Vier Konsortien planen Helix Nebula Science Cloud

Forschungscloud geht in Designphase

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Gemeinsam stecken EU und Forschungseinrichtungen 5,4 Millionen Euro in den Aufbau einer hybriden Wissenschaftscloud.
Gemeinsam stecken EU und Forschungseinrichtungen 5,4 Millionen Euro in den Aufbau einer hybriden Wissenschaftscloud. (Bild: HNSciCloud)

Ab 2018 soll die Helix Nebula Science Cloud europäische Wissenschaftler mit Rechenleistung und Speicherkapazitäten versorgen. Bei der jetzt gestarteten Designphase wetteifern noch vier Konsortien um das beste Konzept für die Infrastruktur.

Mit Geldern von zehn europäischen Forschungseinrichtungen und der europäischen Union soll bis 2018 eine Cloud-Infrastruktur für die Wissenschaft entstehen. An Vorschlägen für die „Helix Nebula Science Cloud“ (HNSciCloud) mangelt es nicht: Seit Juli haben verschiedene Dienstleister 28 Vorschläge für den Aufbau einer hybriden Cloud abgegeben. Davon haben es vier Konzepte der folgenden Anbieter in die jetzt gestartete Designphase geschafft:

  • T-Systems, Huawei, Cyfronet, Divia
  • IBM
  • RHEA Group, T-Systems, exoscale, SixSq
  • Indra, HPE, Advania, SixSq

Von den genannten Konsortien werden wiederum drei in anschließende Phase des „Solution Prototyping“ eintreten. Die Pilotphase der HNSciCloud soll schließlich 2018 starten.

Die Ausschreibung für die HNSciCloud wird vom CERN geleitet – die europäische Organisation für Kernforschung betreibt bereits selbst eine private OpenStack-Cloud mit 7.000 Servern und 190.000 Prozessorkernen. Auf die geplante europäische Hybrid Cloud sollen künftig aber auch weitere Forschungseinrichtungen zugreifen:

  • Instituto Nazionale di Fisica Nucleare (INFN), Italien
  • Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), Deutschland
  • Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), Frankreich
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Deutschland
  • SURFsara, Niederlande
  • Science and Technology Facilities Council (STFC), Großbritannien
  • European Molecular Biology Laboratory (EMBL), Deutschland
  • Institut de Física d’Altes Energies (IFAE), Spanien
  • European Synchrotron Radiation Facility (ESRF), Frankreich

Die vorkommerzielle Auftragsvergabe hat ein geschätztes Volumen von knapp 5,4 Millionen Euro. In diese Summe sind auch Mittel des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 der Europäischen Union eingeflossen.

Details zum aktuellen Stand der Entwicklungen gibt es direkt auf der Projektseite der HNSciCloud.

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