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Chancen und Risiken interdisziplinär erforschen DI.VSI stiftet TU München Lehrstuhl für Cyber Trust

| Redakteur: M.A. Dirk Srocke

Das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DI.VSI) hat der TU München einen Lehrstuhl für Cyber Trust gestiftet. Der soll Risiken und Chancen des Netzes ganzheitlich analysieren.

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Übergabe der Stiftungsurkunde.
Übergabe der Stiftungsurkunde.

Das DI.VSI, eine gemeinnützige Gesellschaft der Deutschen Post AG, hat der TU München eine Professur für Cyber Trust gestiftet. Die Förderung hat einen Wert von 3,5 Millionen Euro, wurde am Rande des Münchner IT-Gipfels bekannt und soll einen wichtigen Beitrag für den Forschungs- und Technologie-Standort Bayern leisten.

Der geplante Lehrstuhl werde interdisziplinär forschen und Risiken sowie Chancen des Netzes ganzheitlich analysieren, heißt es in einer Mitteilung des DI.VSI. Welche Inhalte und Themenfelder das konkret beinhaltet ist bislang noch offen.

Jürgen Gerdes, Vorstand Brief der Deutschen Post, gibt immerhin eine ungefähre Richtung vor: "Unsere Welt ist ohne Internet nicht mehr vorstellbar. Die Chancen für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat sind unübersehbar. Die Beherrschung der zunehmenden Risiken dieser Technologie erfordert jedoch grundlegend neue Ansätze. Hier setzt die Stiftungsprofessur an."

Bis sich der neue Lehrstuhl diesen Aspekten widmet, wird allerdings noch etwas Wasser die Isar hinabfließen. Aus Universitätskreisen war zu erfahren, dass ein nun notwendiges Berufungsverfahren zwischen drei und zwölf Monaten dauern könne. Im Anschluss soll die Stiftungssumme für einen sechsjährigen Betrieb des Lehrstuhls genügen.

Das DI.VSI entwickelt, untersucht und fördert nach eigenen Angaben Maßnahmen für vertrauliche und sichere Kommunikation im Internet. Das bereits zur CeBIT 2011 vorgestellte Institut hat im November mit seiner konkreten Arbeit begonnen.

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