„Mit den Daten aus der Cloud können wir das Unternehmen neu starten“

Autor / Redakteur: Sabine Fach / Rainer Graefen

Nach einem Rechnerbrand ergänzte die MAXX Mess- und Probenahmetechnik das bestehende Backup-Konzept um die Datensicherung in der Cloud. Der Wechsel zu Norman SecureBackup stellt sicher, dass die entscheidenden Daten in jeder Hinsicht geschützt sind und dass deutschsprachiger Support bei Fragen und technischen Problemen unmittelbar hilft.

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Unternehmenssitz der MAXX Mess- und Probenahmetechnik GmbH
Unternehmenssitz der MAXX Mess- und Probenahmetechnik GmbH
(Maxx)

Ein verqualmter Raum, ein brennender Rechner – bei der MAXX Mess- und Probenahmetechnik in Rangendingen am Rand der Schwäbischen Alb ist passiert, was viele IT-Verantwortliche lediglich für ein Verkaufsargument der Anbieter von Online-Backup-Lösungen halten.

Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung von Geräten spezialisiert, mit denen Proben zur Bestimmung der Wasserqualität entnommen und gemessen werden, und gehört in seinem Segment zur Spitzenklasse auf dem Weltmarkt.

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„Ein Kurzschluss und ein Schwelbrand sind schnell passiert, sagt Tobias Wannenmacher, IT-Leiter bei MAXX. „Was das für unternehmenskritische Daten bedeuten kann, muss man nicht am eigenen Leib erfahren.“

Cloud-Backup als Rückversicherung

Da das Unternehmen die Datensicherung schon vor dem Rechnerbrand sehr überlegt betrieben und täglich Images und Nutzerdaten auf virtuellen Servern in unterschiedlichen Brandabschnitten des Gebäudes gesichert hatte, waren nur in ganz geringem Umfang Daten betroffen, die zudem wieder hergestellt werden konnten. „Für uns war das Vorkommnis der Auslöser zu überlegen, was es für die Firma bedeutet hätte, wenn die Sache nicht so glimpflich ausgegangen wäre, und vor allem, welche Vorkehrungen wir zusätzlich treffen müssen, um das Unternehmen vor einem möglichen Aus durch Datenverlust zu schützen“, so Wannenmacher. Ein entfernter Speicherort wäre von einer Katastrophe am Firmensitz nicht betroffen – MAXX ergänzte daher im Jahr 2009 die bestehende Datensicherung um eine Online-Backup-Lösung. Eine Private Cloud kam für die Firma mit ihren rund 20 IT-Arbeitsplätzen nicht infrage, man entschied sich für den Dienst eines professionellen Anbieters.

Weil der Support jedoch zunehmend zu wünschen übrig ließ, wurde ein Anbieterwechsel notwendig. „Auf Anfragen zu Unklarheiten in den täglichen Statusberichten kam keine Antwort, telefonisch war niemand zu erreichen – wir haben uns gefragt, woher wir Unterstützung bekommen, wenn es mal zu einem richtig großen Problem kommt“, präzisiert Wannenmacher. „Zudem ist für uns wichtig zu wissen, wo die Rechenzentren stehen, in denen die Daten gespeichert werden. Ursprünglich wurden Einrichtungen in Frankreich genutzt, dann gab es Änderungen, aber wir erhielten keine klaren Informationen dazu.“

Vom IT-Dienstleister empfohlen

Als Ende 2013 ein Release-Wechsel bei den Unternehmenslösungen anstand, war klar, dass sich das Datenvolumen deutlich erhöhen würde. „Uns erschien der Zeitpunkt passend, in diesem Zug auch den Backup-Anbieter zu wechseln“, fährt der IT-Leiter fort. Für Unterstützung bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters wandte er sich an die mowaSYSTEMS GmbH. Das IT-Systemhaus betreut von dem ebenfalls am Rand der Schwäbischen Alb gelegenen Hechingen aus die IT-Netze von KMU und mittelständischen Firmen aller Branchen in der Region, so auch bereits seit Jahren die gesamte IT-Infrastruktur von MAXX. Und ebenfalls seit Jahren setzt mowaSYSTEMS die Produkte und Lösungen des Sicherheitsspezialisten Norman in den Kundennetzen ein, zunächst die Virenschutz-Lösungen und weitere Produkte für die Absicherung der Endpoints, und seit dem Spätjahr 2013 auch die Cloud-Speicher- und -Backup-Dienste.

Sicher in jeder Hinsicht

Dieter Morgner, Geschäftsführer von mowaSYSTEMS, schätzt die Norman-Lösungen, weil sie die Anforderungen seiner mittelständischen Kunden passgenau abdecken und von den Mitarbeitern mit überschaubarem Aufwand eingerichtet und administriert werden können, und empfahl den Backup-Dienst Norman SecureBackup.

Er fügt sich hinsichtlich der Einrichtung und der Administrierbarkeit nahtlos in das Portfolio von Norman ein:

  • Agenten auf den Clients werden nicht benötigt;
  • die FIPS 140-2-zertifizierte Datensicherungssoftware wird auf einem einzigen Server im Unternehmensnetzwerk installiert und sichert die Daten aller weiteren Server über Remote-APIs; gesichert werden die ausgewählten Daten automatisch zu den eingestellten Zeiten.

Von den Sicherheitsfunktionen her entsprach der Norman-Dienst in vollem Umfang den Anforderungen von MAXX. Die Daten werden im Unternehmen nach 256-Bit AES verschlüsselt und über eine SSL-Verbindung an den Speicherort übertragen. Der Kunde verfügt über den Masterkey, nur er kann auf die Sicherungsdaten zugreifen. Die Speicherung erfolgt parallel an zwei verschiedenen Standorten, in hochverfügbaren, sicheren Rechenzentren in Norwegen und damit im Geltungsbereich der europäischen Datenschutzbestimmungen.

Kompetenter Support

Zudem kennt Morgner das norwegische Unternehmen als zuverlässigen und vertrauenswürdigen Partner mit sehr gutem Support: „Wenn wir mit einer Frage anrufen, landen wir nicht in einer Warteschleife, sondern in der Düsseldorfer Niederlassung bei einem Support-Mitarbeiter, der uns kennt und umgehend zurückruft, wenn er die Lösung mal nicht aus dem Ärmel schütteln kann.“ Da MAXX mit den Empfehlungen von mowaSYSTEMS bislang gut gefahren ist, unter anderem mit der Virenschutz-Lösung Norman Endpoint Protection, lag die Entscheidung für Norman SecureBackup nahe. „Ein technisches Problem kann bei jedem Produkt oder Dienst auftreten“, sagt Wannenmacher. „Entscheidend ist dann die Hilfe, die das Anwender-Unternehmen erhält. Bei Norman können wir uns darauf verlassen.“

Initiales Backup mit komprimierten Daten

MAXX sichert nicht alle Daten in der Cloud, sondern ausschließlich die aus dem ERP-System. „Das sind unsere wichtigsten Daten, mit ihnen könnten wir aus dem Online-Backup heraus das Unternehmen innerhalb von zwei Wochen an einem anderen Ort neu aufsetzen“, betont Wannenmacher. Damit die Datenmenge für das initiale Backup gut zu handhaben ist, hatte der Hersteller der ERP-Lösung eine Datenkompressions-Software bereitgestellt. Das Ergebnis des Verdichtungsvorgangs wurde dann als Zip-File weiter reduziert und in dieser Form an einem Wochenende im März 2014 in die Cloud übertragen. Seither wird täglich inkrementell gesichert, im Umfang von jeweils etwa 180 MB. Um nicht unnötig Speicherplatz zu belegen, werden identische Daten nur einmal gesichert.

Wöchentliche Rücksicherungskontrolle

Die Rücksicherung, über einen Sicherungsagenten oder eine Webkonsole bis auf die Ebene einzelner E-Mails, Kalendereinträge oder SharePoint-Elemente durchführbar, funktioniert problemlos und wird wöchentlich im Rahmen des Supportvertrags, den MAXX mit mowaSYSTEMS abgeschlossen hat, kontrolliert. Wie erwartet, ist das Datenvolumen seit der Inanspruchnahme des Dienstes deutlich gewachsen. Das ursprünglich knapp gewählte Speicher-Kontingent war bald aufgebraucht, so dass MAXX im nächsten Schritt von 10 auf 50 GB Speicherplatz erweiterte. „Alles läuft reibungslos, wir haben die richtige Entscheidung getroffen und sind sehr zufrieden mit Norman SecureBackup“, fasst Wannenmacher das Projekt zusammen.

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