Das Wissen der Welt steht neugierigen und interessierten Menschen dank moderner Technologie rund um die Uhr zur Verfügung. Sich weiterzubilden war nie einfacher. Umso wichtiger werden für Unternehmen die Soft-Skills der Angestellten.
Muila Swele: „Emotionale Fähigkeiten und Soft-Skills sind Faktoren, die weit über die fachlichen Kompetenzen hinausgehen.“
Wir leben in einer immer agiler werdenden Arbeitswelt, in welcher die Anpassungsfähigkeit des einzelnen Mitarbeiters immer mehr an Bedeutung gewinnt. In unserer Welt ist Wissen und Information überall und jederzeit abrufbar. Das bedeutet, dass inhaltliche Hard-Skills für Fachpersonen viel einfacher erlernt werden können.
Wer grundsätzlich die Fähigkeit zu programmieren erlernt hat, erlernt dank der vielen Informationen neue Programmiersprachen relativ einfach. Anders sieht es bei den Soft-Skills aus. Denn emotionale Fähigkeiten und Soft-Skills sind Faktoren, die weit über die fachlichen Kompetenzen hinausgehen und welche für das Individuum immer wichtiger werden, um in der heutigen Arbeitswelt erfolgreich zu sein.
In einer Welt, in welcher sowohl Technologien als auch Branchen austauschbar sind und regelmäßig verändert werden, müssen Arbeitnehmer beispielsweise besonders anpassungsfähig sein. Auch die Lernbereitschaft ist ein wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang, um sich immer wieder an neue Arbeitsaufgaben und Arbeitsbereiche anzupassen.
Gute zwischenmenschliche Fähigkeiten und eine gute und klare Kommunikation sind ebenfalls von essenzieller Wichtigkeit. Nicht nur für die Zusammenarbeit mit den Kollegen, sondern auch bei der Kundenkommunikation und beim Networking. Das alles sind Kompetenzen, deren Grundlage meist bereits in Kindheit und Jugend gelegt wurden und welche sich nur mit viel Mühe neu aufbauen lassen. Daher müssen Arbeitgeber und auch Arbeitnehmer viel stärker auf diese Fähigkeiten achten, da diese in der heutigen Arbeitswelt von entscheidender Bedeutung sind.
Die IT-Branche und Soft-Skills: Weniger „nerdig“ als erwartet
Für jedes Unternehmen, das auf IT-Spezialisten wie Softwareentwicklerinnen und -entwickler angewiesen ist, spielt die richtige Einstellung der Fachkräfte in diesem Bereich eine wichtige Rolle. Und in kaum einer Branche kommt man in der heutigen Zeit ohne solche Fachleute aus. Doch wie sieht die Personalgewinnung in diesem Bereich in vielen Unternehmen aus?
Häufig achten Personalverantwortliche in den Unternehmen zu stark auf die technischen Kompetenzen und haben kaum eine sinnvolle Methodik entwickelt, um die Soft-Skills der Bewerber und Bewerberinnen ebenfalls einer genaueren Bewertung zu unterziehen. Dabei können Unternehmen in der Regel zwischenmenschlich gut aufgestellten Angestellten neue technische Skills viel einfacher beibringen als technisch versierten Fachkräften die notwendigen Soft-Skills. Wer als Unternehmen also besonderen Wert auf Soft-Skills legt und diese auch im Rahmen des Bewerbungsverfahrens zum zentralen Dreh- und Angelpunkt macht, erzielt in der Regel die deutlich besseren Ergebnisse bei der Personalsuche.
Welche Gefahren drohen, wenn man Menschen mit schlechten oder fehlenden Soft-Skills einstellt, kann man anhand verschiedener Faktoren bewerten. Zum einen ist es immer teuer und zeitaufwändig, schlechte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu ersetzen, wenn man sich diese erst einmal ins Team geholt hat. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Denn ein unmotiviertes oder unqualifiziertes Teammitglied sorgt schnell für eine negative Arbeitszufriedenheit der anderen.
Das kann nicht nur die Personalfluktuation erhöhen, sondern auch die Arbeitgebermarke nachhaltig beschädigen. Und wer auf dem heutigen Arbeitsmarkt als Arbeitgeber gute Fachkräfte einstellen möchte, sollte sich einen sehr guten Ruf als solcher erarbeiten. Eine einzelne schlechte Fachkraft kann hier also für erhebliche Einbußen sorgen und die wirtschaftlichen Fähigkeiten eines Unternehmens nachhaltig beschädigen.
Noch deutlicher wird sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren abzeichnen. Denn die Themen der Automatisierung und der künstlichen Intelligenz werden den Bedarf nach Soft-Skills in der IT- und Softwareentwicklung nochmals deutlich verstärken. Denn das rein technische Programmieren wird immer stärker an die Technologie ausgelagert. Die Kontrolle der Ergebnisse und vor allem das Feintuning sind dann die Arbeitsbereiche für Menschen, die mit den eigenen Soft-Skills hier maximal zum Gesamterfolg beitragen.
Diese Soft-Skills sind im IT-Sektor besonders wichtig
Der Arbeitsmarkt unterliegt einem beständigen Wandel. Schaut man sich die Statistiken auf Statista zu diesem Thema an, kann man sehr gut erkennen, welche Soft-Skills in Online-Jobanzeigen besonders häufig gefragt waren. Im Jahr 2021 fand man in rund der Hälfte der Jobanzeigen „Einsatzbereitschaft“ als wichtige Kompetenz von Seiten der Bewerberinnen und Bewerber. Doch auch die Teamfähigkeit spielt bei 36 Prozent aller Jobanzeigen eine wichtige Rolle.
Stand: 08.12.2025
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Welche Soft-Skills sind nun aber für den IT-Sektor besonders wichtig? Hier haben sich fünf Aspekte besonders hervorgetan:
Kommunikationsfähigkeit: Gute IT-Fachkräfte sind stark in der Kommunikation. Nicht nur gegenüber Kunden, sondern auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern, dem eigenen Team und anderen Abteilungen und Führungskräften gegenüber. Denn eine klare Kommunikation kann viele Probleme schnell aus der Welt schaffen.
Führungskompetenz: Der Mitarbeiter muss seine Mitarbeiter inspirieren und motivieren können, um Ziele zu erreichen und die individuelle Leistung zu verbessern.
Teamfähigkeit: Der Mitarbeiter muss nicht nur im Team funktionieren, sondern auch ein Team erfolgreich koordinieren und zusammenführen, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen.
Problemorientierung: Probleme werden effektiv identifiziert und es werden Lösungsstrategien gesucht. Kreativität spielt hier eine wichtige Rolle.
Empathie: Der Mitarbeiter kann die Bedürfnisse und Anliegen der anderen Mitarbeiter verstehen und diese berücksichtigen, um eine bessere Arbeitsumgebung zu schaffen.
Recruiter wissen, worauf es ankommt
Professionelle Personalvermittler und -vermittlerinnen sind für viele Branchen mit Bedarf an IT-Personal eine gangbare Lösung auf der Suche nach den entsprechenden Fachkräften. Denn sie sind darauf spezialisiert, für jede Stelle die richtigen Personen zu finden und sich vor allem auch bei den Soft-Skills ausreichend Zeit für die Evaluierung zu nehmen. Fach- und Führungskräfte werden sowohl zur Festanstellung als auch projektbezogen vermittelt – und verfügen dann über die notwendigen Hard- und Soft-Skills, um den Anforderungen der Unternehmen umfassend zu entsprechen. Denn allein die fachlichen Qualifikationen sind nicht ausreichend.
* Muila Swele ist seit Jahren als Unternehmerin mit Clearstone Recruiting erfolgreich. Ihre Expertise liegt darin, qualifiziertes Fach - und Führungskräfte in Festanstellung oder auch projektbezogen zu vermitteln.