Die Rand-Notiz zum Wochenende Eine Fundgrube nicht nur für Hobby-Historiker

Autor / Redakteur: dpa/tmn / Elke Witmer-Goßner

Zeitungen verraten nicht nur die großen und wichtigen Dinge – sie geben gerade im Lokalen auch spannende Einblick in den Alltag. Das neue Zeitungsportal macht diese Geschichte erlebbar.

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Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur unnützes Wissen – die Rand-Notiz zum Wochenende.
Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur unnützes Wissen – die Rand-Notiz zum Wochenende.
(Bild: © koldunova - stock.adobe.com)

Mehr als 300 Jahre in 247 Zeitungen auf mehr als 4,5 Millionen Seiten. Anhand dieser Eckpunkte kann man sich leicht vorstellen, was für ein Informationsschatz im Zeitungsportal der Deutschen Digitalen Bibliothek bereit liegt.

Das digitale Angebot hat es sich zum Ziel gesetzt, gesammelte historische Zeitungen zentral elektronisch zugänglich und durchsuchbar zu machen. Per Volltextsuche lässt sich in den alten Zeitungen blättern und die große und kleine Geschichte des vergangenen Alltags erforschen. Gesucht wird per Kalender, Erscheinungszeitraum oder einfach nach Stichworten.

Geschäftliches neben Klatsch und Tratsch

Neben den großen Ereignissen der Zeitgeschichte steckt in den digitalisierten Seiten auch allerlei Information, die es heute nicht mehr in die Öffentlichkeit schafft. Geburtenregister etwa, oder Geschäftsinformationen, die man heute nur noch kostenpflichtig im Handelsregister findet – und das in einer überraschenden Detailfülle. Und auch historischer Klatsch und Tratsch kommt nicht zu kurz.

Das Suchportal steht gerade erst am Anfang: Mit 247 Titeln aus neun Bibliotheken. Der älteste ist eine Ausgabe des „Il corriere ordinario“ von 1671; dabei handelt es sich um eine italienischsprachige Zeitung, die in Wien herausgegeben wurde. Der aktuell jüngste Titel eine Ausgabe der „Badischen Neuesten Nachrichten“ von 1950.

Über das Deutsche Zeitungsportal können Interessierte historische Zeitungen aus den Jahren 1671 bis 1950 recherchieren.
Über das Deutsche Zeitungsportal können Interessierte historische Zeitungen aus den Jahren 1671 bis 1950 recherchieren.
(Bild: Deutsches Zeitungsportal)

Das meiste liegt schon im Volltext vor

Die Ergebnisse gibt es als digitale Ausrisse oder als frei vergrößerbare Scans der historischen Seiten. 84 Prozent des Bestands sind schon im Volltext erschlossen, manches lässt sich herunterladen. Langfristig sollen so alle digitalisierten alten Zeitungen zugänglich gemacht werden.

Kultur- und Wissenseinrichtungen, die sich mit ihren gesammelten Zeitungen am Portal beteiligen wollen, können sich an die Deutsche Digitale Bibliothek wenden. Das Stöbern im Zeitungsportal ist kostenlos – und nicht nur für Historikerinnen und Historiker interessant, sondern teils auch ziemlich unterhaltsam.

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