Klassische SQL- und Client-/Server-Infrastruktur – ein Auslaufmodell?

Einsatz von NoSQL in SOA-basierten ERP-Systemen

| Autor / Redakteur: Ditmar Tybussek * / Florian Karlstetter

Client-/Server-Architektur für heutige Anforderungen nicht geeignet

Anpassungen in Client-/Server-basierten Anwendungen sind immer mit immensem Aufwand verbunden, die sich der IT-Dienstleister von den langjährigen Kunden gut bezahlen lässt. Nötige Änderungen müssen zunächst aufwändig programmiert, kompiliert, übertragen und aktiviert werden. Für komplexe Grafikanwendungen wie Bildverarbeitung oder Konstruktionszeichnungen mag dies noch vertretbar sein, keinesfalls aber für die geschäftskritische, kaufmännische Unternehmenssoftware, die immer neue Abläufe abbilden muss.

Für zukünftige Anwendungen stellt der Browser den idealen Universal-Client dar. Dabei wird ein Text-Stream vom Server an den Browser gesendet und der Browser setzt die sogenannten HTML-Tags in schöne bunte Anwendungen um, die allseits bekannte Browseroberfläche.

Statt also mühevoll Programme zu erstellen, die die Oberflächen gestalten, wird die gesamte Sichtweise der Anwendung mit den Inhalten im Browser angezeigt. Andere Anwendungen sind damit nicht mehr erforderlich und jede so geschriebene Anwendung ist von überall aus verfügbar und wenn nötig auch auf einem Smartphone zu bedienen, unabhängig vom Ort oder IT-Infrastruktur.

Das gesamte Programm gehorcht somit einer völlig anderen Logik. Statt eines Programms, das gestartet wird und eben so starr abläuft, sendet der Browser über einen Link, Buttons oder AJAX Event eine Anforderung an den Server, der einen Request wie einen unabhängigen Service betrachtet. Der Internet Information Server (IIS oder Apache) reicht die Link-Informationen durch und sendet die fertige HTML-Seite an den Browser. Gibt es eine Änderung in der Anwendung, muss der Browser nicht neu installiert und nicht neu gestartet werden. Der Browser zeigt einfach die neue Anwendung.

Alleine die Funktionen wie Multikulturalität, barrierefreie Bearbeitung, Zugriffssicherheit und nicht zuletzt extremes Customizing zwingt doch dazu, jede Seite individuell und dynamisch aufzubauen. Diese Eigenschaft erfüllen jedoch nur Metadaten, eine Codierung ist für diese Zwecke heute nicht mehr ausreichend.

Der Autor

Ditmar Tybussek ist ERP-Entwicklungsleiter und Niederlassungsleiter Wiesbaden bei Allgeier IT Solutions.

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