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Von der IT-Infrastruktur in Rechenzentren bis zu neuen Marktchancen

Experton Group zu den 10 wichtigsten IT-Trends 2012+

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Neue IT-Technik und -Strategien

2012 gilt es, die bestehende Client-Strategie an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Zentrale Fragen werden sein:

Werden private Endgeräte unterstützt und in welchen Hardware-Segmenten (Notebooks, Pads, Smartphones)?

  • Wie werden neue Clients unterstützt und gemanaged? Eine kategorische Ablehnung werden nur sehr wenige IT-Abteilungen durchhalten. Welche Daten und Anwendungen sollen vom Pad oder Smartphone aus erreichbar beziehungsweise replizierbar sein?
  • Wie entwickelt sich die Mobilität der Mitarbeiter in den kommenden zwei Jahren?
  • In welchem Umfang sollen Home Offices unterstützt werden?

Die Antworten hierauf liefern die Grundlage für Entscheidungen in den Bereichen Service-Katalog, Enterprise Content Management und Mobile Device Management. Fat-Clients sollten 2012 mit Windows 7 betankt werden und Windows-XP-User sollten spätestens Ende 2012 die Migration auf Windows 7 abschließen können.

Governance trotz BYOD

Bei der Client-Strategie insgesamt spielt das Thema Governance eine immer wichtigere Rolle. Durch die deutlich fortschreitende Consumerization der Business-IT werden sich kleine und starre Einkaufskörbe für Endgeräte nicht durchhalten lassen.

Entsprechend müssen aber mehrere unterschiedliche Hardware- und gegebenenfalls Betriebssystemvarianten unterstützt werden. Kostengünstig ist dies bestenfalls in einer virtuellen Umgebung möglich. Insgesamt ist aber mit steigenden Kosten im Bereich des Client-Betriebs zu rechnen.

Neue Server

Es ist zu erwarten, dass nicht nur HP, sondern auch andere Server-Anbieter verstärkt mit Servern auf den Markt kommen werden, die besonders wenig Energie benötigen. Diese basieren meist auf CPUs aus mobilen Geräten.

Insgesamt werden sich diese Server, im Vergleich zu Standard-Servern, durch eine wesentlich höhere Anzahl von CPUs auszeichnen, gleichzeitig aber weniger Energie benötigen. Außerdem eignen sich derartige Server insbesondere für Anwendungen mit niedrigen Rechenanforderungen, erhöhen im Rechenzentrum aber die Komplexität und damit tendenziell die Betriebskosten. Für ICT-Architekten stellt sich die Frage, ob derartige Server in ihrem speziellen Fall sinnvoll eingesetzt werden können.

Neue Server-Strategie

  • Auch im Jahr 2012 werden Anwenderunternehmen versuchen, die Rechenzentren insbesondere in Bezug auf die Betriebssysteme homogener zu gestalten:
  • Der Anteil an x64-Servern in den Rechenzentren wird weiter zunehmen
  • Linux wird weiter an Bedeutung zulegen
  • Microsoft Windows sich behaupten
  • Der traditionelle Unix-Markt wird weiter leicht zurückgehen:
  • HP-UX auf Itanium wird im Vergleich zum Gesamtmarkt etwas stärker verlieren
  • IBM AIX wird deutlich Marktanteile gewinnen
  • Solaris wird bei Neuanschaffungen zum Nischenprodukt
  • Mainframes bleiben weiterhin eher behauptet: Zwar steigt der Druck auf den Mainframe weiter an, jedoch sind immer noch einige, wenn auch wenige und entsprechend teure, Cobol- und PL/1- Programmierer verfügbar, so dass die dringendsten Anpassungen vorgenommen werden können. Aufgrund der eher gemischten Erfahrungen mit Mainframe-Ablösungen der letzten 15 Jahre, neigen die meisten erfahrenere CIOs zum Aussitzen, eine Option die Jüngere definitiv nicht haben.

Bei den Herstellern lassen sich zukünftig drei Klassen unterscheiden:

  • Mainstream-Produkte und -Lösungen: Diese Anbieter bauen Standard-Server und differenzieren sich kaum über Produkt- oder Management-Features. Ein Beispiel hierfür ist Dell.
  • Leistungsorientierte Hersteller: Diese Anbieter bauen neben Standard-Servern auch High-Performance-Versionen, sowohl im x64-Bereich als auch im Unix-Umfeld. Ein Beispiel hierfür ist IBM.
  • Management-orientierte Hersteller: Diese Anbieter fokussieren nicht auf den einzelnen Server – der meist Standard ist – sondern auf das Management des gesamten Rechenzentrums. Ein Beispiel hierfür ist HP.

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