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Fallende Hardware-Preise, aber dennoch Mehr-Ausgaben Experton: „Client-Zukunft führt meist zu Kostenerhöhungen“

| Redakteur: Katrin Hofmann

Andreas Zilch vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Experton Group glaubt, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren eine „Revolution“ im Client-Umfeld stattfinden wird: Allerdings verbunden mit „signifikanten Veränderungen der Kostenstrukturen“.

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Andreas Zilch ist Vorstand der Experton Group AG.
Andreas Zilch ist Vorstand der Experton Group AG.
( Archiv: Vogel Business Media )

Treiber der Entwicklung bei der Client-Verbreitung seien, so Experton- Vorstandsmitglied Andreas Zilch, die neuen Technologien selbst und die sich daraus ergebenden Anwendungsfelder – besonders im mobilen Umfeld. Zilch rechnet mit einer stark wachsenden Client-Vielfalt und neuen Betriebsmodellen, wie Role Based Clients oder Bring-your-own-Client-Initiativen. Letztere beispielsweise könnten dabei helfen, Hardware-Kosten zu senken, wobei der Arbeitgeber meistens einen Kostenanteil übernehme. Allerdings, so Zilch, seien noch offene juristische und steuerliche Fragen zu klären.

Der Fokus auf die Senkung von Kosten sei deshalb wesentlich, weil die größere Menge Clients in Verbindung mit den neuen Betriebsmodellen „signifikante Veränderungen der Kostenstrukturen“ mit sich bringen. „Leider bedeutet dies in den meisten Fällen eine Kostenerhöhung, insbesondere durch die wachsende Komplexität“, gibt Zilch zu bedenken.

Kosten pro Mitarbeiter steigen

Im Hardware-Bereich könnten demnach die Stückpreise wegen des starken Wettbewerbs fallen – allerdings nur noch leicht. Gleichzeitig steige die Anzahl der Clients, wobei Desktops abnehmen, Tablets und Smartphones dagegen zulegen sollen. Die neuen Geräte würden meistens bestehendes Equipment nicht ersetzen, sondern ergänzen. „Das bedeutet, dass die Client Hardware-Kosten pro Stück zwar zurückgehen, die Gesamt-Hardwarekosten pro Mitarbeiter aber nach oben gehen“, so Zilch.

Die für Client-Software veranschlagten Budgets werden dagegen laut Experton in den kommenden zwei bis drei Jahren deutlich zurückgehen – bedingt durch Software-as-a-Service-Modelle.

Für Managed-Desktop-Service-Angebote dagegen sagt Andreas Zilch „signifikant steigende Gesamtkosten“ vorher – bedingt durch erhöhte Vielfalt und Komplexität bei den Clients, wachsende Mobilität und höhere Qualitätsanforderungen.

Um dem Kostendruck zu entgehen, rät er unter anderem zu einer Client-Software-Strategie und zu einer Virtualisierungsschicht über der Hardwareschicht, von der aus die neuen Endgeräte erreichbar sind.

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