PAC-Anwenderstudie belegt anhaltende Zurückhaltung bei Software as a Service Firmen planen Investitionen in ERP, CRM und Business Intelligence

Redakteur: Florian Karlstetter

Das Thema Business Intelligence wird immer mehr als ein zentraler Baustein in der Unternehmensführung gesehen, das geht aus einer Anwenderbefragung der Marktanalysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) hervor. Beim Thema Software as a Service (SaaS) dagegen üben Unternehmen nach wie vor noch Zurückhaltung.

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Unternehmen planen, Business Intelligence-Systeme besser in vorhandene ERP- und CRM-Landschaften zu integrieren, Zurückhaltung dagegen beim Thema SaaS.
Unternehmen planen, Business Intelligence-Systeme besser in vorhandene ERP- und CRM-Landschaften zu integrieren, Zurückhaltung dagegen beim Thema SaaS.
( Bild: Frank Niemann, Principal Consultant – Software Markets bei PAC )

Investitionen in ERP, CRM und BI führen die Liste der Software-Vorhaben an, beim Bezug von Software-as-a-Service-Lösungen agieren die Unternehmen eher zurückhaltend - so die Ergebnisse einer von PAC durchgeführten Befragung unter mehr als 300 IT-Entscheidern aus Unternehmen in der DACH-Region.

Für viele der Befragten gewinnt dabei vor allem das Thema Business Intelligence stark an Relevanz. Dank der vielen Reporting-, Analyse- und Prognosefunktionen werden BI-Lösungen immer mehr als ein zentraler Baustein in der Unternehmensführung gesehen. Betroffen sind hierbei nicht nur Neuimplementierungen, sondern vor allem auch die Integration von BI- mit bestehenden ERP- und CRM-Systemen, um die Potenziale von BI, aber auch der anderen Software-Systeme umfassend ausschöpfen zu können.

„Der anhand der Umfrageergebnisse erkennbare, relativ hohe Anteil an Unternehmen, die BI-Investitionen erst für das kommende Jahr planen, ist aus Sicht von PAC jedoch ein Zeichen dafür, dass das Thema für viele Unternehmen noch recht neu und der Entscheidungs- bzw. Auswahlprozess für eine BI-Lösung noch nicht abgeschlossen ist. Ferner könnte dies darin begründet sein, dass die Firmen ERP-Einführungsprojekten zunächst größere Aufmerksamkeit schenken“, erläutert Frank Niemann, Principal Consultant – Software Markets bei PAC.

Weit verbreitet sind aber auch Investitionsvorhaben in ERP-Systeme. Als Gründe hierfür nennen die Analysten Innovationsdruck, intensivierter Wettbewerb, die verstärkte Einbindung in internationale Märkte sowie einen steigenden Bedarf nach Automatisierung von Abläufen gerade in mittelständischen Unternehmen.

Nachfrage nach SaaS-Lösungen eher verhalten

Wie die PAC-Studie zeigt, beziehen IT-Anwenderunternehmen ihre Software-Lösungen nach wie vor eher im klassischen Lizenzmodell und nur selten als Software as a Service (SaaS). Zwar bieten immer mehr Hersteller ihre Lösungen auch als Cloud Services an, viele CIOs stehen einem Einsatz jedoch noch skeptisch gegenüber. Mögliche Hürden sind hierbei vor allem juristische Fragen, aber auch Themen wie Datenschutz, Standardisierung, Sicherheit und Verfügbarkeit zählen zu den geäußerten Vorbehalten gegenüber SaaS-Lösungen, insbesondere wenn es um den Bezug über eine Public Cloud geht.

„Hier sind auf der einen Seite die Cloud-Anbieter, auf der anderen Seite aber auch die politischen und rechtlichen Entscheidungsträger gefragt, die anstehenden Fragen zu beantworten und einen geeigneten vertraglichen und rechtlichen Rahmen zu schaffen“, erläutert PAC-Analystin Dr. Katrin Schleife, Senior Analyst – Retail & Cloud Computing.

Die Studie „User Survey 2011 – Software Usage and Investments by IT Users in the DACH Region“ steht Kunden des „PAC Software Research Program“ seit September zur Verfügung. Die Studie ist darüber hinaus zum Einzelpreis von 2.250 € bei PAC im Internet erhältlich.

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