EU Data Act Warum sich am Data Act die Geister scheiden

Von Margit Kuther 2 min Lesedauer

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Am 27.11.2023 hat der Rat der Europäischen Union die „Verordnung über harmonisierte Vorschriften für einen fairen Datenzugang und eine faire Datennutzung“ (kurz: Data Act) verabschiedet. Am 11. Januar 2024 trat der Data Act in Kraft und wird nach einer Übergangsfrist ab dem 12.9.2025 EU-weit direkt anwendbares Recht werden.

Datensicherheit: Der EU Data Act soll einen fairen Datenzugang und eine faire Datennutzung gewährleisten.(Bild:  Buffik /  Pixabay)
Datensicherheit: Der EU Data Act soll einen fairen Datenzugang und eine faire Datennutzung gewährleisten.
(Bild: Buffik / Pixabay)

Die deutsche Wirtschaft bereitet sich auf die Umsetzung des Data Act der EU vor. Durch ihn wird sich der Umgang mit Daten stark verändern. Ab September 2025 gelten neue Regeln.

Wer dann eine smarte Waschmaschine kauft, kann viele der von ihr gesammelten Daten nutzen. Und ein Unternehmen, das Druckgussmaschinen herstellt, muss dem Nutzer der Maschine Zugang zu Daten gewähren, die es auch selbst von der Maschine erhält. Das regelt der Data Act, den die EU Anfang des Jahres verabschiedet hat.

Die deutsche Wirtschaft ist noch gespalten, wie sie die Regelung bewerten soll. Rund die Hälfte (49 %) sieht den Data Act als Chance fürs Unternehmen, wobei 10 Prozent weit überwiegend und 39 Prozent eher eine Chance im Data Act erkennen. Zugleich sehen ihn 40 Prozent aber als Risiko, 11 Prozent weit überwiegend und 29 Prozent eher als Risiko. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten aus allen Wirtschaftsbereichen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Turbo für die Datenökonomie in Europa

„Die EU will mit dem Data Act den Turbo für die Datenökonomie in Europa zünden. Damit der Data Act keine Fehlzündung wird, müssen die von ihm eröffneten Möglichkeiten auch genutzt werden“, sagt David Schönwerth, Bereichsleiter Data Economy beim Bitkom. „Wichtig ist, dass sich wirklich alle Unternehmen mit dem Data Act beschäftigen. Der Data Act betrifft fast die gesamte Wirtschaft und nicht nur Unternehmen, die bereits heute Daten anbieten oder Daten von Dritten nutzen.“

Entsprechend wünscht sich eine knappe Mehrheit (53 %) mehr Beratung durch öffentliche Stellen bei der Umsetzung des Data Acts. „Das ist ein Aufruf an die Bundesregierung: Die Unternehmen benötigen dringend Klarheit, welche Aufsichtsbehörden für den Data Act zuständig sind“, so Schönwerth.

Data Act: Zuversicht und Skepsis halten sich die Waage. (Bild:  bitkom)
Data Act: Zuversicht und Skepsis halten sich die Waage.
(Bild: bitkom)

Überwiegend positiv fällt die Einschätzung des Data Act aus, wenn die Unternehmen den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus in die deutsche Gesamtwirtschaft richten. Hier sehen 58 Prozent den Data Act als Chance (18 % weit überwiegend, 40 % eher) und nur 32 Prozent als Risiko (13 % weit überwiegend, 19 % eher).

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal ELEKTRONIKPRAXIS.

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