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Auszeichnung für asymmetrisch reisenden Geschäftsmann Dissertationspreis für optimale Routen

| Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Elke Witmer-Goßner

Jakub Tarnawski hat 2020 den mit 5.000 Euro dotierten GI-Dissertationspreis erhalten; für Forschungen zum Traveling Salesman Problem. Die Erkenntnisse könnten künftig auch für effizienter geplante Routen in der Logistikbranche sorgen.

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Die Arbeit verspricht aufschlussreiche Erkenntnisse für Logistikunternehmen.
Die Arbeit verspricht aufschlussreiche Erkenntnisse für Logistikunternehmen.
(Bild: © Creativa Images - stock.adobe.com)

Wenngleich Geschäftsleute während der Corona-Pandemie immer seltener auf Achse gehen, bleibt das mathematische Problem des Handlungsreisenden (Traveling Salesman Problem) aktuell und praxisrelevant. Schließlich können auch Logistikunternehmen von optimierten Routen profitieren und Zeit, Geld sowie CO2-Emissionen einsparen. Für seine Überlegungen zum Thema wurde jetzt Dr. Jakub Tarnawski mit einem Dissertationspreis ausgezeichnet. Der ist mit 5.000 Euro dotiert und wird gemeinsam vergeben von der deutschen Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), der Österreichischen Computer Gesellschaft sowie der Schweizer Informatik Gesellschaft.

Die am École polytechnique fédéralede Lausanne eingereichte Arbeit betrachtet dabei offenbar asymmetrische Reiserouten. Bei denen hängen Kosten, Zeitaufwand oder Unfallrisiko von Strecken auch davon ab, in welcher Richtung sie zurückgelegt werden. Das heißt: Die Reise von A nach B könnte länger dauern und riskanter sein als der gleiche – aber entgegengesetzte – Weg von B nach A. Mit dem von Tarnawski im Rahmen seiner Promotion entwickelten Algorithmus könne man sich nun deutlich besser als bisher optimalen Routen annähern.

GI-Präsident Prof. Dr. Hannes Federrath: „Dr. Jakub Tarnawski hat im Bereich der Informatik-Grundlagenforschung ein herausragendes Forschungsergebnis erzielt: den ersten Algorithmus, der eine zufrieden stellende Annäherung an das asymmetrische Problem des Handlungsreisenden bietet. Sowohl die Laufzeit des Algorithmus als auch der Grad der Annäherung an eine optimale Lösung sind einmalig. Darüber hinaus hat sich Herr Dr. Tarnawski einen deterministischen parallelen Algorithmus für das perfekte Matching entwickelt, der ein zweites herausragendes Forschungsergebnis darstellt. Ich gratuliere Herrn Tarnawski zu dieser hervorragenden Leistung.“

Im Vorjahr wurden Tarnawskis Forschungen übrigens schon von der Association for Computing Machinery (ACM) gewürdigt – mit einer „Honorable Mention for the 2019 ACM Doctoral Dissertation Award“.

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