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„Wir entwickeln ein Cloud-Portal für Self-Service“, Interview mit Thomas Duda Egenera erweitert seine konvergente Infrastruktur um Multiplattform-Support

| Redakteur: Ulrich Roderer

Vor Kurzem gab Egenera, Anbieter von Software für konvergente Infrastruturen, ein Vertriebsabkommen mit Fujitsu bekannt. Doch die beiden haben eine lange Historie. Einst produzierte Egenera Hardware und Fujitsu war von 2005 an OEM-Partner. Im Interview spricht Thomas Duda, Vice President EMEA der Egenera GmbH, über die Weiterentwicklung konvergenter Systeme.

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"Im zweiten Qzartal werden wir Hunderte Chassis verwalten können", Thomas Duda
"Im zweiten Qzartal werden wir Hunderte Chassis verwalten können", Thomas Duda

Egenera hat vor einigen Jahren das Blade-Geschäft aufgegeben und sich zum reinen Software-Anbieter gewandelt. Der "PAN Manager" ist die zentrale Egenera-Lösung für Unified Computing beziehungsweise konvergente Infrastruktur. Pan Manager läuft auf Systemen der wichtigsten Anbieter wie Dell, IBM, NEC, HP und Fujitsu.

Welchen Vorteil haben Unternehmen von ihrer Software im Vergleich zu diesen Hersteller-Implementierungen?

Thomas Duda: Sie haben die Freiheit in der Wahl der Hardware und sie können damit besser die Unterschiede in den Angeboten der Hardware Hersteller für Einsparungen nutzen. Durch unsere Software sind sie in der Lage, einfach die Hardware von Herstellern zu tauschen und bruchlos in die konvergente Infrastruktur unseres PAN Manager integrieren. Dies ist vor allem für den Handel und Mittelstand wichtig, der es sich kaum leistet, sich nur auf einen Anbieter zu verlassen.

Welche Bedeutung hat ihr neues Abkommen mit Fujitsu?

Thomas Duda: Blades sind ein Server-Wachstumssegment mit gutem Neugeschäft. Dazu bieten wir jetzt zusammen mit Fujitsu eine Möglichkeit für die Anwender bestehender "BladeFrames" auf die neue und leistungsstärkere Hardware der "Fujitsu BX900-Blades" zu migrieren. Der Vorteil ist dabei, dass die alten Systeme auch weitergenutzt werden können, beispielsweise als Failover-Systeme im Rahmen einer High-Availability und Disaster-Recovery Strategie. Der PAN Manager ermöglicht es dabei, Failover auch auf unterschiedlichen Systemen zu realisieren. Der Service für diese Migrationen kommt dabei aus einer Hand. Fujitsu hat hier herausragende Angebote.

In welche Richtung werden sie ihre Lösung für konvergente Infrastrukturen weiterentwickeln? Spielt Cloud dabei eine Rolle?

Thomas Duda: Sicher. Wir arbeiten an einem Cloud-Portal für den PAN Manager, über das sich Anwender sowohl virtuelle als auch physische Maschinen provisionieren können. Mit der Provisionierung physikalischer Maschinen haben wir ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Wir rechnen mit der Freigabe des Cloud Portals bis Juli.

Welche Größe kann ein konvergentes Netz mit dem PAN Manager erreichen?

Thomas Duda: Auch daran arbeiten wir. Bis zum zweiten Halbjahr werden wir ein Zusatzprodukt, den PAN Domain Manager, auf den Markt bringen, das dann Hunderte von Blade-Servern verwalten kann und dann auch über die Fähigkeit verfügt, ein heterogenes Environment beim Failover zu unterstützen. Sie können dann beispielsweise ein Failover von HP oder IBM auf Fujitsu-Server durchführen.

Wie unterscheidet sich ihr Ansatz von dem UCS von Cisco?

Thomas Duda:Egenera bietet ein einheitliches Management-System mit einer Oberfläche. Beim UCS dagegen sind unterschiedliche Lösungen kombiniert, zum Beispiel "BMC Bladelogic" für das Provisionieren oder für High-Availability Lösung von Veritas. Damit ist der Workflow im Datacenter nicht einheitlich und wird anfälliger.

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