DSAG-Jahreskongress 2013 in Nürnberg

Flexible Lizenzen, renovierte Produkte - SAP gibt sich innovativ

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Florian Karlstetter

Keynote von Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher der SAP AG über Neuentwicklungen basierend auf SAP HANA.
Keynote von Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher der SAP AG über Neuentwicklungen basierend auf SAP HANA. (Bild: DSAG)

SAP hat auf dem diesjährigen Jahreskongress der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) in Nürnberg verschiedene Produkte angekündigt. Die DSAG stellte ihre Erfolge bei der Lizenzierungspolitik der Walldorfer heraus. Ergebnis: eine deutliche Flexibilisierung der Preismodelle.

Im November stellt SAP eine völlig überarbeitete Version von Enterprise Search vor. Sie wird auf der Appliance HANA laufen und alle Dokumenttypen auf allen Firmensystemen durchsuchen können. Bernd Leukert, Member of the Global Executive Board und zuständig für die Anwendungsentwicklung, stellte außerdem 25 neue Applikationen für Mobile und Cloud vor.

Diese schon vor einem Jahr avisierten Anwendungen sind auf HTML5 erstellt worden und für alle Plattformen verfügbar; Dutzende weitere sollen folgen. Das Werkzeug für die neue Benutzeroberfläche heißt "Fiori", italienisch für "Blumen". Mobile Geschäftsanwendungen, so ergab eine Mitgliederumfrage der DSAG, sind bei 66 Prozent aller DACH-Unternehmen im Einsatz (Schweiz: 80 %, Österreich: 67 %), Cloud-Lösungen bei 40 Prozent (CH: 51 %, A: 45 %).

Alles auf HANA

Die DSAG hat die bessere Integration und Interoperabilität der Cloud-Lösungen, die SAP gekauft oder gebaut hat, gefordert. Co-CEO Jim Hagemann Snabe, der im Mai 2014 in den SAP-Aufsichtsrat wechselt, erläuterte die Cloud-Strategie der SAP: Alle Lösungen werden künftig auf HANA aufsetzen, denn HANA ist nicht nur eine Datenbank, sondern auch eine Plattform für Anwendungsentwicklung und -bereitstellung. Sie wird eng mit den Produkten von Sybase (Mobilplattform, BYOD-Management, Datenbanken) verzahnt.

Die In-Memory-Technologie ist bei 22 Prozent der von der DSAG-Befragten bereits Realität (CH: 34 %, A: 18 %). Unternehmen wie Adidas und Trilux, ein deutscher Leuchtenhersteller, wollen sukzessive bis 2014 bzw. 2017 selbst geschäftskritischste Anwendungen wie die Business Suite auf HANA migrieren.

Vor dem Hintergrund der HANA-Plattform stellte Bernd Leukert die Rolle der Public Cloud- und der Managed Cloud-Angebote im Rahmen einer SAP-Strategie für die Umsetzung von Industrie 4.0 vor, dem Internet der Dinge, Menschen und Dienste. In jeder Hinsicht "smart" stellt sich die SAP ihre vier Plattformen Core (ERP), Mobile, Cloud und In-Memory (HANA) vor, um neue und verbesserte Geschäftsprozesse bzw. -modelle zu ermöglichen. Die hinzugekaufte E-Commerce-Plattform hybris findet darin ebenfalls ihren Platz. SAP-Vorstand Gerhard Oswald stellte den neuen Solution Manager vor, der in enger Abstimmung mit der DSAG entwickelt wurde. Das Tool steuert die Einführung jeder SAP-Lösung und ist deshalb für Kunden von großer Bedeutung.

Mehr Transparenz bei den Lizenzmodellen

Mit der Möglichkeit, dass ein SAP-Kunde nicht benötigte Lizenzen stilllegen kann, ohne sie zu kündigen, verbuchte die DSAG einen großen Erfolg für sich. Die Lizenzierung von Cloud on Hana und Hana Enterprise Cloud (Managed/Hosting) sowie beim Übergang von on-premise auf Cloud war bislang relativ intransparent, ist nun aber geklärt. Die DSAG stellt dafür Leitfäden bereit.

Für SAP Cloud-Lösungen, die auf Hana laufen (CRM, Sales, Travel usw.) gilt das Subskriptionsmodell und für SAP Hana Enterprise Cloud (Managed Cloud) müssen Kunden ihre Lizenzen mitbringen, dann gilt das Subskriptionsmodell für Services. Dies bestätigte SAP-Pressesprecher Marcus Winkler. On-Premise-Lizenzen können also bei der Cloud-Lizenzierung angerechnet werden. Das Preismodell für SAP HANA für die SAP Business Suite berücksichtigt 15 Prozent Rabatt auf den SAP-Anwendungswert. Auch eine Lizenz von SAP Business Intelligence Accelerator, einen Vorgänger von HANA, wird angerechnet.

An dem Kongress nahmen über 4000 Besucher teil, über hundert mehr als im Vorjahr. Der DSAG-Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt.

Eine Aufzeichnung der Pressekonferenz des 14. Jahreskongresses der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. mit den Sprechern Dr. Marco Lenck, DSAG-Vorstandsvorsitzender, und Hartmut Thomsen, Managing Director SAP Deutschland:

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