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Workshop Virtualbox 4, Teil 2: von Windows bis Linux

Einrichten von Betriebsystemen in der offenen ESXi-Alternative

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Weiter geht`s mit dem Ändern

Um weiterzuarbeiten, fahren Anwender jetzt die Windows-VM, die vorhin eingerichtet wurde, herunter und rufen das Icon „Ändern“ auf. Dann öffnet sich ein neues Fenster, in dem der Name, das Betriebssystem und die Zwischenablage (keine, bidirektional zwischen Guest und Host oder nur in eine Richtung) konfiguriert werden können.

Darüber hinaus haben sie die Option, die Größe des Hauptspeichers und die Boot-Reihenfolge zu verändern, I/O-APIC (wie bereits angesprochen wichtig für 64-Bit-Maschinen) sowie EFI zu aktivieren und den zu emulierenden Chipsatz (PIIX3 oder ICH9) festzulegen.

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Abgesehen davon definieren Anwender an dieser Stelle auch die Zahl der virtuellen Prozessoren, die der VM zur Verfügung stehen. Je nach Hardware unterstützt Virtualbox bis zu acht CPUs. Sie aktivieren PAE/NX und richten, wenn die Hardware dies unterstützt, Nested Paging und Hardwarevirtualisierung mit VT-x/AMD-V ein, um die VM zu beschleunigen.

Die Grafikspeicher und Bildschirme

Im Menü „Anzeige“ haben Nutzer die Möglichkeit, die Größe des Grafikspeichers (bis zu 128 Mbyte) sowie die Anzahl der Bildschirme (bis zu acht) festzulegen und die 3D- beziehungsweise die 2D-Video-Beschleunigung zu aktivieren. Auch die Konfiguration der Fernsteuerung hat hier ihren Platz: Anwender aktivieren den VRDP-Server und legen den Port fest, über den sie Remote-Verbindungen zu dieser VM aufnehmen können.

Standardmäßig nutzt Virtualbox hierfür den RDP-Port 3389. Läuft die Virtualisierungslösung auf einem Windows-Rechner mit aktivem Remote-Desktop, so ist dieser Port aber schon belegt. Deshalb kann es sinnvoll sein, einen anderen Port zu definieren.

Der Hersteller empfiehlt dafür die Ports 5000 bis 5050. Doch in dem Workshop setzen Admins den Fernsteuerungs-Port also auf 5000. Abgesehen von den genannten Funktionen haben sie im Ändern-Dialog auch noch die Möglichkeit, Massenspeicher wie CDs und HDDs hinzuzufügen und zu entfernen, eine virtuelle Soundkarte zu aktivieren und bis zu vier Netzwerkadapter, als NAT-, Bridge-, interne und Host-Only-Networks einzurichten.

Konfigurationsoptionen für bis zu zwei serielle Schnittstellen, gemeinsame Ordner und USB-Devices schließen den Leistungsumfang des Ändern-Menüs ab. Bei der USB-Konfiguration lassen sich unter anderem Filter für an den Host angeschlossene Geräte setzen, damit der Guest nur auf die gewünschten Komponenten Zugriff erhält.

Installation des Linux-Systems

Aus der Vielzahl der Funktionen des Ändern-Dialogs geht hervor, dass es in der Praxis durchaus sinnvoll ist, eine VM erst mit dem Wizard anzulegen, dann gleich mit dem Ändern-Menü an die aktuellen Anforderungen anzupassen und dann erst das Betriebssystem zu installieren. Genau diese Vorgehensweise soll jetzt bei der zweiten VM unter Fedora 14 gelten.

Zuerst ist eine neue virtuelle Maschine für Fedora Linux anzulegen, mit zwei GigabyteRAM und 40 Gigabyte Festplattenkapazität. Dann gehen Workshop-Teilnehmer auf „Ändern“, geben der VM zwei CPUs und aktivieren die Fernsteuerung auf einem Port der Wahl. Danach ist die VM zu starten, das Installationsmedium fest zulegen und Linux zu installieren.

Sobald das Linux-Setup durchgelaufen ist, kommt die Installation der Gasterweiterungen an die Reihe. Anwender achten vor dem Setup dieser Tools darauf, dass die Pakete dkms und gcc in der VM vorhanden sind und dass auch sonst alles existiert, was das Linux-System benötigt, um Kernel-Module zu kompilieren. Details hierzu finden sich unter anderem in der sehr guten und umfangreichen Virtualbox-Dokumentation auf der Homepage des Projekts.

weiter mit: Erst anlegen, dann ändern

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