalb der typischen Social-CRM-Prozesse im Marketing, Vertrieb und Service ab. Statt auf reine Dokumentation im Sinne des Datenschutzmanagements setzt das Sphere-Team zusätzlich auf aktive Risikoidentifikation.

„Sphere ist das Ergebnis einer tiefgehenden Analyse durch Datenschutzexperten“, beschreibt Olaf Reinhold vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Uni Leipzig den aktuellen Prototyp und stellt damit die Bedeutung der Forschungsleistungen neben der Softwareentwicklung klar. Durch rege Beteiligung namhafter Unternehmen als Fallstudienpartner kann sich das Projekt-Team stark an Fällen aus der Praxis orientieren, marktübliche Vorgehensweisen beobachten und kreative Ansätze aus den verschiedenen Fachabteilungen verfolgen. Die Ergebnisse des vorangegangenen Projektabschnittes bilden die Basis dieser Arbeiten. Es geht dabei um die Analyse der Datenschutzprozesse und Aktivitäten zur Planung, Durchführung und Kontrolle von Social-Media-Vorgängen sowie deren Verknüpfung mit Kundendaten, Kampagnen, Serviceleistungen aus dem CRM.

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