SQL Server in der Cloud, Workshop 1

Ein Team: SQL Server 2012 und SQL Azure

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Das Verbinden von Cloud-Datenbanken in SQL Azure mit SQL Server 2012

Der nächste Schritt besteht darin, dass Administratoren oder Entwickler per SQL Server Management Studio im Netzwerk eine Verbindung mit diesem virtuellen Server aufbauen und die Datenbank verwalten.

Um eine Datenbank in SQL Azure mit SQL Server Management Studio von SQL Server 2012 zu verwalten, starten Administratoren das Management Studio und geben die entsprechenden Verbindungsdaten entsprechende der folgenden Schritte ein:

  • 1. Verbinden mit einem normalen Datenbankmodul.
  • 2. Als Server-Namen den Namen des virtuellen SQL Azure-Servers eingeben. Dieser ist im Bereich „Vollqualifizierter DNS-Name“ zu finden, wenn in der Windows Azure-Oberfläche auf den Namen des Servers geklickt wird.
  • 3. Im Management Studio den Authentifizierungstyp auf „SQL Server-Authentifizierung“ ändern. Ein Admin gibt als Anmeldenamen den Namen mit folgender Syntax ein:

<Administratorbenutzer, den Sie angelegt haben>@<Servername ohne DNS-Domäne>

zum Beispiel:

thomas@cn52c2k2do

  • 4. Das Kennwort für den Admin des virtuellen SQL Azure-Servers eingeben und lassen Sie sich verbinden.
  • 5. Nach kurzer Zeit zeigt das Management Studio den virtuellen Server und die Datenbanken an, die angelegt wurden. Die Administratoren können jetzt auch über diesen Bereich die SQL Azure-Datenbanken verwalten und in Ihre SQL Server 2012-Infrastruktur einbinden (siehe: Abbildung 5).

Zugriff per sqlcmd

Administratoren können auch mit „sqlcmd“ von einem lokalen Server auf SQL Azure zugreifen. Um sich anzumelden, muss sqlcmd mit folgender Syntax gestartet werden:

sqlcmd -U <Benutzername>@<Servername ohne Domäne> -P "<Kennwort>," -S <Vollständiger DNS-Name>

Zum Beispiel:

sqlcmd -U thomas@cn52c2k2do -P "ttt9790av" -S cn52c2k2do.database.windows.net

Haben Entwickler in Windows Azure zusätzlich ein Speicherkonto angelegt, lässt sich dieses über das SQL Server Management Studio mit „Verbinden/Azure-Speicher“ anbinden. Administratoren benötigen dazu den Namen des Dienstes, der bei der Erstellung angegeben wurde, sowie den primären Schlüssel. Beides lässt sich in der Windows Azure-Web-Oberfläche anzeigen.

Wenn Unternehmen Daten zwischen SQL Azure und lokalen Servern replizieren lassen, haben Administratoren in SQL Azure auch die Möglichkeit, einen Bericht-Server zu erstellen. Das heißt: Die Erstellung von Berichten lässt sich in die Cloud auslagern. Dazu ist in der Windows Azure-Verwaltung der Bereich Berichterstellung vorhanden (siehe: Abbildung 6).

Erstellen eines Berticht-Servers

Die Vorgehensweise dazu entspricht der Erstellung eines Servers für Datenbanken in SQL Azure. Klicken Administratoren nach der Erstellung des Servers auf dessen Namen und dann auf den Link, muss sich die Statusseite des Servers öffnen, ohne einen Fehler anzuzeigen. In der Menüleiste können lassen sich anschließend Berichte erstellen und hochladen.

Microsoft bietet auf der Seite http://sqlazuremw.codeplex.com den SQL Azure Migration Wizard an. Diesen können Administratoren dazu nutzen, um Datenbanken von lokalen SQL Server-Installationen zu SQL Server Azure zu migrieren und umgekehrt.

In der aktuellen Version unterstützt das Tool auch SQL Server 2012. Administratoren können mit dem Tool zum Beispiel die lokalen Datenbanken eines Servers abrufen, auswählen und ein SQL-Skript erstellen, das Daten direkt in SQL Azure importiert. Im Assistenten geben Administratoren die Anmeldenamen für die lokalen SQL-Server und SQL Azure an und können direkt die entsprechenden Skripts starten. Im Tool selbst lassen sich auch Datenbanken erstellen.

Der Autor:

Thomas Joos ist ein gefragter Fachbuchautor und DataCenter-Insider-Blogger.

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