Capgemini präsentiert IT-Trends 2019

Digitalisierung ist ein teures Muss

| Autor: Sarah Gandorfer

An der Digitalisierung kommt praktisch niemand vorbei, auch wenn der Nutzen eher mäßig ausfällt.
An der Digitalisierung kommt praktisch niemand vorbei, auch wenn der Nutzen eher mäßig ausfällt. (Bild: weedezign - stock.adobe.com)

Viel Aufwand, viel Budget, aber überschaubare Erfolgsergebnisse. Das ist das herbe Fazit von Capgemini beim Thema Digitalisierung. Dennoch geht der Trend zum Einsatz intelligenter Technologien ungebrochen weiter, denn nur wer hier mithält, kann dem Wettbewerbsdruck standhalten.

Rund 25 Prozent des gesamten IT-Budgets fließen laut den Beratern von Capgemini in die Digitalisierung. Dennoch stufen Unternehmen aus der DACH-Region den Erfolg der Maßnahmen wie schon im Jahr zuvor als mittelmäßig ein. Zwar bringen die Lösungen eine Steigerung der Effizienz, die Sicherung der eigenen Marktposition und die Verbesserung des Einkaufs- und Serviceerlebnisses der Kunden mit sich, aber damit neue Geschäftsfelder in der eigenen oder in anderen Branchen zu erschließen, tun sich die meisten schwer.

Rund 70 Prozent der Befragten setzen bereits intelligente Technologien ein. Davon allerdings mehr als 50 Prozent lediglich im geringen Umfang. Zu den intensiven Nutzern, die 18,6 Prozent ausmachen, gehören Konzerne sowie der gehobene Mittelstand. Was nach Einschätzung der Analysten daran liegt, dass kleinere Unternehmen nicht den Umfang an Daten vorweisen können, den es für den Technologieeinsatz bedarf. Des Weiteren wünschen diese auch die persönliche Beziehung zum Kunden beizubehalten. Bei den Großunternehmen klagt unterdessen die Mehrheit der Studienteilnehmer (81,6 %) über die steigende Komplexität der IT-Landschaft als Problem der Digitalisierung.

70 Prozent der CIOs sind willig, die Digitalisierung in ihrem Unternehmen einzuführen. Sie können jedoch eine Digital-Strategie nicht einfach von oben durchsetzen, sondern sind abhängig von ihren Fachabteilungen. Die Vorteile der neuen Technologien sehen Fachabteilungen vor allem in der Automatisierung manueller Arbeiten, zumal diese Nutzungsszenarien sehr ausgereift sind.

Zudem bewerten die Abteilungen den Einsatz zur intensiven Datenanalyse sowie die Vorhersage von Kunden-, Maschinen- oder Marktverhalten als sehr positiv. Bei komplexeren Einsatzszenarien wie bei der Unterstützung des Kundendialogs, der Abgabe von Empfehlungen oder der Überwachung des Tagesgeschäftes findet die Technik weniger Anklang.

Innovationsmotor

Dass intelligente Technologien innerhalb der nächsten drei Jahre den Wettbewerbsdruck verschärfen wird, darüber sind sich sowohl die intensiven, Gelegenheits- wie auch die Wenignutzer einig. Anwender sehen intelligente Technologien als Innovationsmotor und Wettbewerbsvorteil, mit dem ihr Technologiestandort gestärkt werden kann.

„Größere Unternehmen haben in der Regel gute Voraussetzungen für den Einsatz intelligenter Technologien, da sie genügend nutzbare Daten und bereits Erfahrung mit Big Data gesammelt haben“, kommentiert Uwe Dumslaff, Chief Technology & Innovation Officer bei Capgemini in Deutschland die Ergebnisse. „Ausgebremst werden sie hauptsächlich durch einen Mangel an Spezialisten im eigenen Haus. Um schnell starten zu können, bietet es sich daher an, auf externe Partner zurückzugreifen – sowohl bei der Entwicklung der Einsatzszenarien und der Datenaufbereitung als auch beim Betrieb der Anwendung.“

Daran wird 2019 gearbeitet

Gefragt, welche IT-Maßnahmen in ihrer Firma 2019 umgesetzt werden, antworteten 63 Prozent mit „Migration von Anwendungen in die Cloud“. 58 Prozent gaben an, dass der „Aufbau neuer Plattformen für Sales/Kundenkontakte, ERP oder das Internet of Things“ geplant sei. Die Hälfte befasst sich heuer mit „Test-Automation“.

Als wichtiges Trendthemen gilt auch weiterhin die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), obwohl diese bereits seit Mai 2018 in Kraft ist. Bisher wurde sie jedoch erst von rund 53 Prozent der Studien-Teilnehmer komplett umgesetzt. Die Plätze zwei bis fünf auf der Liste der wichtigsten Themen belegen mit Privacy by Design, Multi-Faktor-Authentifizierung, BYOx-Security und Security-Automation ausschließlich Sicherheitsthemen.

Die Studie wird jährlich im September und Oktober von Capgemini durchgeführt. An ihr haben 108 IT-Verantwortliche von Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen. Weitere Informationen und die Studie zum Download gibt es bei Capgemini im Internet.

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